Spuren deines Lebens. 

20 biografische Fragen, die dir einen freundlicheren Blick auf dein Leben eröffnen

Adventskalender: Sei dir gut! Mit Freude und innerer Balance durch den Advent

Gut altern heißt nicht, ewig jung zu bleiben

Das Bild zeigt Pia Hübinger in einem Bogengang stehen. Es trägt den Titel: Great Ager: Welche alte Frau will ich werden?

Welche alte Frau willst du werden?

Wir sind im Urlaub, unterwegs im Auto. Auf der Rückbank unterhalten sich die Kinder, die Stimmung ist locker und leicht, es geht um nichts und um alles. Meine älteste Tochter, kurz vor ihrem siebzehnten Geburtstag, denkt laut über ihre Zukunft nach. Irgendwann sagt sie beiläufig, sie wolle später einmal keine so alte Mutter sein.

Der Satz galt niemandem. Er war Zukunftsplanung, unbeschwert und vorwurfslos dahingesagt, während draußen die Urlaubslandschaft vorbeizog. Ich war es, die ihn auffing und auf sich bezog. Ich, die mit fünfzig noch ein Kind im Grundschulalter hat. Der Stich kam von innen, und er saß.

Ich sagte nichts. Meine Tochter redete weiter, erklärte, warum sie später einmal keine so alte Mutter sein wolle. Dann müsse sie ihren eigenen Kindern nicht ständig Jugendsprache erklären. Ich lachte und fragte: „So wie ihr uns?“

Sie hielt inne und musste dann ebenfalls lachen. „Ja. Aber so schlimm ist das eigentlich gar nicht. Eigentlich ist es sogar ziemlich lustig, dass ihr manche Wörter nicht versteht oder falsch benutzt.“

Und dann begann sie weiterzurechnen: erst Abi, dann eine Weltreise, dann Studium, dann Arbeit, dann irgendwann Kinder. Mitten im Rechnen brach sie ab.

„Moment mal … Dann wäre ich ja gar nicht so viel jünger als du bei meiner Geburt.“

Das Auto fuhr weiter, das Gespräch auch. Nur in mir blieb etwas liegen.

Denn das Bemerkenswerte an diesem Moment war ja: Das einzige Urteil über mein Alter, das an diesem Tag im Auto gefällt wurde, habe ich selbst gefällt. Niemand sonst.

Mit 50 gibt es keinen Lebenslauf mehr von der Stange

Ich bin letztes Jahr fünfzig geworden. Und wenn ich mich in meinem Jahrgang umschaue, sehe ich etwas, das mich immer wieder erstaunt: Es gibt keinen Standard mehr. Einige Frauen meines Alters sind längst Großmutter. Andere haben, wie ich, noch Kinder im Grundschulalter. Wieder andere starten beruflich noch einmal ganz neu durch, während manche sich innerlich schon auf den Ruhestand vorbereiten.

Vier Frauen, vier Leben, ein Geburtsjahr. Die eine ist längst Großmutter, die andere hat noch ein Kind im Grundschulalter. Eine gründet mit fünfzig noch ein Unternehmen, eine andere begleitet ihre Eltern auf ihrem letzten Lebensabschnitt. Plötzlich gibt es keinen allgemein gültigen Lebenslauf mehr. Keinen Maßstab dafür, ob jemand „früh dran“, „spät dran“ oder „genau richtig“ ist.

Darin liegt für mich eine große Freiheit. Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, mein Leben nicht mehr an einem unsichtbaren Zeitplan messen zu müssen. Es gibt kein Drehbuch mehr, das vorgibt, wann im Leben was geschehen sollte – und auch keine Liste mehr, was Frauen ab 50 angeblich (nicht mehr) tun sollten. Ich darf selbst entscheiden, welche Weichen ich für die Jahre stelle, die vor mir liegen. Die Frau, die ich mit achtzig sein werde, entsteht nicht erst mit achtzig. Sie wächst in den Entscheidungen, die ich heute treffe.

Johanna Wienzek hat für Frauen in dieser Lebensphase einen Begriff geprägt, den ich mag: Great Ager – Menschen meist jenseits der vierzig, die sich bewusst gegen den Jugendwahn und für ein großartiges Leben entscheiden in genau dem Alter, das sie haben. Sie hat dazu eine Blogparade veranstaltet – ein offener Schreibaufruf, bei dem mehrere Expert*innen unabhängig voneinander zum selben Thema schreiben. Sie fragt darin nach Strategien für ein solches Leben. Ich gestehe: Mit Strategien kann ich nicht dienen. Was ich mitbringe, ist eine Frage, ein Vorbild und drei Weichen.

Die Frage lautet: Welche alte Frau willst du werden?

Das Gegenteil von Altern ist nicht Jugend

Bevor ich von den drei Weichen erzähle, möchte ich mit einer Vorstellung aufräumen, die tief in unserer Kultur verankert ist. Wir setzen fast automatisch gleich: jung heißt lebendig, alt heißt starr und weniger lebendig. Von dieser Gleichung lebt eine ganze Anti-Aging-Industrie.

Dabei kennst du die Gegenbeispiele selbst. Menschen, die mit fünfunddreißig längst aufgehört haben zu staunen. Und Menschen, die mit zweiundachtzig neugierig sind wie Kinder, die sich noch wundern und berühren lassen können. Das Gegenteil von Altern ist also nicht die Jugend. Es ist verlorene Lebendigkeit. Und ich glaube, wir altern dabei gar nicht gleichmäßig: Der Körper altert, keine Frage. Aber Staunen, Mitgefühl, Kreativität? Bei den Menschen, die ich bewundere, werden sie mit den Jahren nicht kleiner. Sie gewinnen an Tiefe. Vielleicht ist das die eigentliche Aufgabe des Älterwerdens: nicht jünger zu wirken, sondern lebendig zu bleiben.

Damit verschiebt sich auch die Frage. Aus „Wie bleibe ich jung?“ wird: „Wie bleibe ich innerlich beweglich?“ Lebendigkeit meint dabei keine Dauerfreude. Sie meint das, was Jon Kabat-Zinn – in Anlehnung an Alexis Sorbas – die volle Katastrophe nennt: anwesend sein im eigenen Leben, mit allem, was dazugehört, auch dem Schweren. Gerade deshalb bin ich überzeugt, dass sich Freude kultivieren lässt – nicht trotz, sondern mitten im Leben.

Mein Vorbild: eine Frau um die siebzig

Auf die Frage, welche alte Frau ich werden will, habe ich eine sehr konkrete Antwort. Meine Mentorin ist um die siebzig. Sie gibt bis heute in Retreats und Weiterbildungen ihr Wissen und ihre Erfahrung weiter. Sie ist zugleich liebende, fürsorgliche Großmutter ihrer Enkelinnen und und begegnet neuen Entwicklungen mit derselben Offenheit und Neugier wie den Menschen, die ihr begegnen

Was mich an ihr am meisten beeindruckt, ist genau diese Gleichzeitigkeit: Weisheit und Neugier, Tiefe und Leichtigkeit, Geben und Dasein. Wenn ich groß bin, möchte ich werden wie sie. Ich weiß, wie das klingt, mit fünfzig. Es stimmt trotzdem. So eine Frau entsteht nicht über Nacht. Sie wächst in den kleinen Entscheidungen eines ganzen Lebens.

Die Geschichte, die wir über die Menopause erzählen

Wenn ich auf meine Mentorin schaue, frage ich mich, warum unsere Kultur so wenige Bilder für Frauen wie sie hat. Für die Jugend haben wir tausend Geschichten. Für die Jahre danach vor allem eine: die vom Weniger. Wechseljahresbeschwerden, Hormonmangel, das Ende der fruchtbaren Jahre – unsere Sprache kennt viele Wörter für den Verlust und erstaunlich wenige für den Gewinn. Das ist mehr als eine sprachliche Lücke.

Als ich selbst in die Wechseljahre kam, habe ich gemerkt, wie schnell sich Gespräche plötzlich um Mangel drehen: Was nicht mehr geht. Was weniger wird. Was ersetzt werden muss. Kaum jemand fragte mich: Was beginnt gerade? Welche neue Aufgabe könnte jetzt auf dich warten?

Warum erzählen wir, dass nach der Menopause etwas endet, und so selten, dass etwas beginnt?

Mich hat überrascht, dass ausgerechnet die Biologie eine andere Geschichte erzählt. In der Evolutionsforschung gibt es die Großmutter-Hypothese, maßgeblich entwickelt von der Anthropologin Kristen Hawkes: Die Menopause existiert demnach vermutlich, weil Frauen jenseits der Fruchtbarkeit für das Überleben ihrer Enkel und ihrer Gemeinschaft so wertvoll waren, dass die Evolution diese lange Lebensspanne begünstigt hat – als Funktion, nicht als Restlaufzeit.

Im Tierreich ist das eine Rarität: Außer beim Menschen kommt die Menopause fast nur bei einigen Zahnwalen vor. Bei Orcas führen die alten Weibchen die Gruppe an, gerade wenn die Zeiten mager sind. Wer den eigenen Familienverband durch einen lachsarmen Winter führt, ist keine Fußnote der Evolution.

Nicht nur die Natur erzählt diese Geschichte. Auch unsere Kultur kannte sie einmal. Über Jahrhunderte lagen Geburtshilfe, Kräuterwissen und seelischer Beistand in den europäischen Dörfern zu großen Teilen in den Händen kundiger, oft älterer Frauen – Barbara Ehrenreich und Deirdre English haben das in ihrem Klassiker über Hexen, Hebammen und Krankenschwestern beschrieben. Sogar im Wort Hexe steckt eine Ahnung davon: Das althochdeutsche hagazussa bedeutet vermutlich Zaunreiterin, eine Frau auf der Grenze zwischen Dorf und Wildnis, die zwischen den Welten vermitteln konnte. Erst die Akademisierung der Medizin, die Frauen lange ausschloss, nahm dieser Figur ihren Platz. Wir haben angefangen, die alte Frau für unsichtbar zu erklären. Es wird Zeit, ihr wieder den Platz zu geben, den sie einmal hatte.

Vielleicht endet mit der Menopause nicht das fruchtbare Leben, sondern nur eine Form von Fruchtbarkeit. Vielleicht beginnt eine andere: Menschen wachsen zu lassen. Erfahrung weiterzugeben. Orientierung zu schenken. Und zu der Frau zu werden, die andere einmal mit derselben Warmherzigkeit und Bewunderung beschreiben werden wie ich heute meine Mentorin

Die Welt braucht wieder weise Frauen

Erst durch meine Mentorin konnte ich mir vorstellen, dass das Leben einer siebzigjährigen Frau ganz anders aussehen kann als das meiner Mutter oder meiner Oma. Sie hat meinen Möglichkeitsraum erweitert. Vielleicht liegt genau darin die Kraft von Vorbildern: Sie sagen uns nicht, wie wir leben sollen. Sie zeigen uns, was alles möglich ist.

Wenn eine Frau mit fünfzig nach vorn schaut und dort vor allem Abbau, Anti-Aging und Cremetiegel sieht, ist ihre Angst vor dem Älterwerden keine persönliche Schwäche. Sie ist die logische Folge einer Kultur, die kaum andere Geschichten erzählt. Genau in diese Lücke verkauft sich alles, was Jugend verspricht.

Ein einziges glaubwürdiges Vorbild verändert mehr als jede Kampagne. Es macht etwas sichtbar, das vorher unvorstellbar schien: So kann Leben auch aussehen.

Doch was macht diese Frauen eigentlich aus? Was meine Mentorin für mich verkörpert, würde ich mit einem Wort beschreiben: Weisheit. Ich weiß, dass dieses Wort schnell missverstanden wird. Für mich bedeutet Weisheit nicht, auf alles eine Antwort zu haben. Sie beginnt dort, wo ein Mensch gelernt hat, mit den großen Fragen des Lebens zu leben, ohne vorschnell einfache Antworten zu suchen. Weisheit macht uns nicht unfehlbar. Sie macht uns durchlässiger.

Weise Frauen sind für mich deshalb keine Frauen, die alles wissen, sondern Frauen wie meine Mentorin: wach, lernend, gebend, verbunden, mit ihrer Endlichkeit im Frieden und gerade deshalb lebendig. Solche Frauen gab es zu allen Zeiten. Wir haben nur aufgehört, ihnen die Rolle zu geben, die ihnen zusteht – die der Vorbilder.

Diese Frage reicht deshalb weit über mich hinaus. Meine Töchter werden einmal fünfzig sein, und was sie dann über das Älterwerden glauben, lernen sie schon jetzt – von den Frauen, die sie heute anschauen. Auch von mir. Vielleicht ist das der bedeutsamste Grund, eine weise Frau werden zu wollen: damit die nächste Generation ein Bild hat, wenn sie eines braucht.

Von genau dieser Bedeutung handeln die drei Weichen, die ich für mich gefunden habe.

Weiche 1: Die eigene Geschichte lesen, bevor sie bitter wird

Niemand will im Alter verbittert sein. Ich habe aber noch nie erlebt, dass Verbitterung einen Menschen mit achtzig plötzlich überfällt wie ein Unwetter. Sie wird trainiert, jeden Tag ein bisschen: durch das tägliche Jammern über das Elend der Welt, das Nörgeln an allen und allem, das Sammeln von Belegen dafür, dass früher alles besser war. Wer das dreißig Jahre lang übt, wird darin erwartbar gut. Mich tröstet dieser Gedanke. Wenn Verbitterung geübt werden kann, dann vielleicht auch das Gegenteil: dir selbst zur Freundin zu werden.

In der Entwicklungspsychologie gibt es dafür eine Beschreibung, die mich nicht mehr losgelassen hat, seit ich ihr zum ersten Mal begegnet bin. Erik Erikson sagt: Die eigentliche Aufgabe des Alters besteht darin, auf das eigene Leben schauen zu können und es zu bejahen – so, wie es war, mit allen Brüchen. Gelingt das nicht, bleibt Verzweiflung, und die zeigt sich nach außen oft als Bitterkeit. Das Tröstliche und zugleich Unbequeme daran: Diese Aufgabe beginnt nicht mit achtzig. Sie wird jetzt vorbereitet, mitten im vollen Leben.

Mein Werkzeug dafür ist die Biografiearbeit. Ich weiß, wonach das klingt: nach Fotoalben, nach gestern. Erlebt habe ich das Gegenteil. Biografiearbeit ist Zukunftsarbeit – sie entscheidet darüber, wie ich morgen lebe, denn jede ungeklärte Geschichte schreibt an meiner Zukunft mit, ob ich sie eingeladen habe oder nicht.

Die erste Lebenshälfte fragt: Wer möchte ich werden? Die zweite stellt eine andere Frage: Wer bin ich eigentlich gewesen? Nicht, um rückwärts zu leben, sondern um die vielen Versionen von mir miteinander zu versöhnen – die Ehrgeizige und die Verletzte, die Mutter und die Tochter, die Suchende und die Erfolgreiche, die Gescheiterte, die Mutige, die Ängstliche. Sie alle haben mein Leben möglich gemacht, und sie alle wollen irgendwann an denselben Tisch.

Ich weiß, wovon ich schreibe. Ich war ein ungeplantes Kind, und ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, was das mit meiner Geschichte gemacht hat. Erst spät habe ich die schwierige Situation meiner Mutter wirklich begriffen. Und noch etwas habe ich erst mit den Jahren verstanden, und es gilt für viele Familiendramen: Die meisten Menschen handeln nicht aus Bösartigkeit. Sie handeln aus dem heraus, was ihnen in diesem Moment möglich war. Meistens. Nicht immer. Entschuldigen lässt sich damit nicht alles. Aber verstehen lässt sich vieles, und Verstehen ist der Anfang von Frieden.

Søren Kierkegaard hat einmal notiert, das Leben könne nur rückwärts verstanden werden, müsse aber vorwärts gelebt werden. In der zweiten Lebenshälfte habe ich zum ersten Mal das Gefühl, genug Leben zu besitzen, um es lesen zu können. Und vielleicht ist Weisheit am Ende nichts anderes als das: immer weniger Anteile von sich selbst ausschließen zu wollen.

Wenn du damit anfangen willst: Diese 20 biografischen Fragen sind ein guter erster Schritt.

Weiche 2: Dinge tun, die man (noch) nicht kann

Die zweite Weiche hat mit Lernen zu tun, und auch sie beginnt viel früher, als wir denken. Offenheit mit achtzig beginnt mit Lernen mit fünfzig. Wer sich erst im Ruhestand vornimmt, neugierig zu werden, hat das Neugierig-Sein bis dahin zwanzig Jahre oder länger verlernt.

Wenn ich auf die letzten drei Jahre zurückblicke, fällt mir auf, wie oft ich Neuland betreten habe. Ich habe eine Online-Fortbildung in Somatisch Emotionaler Integration (SEI®) im Selbststudium mit Zertifikatsabschluss absolviert und dabei gelernt, wie tief frühe Verletzungen im Nervensystem sitzen und wie man Menschen von dort aus wieder erreicht. Ich habe meine eigene Website gebaut, mit dem Bloggen begonnen, mich in Künstliche Intelligenz eingearbeitet und gemeinsam mit meinem Mann sogar eine App für Biografiearbeit entwickelt. Vor fünf Jahren hätte ich diese Liste vermutlich gelesen und gedacht: Das klingt nach einem anderen Leben.

Keins davon war leicht. Genau das war der Punkt.

Seit einiger Zeit richte ich mein Bewusstsein bewusst auf eine bestimmte Art von Momenten: Dinge wieder zu tun, die ich lange nicht gemacht habe. Oder Dinge zum ersten Mal zu tun. Mein aktuelles Beispiel ist fast schon albern in seiner Kleinheit: Ich übe, einen Kopfsprung vom Startblock zu machen. Als Jugendliche war ich eine sehr gute Schwimmerin – nur den Kopfsprung habe ich, soweit ich mich erinnere, nie richtig gelernt. Jetzt stehe ich also wieder am Beckenrand und überwinde mich.

Das Bild zeigt ein Freibad mit türkisfarbenem Wasser, Schwimmerbahnen und Startblöcken. Im Hintergrund stehen Bäume.
Der Sprung, den man sich manchmal erst wieder zutrauen muss.

Mir geht es dabei nicht darum, gut zu sein. Mir geht es darum, es mich wieder zu trauen. Das klingt unspektakulär, ich weiß. Ich glaube trotzdem, dass genau solche kleinen Mutausbrüche mehr Leben ins Leben bringen, als jeder große Vorsatz es vermag.

Auch die Künstliche Intelligenz ist für mich so ein Kopfsprung. Ich hätte sie leicht mit dem Satz abtun können: „Das brauche ich nicht mehr.“ Doch genau dieser Satz macht mich inzwischen hellhörig. Denn oft steckt dahinter weniger eine nüchterne Entscheidung als die leise Versuchung, innerlich stehen zu bleiben. Ich möchte auch mit achtzig noch sagen können: „Das kenne ich noch nicht. Erzähl mir davon.“ Ich möchte mit der Welt im Gespräch bleiben – und mit den Menschen, die nach mir kommen. Neues zu lernen ist für mich kein Wettlauf mit der Zeit. Es ist eine Liebeserklärung an das Leben.

Meine Mentorin erinnert mich immer wieder daran, dass Weisheit und Neugier keine Gegensätze sind. Vielleicht gehören sie sogar zusammen. Denn was ich an ihr am meisten bewundere, ist nicht ihr profundes Wissen, sondern dass sie sich auch heute noch vom Leben überraschen und von Neuem berühren lässt.

Die Psychologie hat für diese Haltung einen Namen, Growth Mindset nach der Psychologin Carol Dweck. Als er mir vor 30 Jahren in meinem Pädagogikstudium das erste Mal begegnete, verstand ich ihn vor allem als Ermutigung, Neues zu lernen, Herausforderungen anzunehmen und an ihnen zu wachsen. In den letzten Jahren ist für mich eine weitere Dimension hinzugekommen. Growth Mindset bedeutet für mich heute auch, nie fertig damit zu sein, Mensch zu werden.

Im Alltag ist daraus für mich eine einfache Frage geworden. Ich stelle sie mir am Beckenrand genauso wie vor dem leeren Textfeld einer neuen KI-Anwendung: Begegne ich mir heute als fertigem Menschen – oder als einem, der noch werden darf?

Zur inneren Beweglichkeit gehört noch etwas, das über das Lernen hinausgeht. Die zweite Lebenshälfte ist keine Verlängerung der ersten. Viele von uns versuchen, das bisherige Leben einfach möglichst lange fortzusetzen. Mit denselben Zielen, demselbenTempo, derselben Logik von mehr leisten, mehr erreichen, mehr besitzen. Ich glaube inzwischen, die zweite Lebenshälfte folgt einer eigenen Logik, und sie ist beinahe eine Umkehrung: Mehr weglassen. Mehr zuhören. Mehr verkörpern, was einem wichtig ist, statt es nur zu wissen. Mehr weitergeben.

Die Entwicklungspsychologie beschreibt diesen Wandel als Generativität. Gemeint ist der Übergang von einer Lebensphase, in der wir vor allem etwas aufbauen, zu einer, in der wir zunehmend etwas weitergeben möchten. Es reicht, die Verschiebung zu spüren: von „Was kann ich noch erreichen?“ zu „Was möchte ich weitergeben?“. Ich spüre sie deutlich. Und sie fühlt sich kein bisschen nach Verzicht an, eher nach Bereicherung.

Weiche 3: Mit dem Ende rechnen

Jetzt kommt der Teil, über den wir am wenigsten gern sprechen. Ich muss trotzdem davon erzählen, denn ohne ihn wäre denn ohne ihn bliebe alles andere in diesem Text unvollständig.

In den letzten fünf Jahren sind mehrere Menschen aus meinem Umfeld gestorben, die jünger waren als ich oder nur wenig älter. Eine mir nahestehende Person hat den Freitod gewählt. Ich schreibe das nicht, um zu erschüttern, sondern weil es zur Wahrheit dieses Themas gehört: Die Endlichkeit ist für mich keine Theorie mehr. Sie hat Namen und Gesichter, und sie hat mir jede Illusion genommen, dass Altwerden selbstverständlich wäre.

Seit einigen Jahren denke ich daher anders über das Älterwerden. Für mich ist Altwerden ein Privileg, das nicht jedem Menschen, den ich geliebt habe, vergönnt war.

Dieser Gedanke hat meinen Blick auf jede Falte verändert: Sie ist ein Beleg dafür, dass ich noch da bin. Das ganze Klagen über das Älterwerden – über den Körper, der sich verändert, die Haut, die Haare, die Zahl im Pass – bekommt vor diesem Hintergrund etwas beinahe Undankbares.

Ausgerechnet die Forschung ist an dieser Stelle tröstlich. Die Psychologin Laura Carstensen hat über Jahrzehnte untersucht, was mit Menschen geschieht, die ihre Zeit als begrenzt erleben. Sie fand keine Schwermut, sondern eine Verschiebung: weg vom Nebensächlichen, hin zu dem, was emotional wirklich zählt. Manche sprechen sogar vom Paradox des Alterns, weil ältere Menschen trotz körperlicher Verluste häufig zufriedener sind als jüngere. Das Ende vor Augen macht uns offenbar im besten Sinne wählerisch.

Genau das erlebe ich seit meinem fünfzigsten Geburtstag. Wir reden ständig über Zeit – zu wenig Zeit, keine Zeit, wo ist die Zeit geblieben. Vielleicht geht es aber gar nicht um Zeit, sondern um Bedeutung. Mit zwanzig kann man zehn belanglose Jahre verbringen, und es fühlt sich an wie ein Vorrat, der nie zur Neige geht. Mit fünfzig oder sechzig kann ein einziges Jahr das ganze Leben verändern – weil wir endlich beginnen, bewusst zu wählen: diese Menschen, diese Arbeit, diese Gespräche. Der größte Luxus der zweiten Lebenshälfte ist nicht Zeit, sondern Bedeutung.

Und noch etwas kann ich heute, was ich mit dreißig nicht konnte: Gleichzeitigkeit aushalten. Freude und Trauer schließen sich nicht mehr aus; sie sitzen oft am selben Tag am selben Tisch, und ich muss keine von beiden mehr hinauswerfen. Ich habe außerdem gelernt, meinem Körper zuzuhören – nicht erst, wenn er laut wird, sondern schon seine leisen Signale. Überhaupt, das Zuhören: Die berühmte Harvard-Langzeitstudie über gelingendes Leben kommt nach mehr als achtzig Jahren zu einem Ergebnis, das auf keiner einzigen Anti-Aging-Verpackung steht – der stärkste Vorhersagewert für Gesundheit und Zufriedenheit im Alter sind gute Beziehungen, deutlicher als jeder Cholesterinwert. Wo Beziehungen gelingen, gelingt das Leben. Dazu gehört für mich auch die Beziehung zum eigenen Körper.

Vielleicht ist sogar das Wort Glück zu klein für das, was ich mir wünsche. Ich wünsche mir für die zweite Lebenshälfte inneren Frieden. Einen Frieden, der Traurigkeit nicht ausschließt. Der Krankheit und Abschied nicht leugnet. Der auch angesichts der Endlichkeit nicht zerbricht, sondern mit dem Leben verbunden bleibt.

Ob es ein Leben nach dem Tod gibt, darüber wird seit Jahrtausenden gestritten. Worüber ich seit den Verlusten der vergangenen Jahre nachdenke, ist eine Frage, die diesem Streit vorausgeht und keiner Weltanschauung widerspricht:

Es gibt ein Leben vor dem Tod. Zu welchem Menschen möchte ich darin werden?

Der Perspektivwechsel: Wie möchte das Leben mich gestalten?

Bis hierher klingt vieles nach Arbeit an mir selbst: meine eigene Biografie verstehen, beweglich bleiben, mit dem Ende rechnen. Die tiefste Veränderung meiner zweiten Lebenshälfte ist aber keine Übung und keine Strategie. Sie ist ein Perspektivwechsel.

In der ersten Lebenshälfte fragen wir: Wie kann ich mein Leben gestalten? Eine gute Frage, ich habe sie jahrzehntelang gestellt. Doch seit einiger Zeit taucht in mir eine andere auf: Wie möchte das Leben mich jetzt gestalten? Dieser Wechsel nimmt mir nichts von meiner Selbstwirksamkeit. Er ergänzt sie um Demut und Vertrauen. Er erkennt an, dass das Leben mir nicht nur Material liefert, das ich bearbeite – sondern dass ich selbst von ihm geformt werde, durch alles, was es mir schenkt und zumutet. Die eigentliche Frage ist dann vielleicht gar nicht mehr, wie ich Falten bekämpfe oder meine Resilienz optimiere, sondern: Wie antworte ich auf das, was das Leben mir gerade zumutet?

Vielleicht besteht die Kunst des Älterwerdens nicht darin, immer mehr aus dem Leben herauszuholen, sondern darin, dem Leben immer weniger im Weg zu stehen. Das ist im Kern eine Übung im Loslassen.

In meiner Arbeit nenne ich diese Haltung kontemplativ: nicht nur Autorin der eigenen Geschichte sein, sondern auch bereit, sich von ihr verändern zu lassen. Vielleicht beginnt genau dort die wichtigste Beziehung unseres Lebens: die Beziehung zum Leben selbst. Denn aus ihr wachsen alle anderen. Und vielleicht gilt deshalb auch umgekehrt, was mich seit Jahren begleitet: Wo Beziehungen gelingen, gelingt das Leben..

Die Antwort an meine Tochter

Zurück ins Auto, zurück zu dem Satz von der Rückbank. Er galt nie mir – genommen habe ich ihn mir selbst. Aber die Frage, die er in mir aufgemacht hat, die behalte ich, denn es ist die beste Frage, die man mir seit langem gestellt hat: Eine alte Mutter werde ich so oder so. Offen ist nur, welche.

Inzwischen habe ich eine Antwort. Ich möchte eine Frau werden wie meine Mentorin: mit wachem Blick und offenem Herzen, gebend und lernend, verwurzelt und neugierig zugleich. Großmutter vielleicht, Fragende ganz sicher. Eine, die mit achtzig noch wissen will, was ihre Enkel bewegt. Eine, die ihre eigene Geschichte angeschaut hat und deshalb in Frieden mit ihr lebt.

Vielleicht müssen wir gar nicht lernen, gut zu altern. Vielleicht reicht es, immer weniger gegen die Erfahrungen anzukämpfen, was das Leben ohnehin mit sich bringt

Ich möchte eine Frau sein, die mit dem Leben kooperiert.

Welche alte Frau braucht die Welt?

Und jetzt, ganz am Ende, verwandelt sich die Frage, mit der dieser Text begann, noch ein letztes Mal. Welche alte Frau will ich werden? – so habe ich sie mir gestellt, im Auto, vor dem Bild meiner Mentorin, beim Lesen meiner eigenen Geschichte. Aber je länger ich ihr nachgehe, desto deutlicher höre ich eine größere Frage dahinter: Welche alte Frau braucht die Welt?

Mit dieser Frage weitet sich der Blick. Die erste Frage richtet den Blick auf mich. Die zweite öffnet ihn – auf das Weitergeben, auf die nächste Generation, auf die Ratgeberinnen und Geschichtenhüterinnen, die uns fehlen. Dann geht es beim Älterwerden auf einmal nicht mehr nur um mein gelungenes Altern. Dann geht es darum, warum gelungenes Altern uns alle angeht: weil jede Frau, die wach, offen und weise alt wird, ein Bild in die Welt stellt, das jemand anderes dringend braucht.

Die Welt braucht wieder weise Frauen. Ich habe vor, eine von ihnen zu werden.

Und du? Welche alte Frau – oder welcher alte Mensch – möchtest du werden? Welches Bild möchtest du den Menschen hinterlassen, die nach dir kommen? Ich freue mich darauf, deine Gedanken in den Kommentaren zu lesen.


Ein Hinweis in eigener Sache: In diesem Text erwähne ich den Suizid eines Menschen aus meinem Umfeld. Wenn du selbst Gedanken daran hast, dir das Leben zu nehmen, sprich bitte mit jemandem darüber. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 oder unter telefonseelsorge.de.

Häufige Fragen zum Leben als Great Ager

Was ist ein Great Ager?

Great Ager ist ein von Johanna Wienzek geprägter Begriff für Menschen – meist jenseits der vierzig –, die sich bewusst gegen Jugendwahn und Altersklischees entscheiden und ihr Leben in genau dem Alter großartig gestalten, das sie haben. Anders als der Marketingbegriff „Best Ager“ beschreibt er keine Zielgruppe, sondern eine Haltung.

Was bedeutet es, in der zweiten Lebenshälfte lebendig zu bleiben?

Lebendigkeit hängt nicht am Geburtsjahr. Es gibt Menschen, die mit fünfunddreißig aufgehört haben zu staunen, und Menschen, die mit zweiundachtzig neugierig sind wie Kinder. Lebendig bleiben heißt: innerlich beweglich bleiben – weiter lernen, sich berühren lassen und auch das Schwere zulassen, statt das Leben auf Wiederholung zu stellen.

Ist die Menopause ein Ende oder ein Anfang?

Biologisch endet die Fruchtbarkeit – kulturell beginnt oft die einflussreichste Lebensphase. Die Großmutter-Hypothese aus der Evolutionsforschung legt nahe, dass die Menopause existiert, weil Frauen jenseits der Fruchtbarkeit für ihre Gemeinschaft besonders wertvoll sind; bei Orcas führen die postmenopausalen Weibchen sogar die Gruppe an. Der erlebte „Bedeutungsverlust“ ist damit weniger ein Naturgesetz als eine Erzählung unserer Kultur – und Erzählungen lassen sich ändern.

Kann man Verbitterung im Alter vorbeugen?

Verbitterung überfällt niemanden plötzlich; sie wird über Jahre eingeübt – durch tägliches Nörgeln, Groll und ungeklärte Geschichten. Vorbeugen lässt sich entsprechend früh: durch Biografiearbeit, durch Versöhnung mit der eigenen Geschichte und durch die bewusste Entscheidung, welche Haltung man täglich trainiert. Der Entwicklungspsychologe Erik Erikson beschreibt das Alter als Aufgabe, das eigene Leben bejahen zu lernen – und diese Aufgabe beginnt in der Lebensmitte.

Warum ist Biografiearbeit Zukunftsarbeit?

Weil jede ungeklärte Geschichte an der Zukunft mitschreibt. Biografiearbeit schaut zwar auf Vergangenes, aber sie entscheidet darüber, wie frei ich morgen lebe: Wer seine Geschichte versteht, muss sie nicht wiederholen und kann in der zweiten Lebenshälfte bewusst wählen, statt alten Mustern zu folgen. Mehr dazu in Biografiearbeit – das eigene Leben verstehen.

Macht die Beschäftigung mit der Endlichkeit nicht depressiv?

Die Forschung legt das Gegenteil nahe: Wenn Menschen ihre Zeit als begrenzt erleben, richten sie sich stärker auf das aus, was ihnen wirklich bedeutsam ist – so beschreibt es die sozioemotionale Selektivitätstheorie von Laura Carstensen. Viele ältere Menschen berichten trotz körperlicher Einschränkungen von hohem Wohlbefinden. Der Blick auf die Endlichkeit macht nicht schwermütig, sondern wählerisch: Er klärt, was zählt.

Woran erkenne ich, dass ich die Weichen für ein gutes Altern stelle?

An dem, was du täglich übst. Drei Fragen helfen: Schaust du deine eigene Geschichte an – oder läufst du vor ihr davon? Bleibst du lernend und neugierig – oder richtest du dich im Gewohnten ein? Und lebst du im Bewusstsein deiner Endlichkeit – sodass du immer bewusster wählst, was wirklich Bedeutung hat? Die alte Frau oder der alte Mann, der wir einmal sein werden, entsteht nicht erst im Alter. Er wächst in den Entscheidungen, die wir heute treffen

4 Kommentare zu „Gut altern heißt nicht, ewig jung zu bleiben“

  1. Avatar von Johanna Wienzek

    Liebe Pia,
    ich danke Dir von Herzen für diesen wahnsinnig tollen Beitrag. Ich habe ihn verschlungen und kann in allen Punkten nur rufen: Ja! Ja! Ja!
    Ich will auch eine weise Alte sein, und bin es auch schon immer gewesen, und dabei ewig jung, denn nichts erschüttert meine Lebendigkeit, und aller Schmerz der Welt vermag mich nicht zu brechen.
    Ich fühle mich jung und alt zugleich, und Dein Text hat mir gezeigt, warum das so ist. Tausend Dank für Deine Worte. 🙏
    Herzlichst, Johanna

    1. Avatar von Pia Hübinger

      Liebe Johanna,

      ich danke dir herzlich für diesen wunderbaren Kommentar.

      „Jung und alt zugleich“ – genau dieses Spannungsfeld finde ich so spannend. Ich bin überzeugt, dass Weisheit und Lebendigkeit keine Gegensätze sind, sondern nebeneinander wachsen können. Vielleicht sogar miteinander.

      Und dein Satz, dass du schon immer eine weise Alte gewesen bist, gefällt mir besonders. Denn vielleicht beginnt dieses Weise tatsächlich nicht erst irgendwann mit einem bestimmten Alter, sondern zeigt sich schon viel früher darin, wie wir auf das Leben schauen, was wir durchtragen und was uns trotzdem lebendig hält.

      Von Herzen
      Pia

  2. Avatar von Katja Paola Schoonbergen

    Liebe Pia,

    was für ein wunderbarer Artikel. Was für ein essayistisch gespannter Bogen mit so vielen Mosaiksteinchen, die Lust auf mehr machen. Besonders dieser Satz wird mich noch eine Weile begleiten:

    „Die Frau, die ich mit achtzig sein werde, entsteht nicht erst mit achtzig. Sie wächst in den Entscheidungen, die ich heute treffe.“

    Ich mag deinen Blick auf das Älterwerden sehr. Er macht Mut, weitet den Horizont und zeigt, dass es längst keine Lebensläufe „von der Stange“ mehr gibt. Genau das spiegeln auch die unterschiedlichen Lebensmodelle wider, die du beschreibst.

    Wie so oft nehme ich aus einem deiner Texte wieder neue Gedanken und Impulse mit. Das Bild des Durchlässigwerdens, deine kleinen Mutausbrüche und deine warmherzige Art, selbst über Endlichkeit zu schreiben, haben mich sehr berührt.

    Danke für diesen klugen, warmherzigen und gleichzeitig so menschlichen Artikel. ❤️

    1. Avatar von Pia Hübinger

      Liebe Katja,

      was für ein wundervoller Kommentar – ganz herzlichen Dank dafür. Deine Worte haben mich sehr berührt.

      Besonders freut mich, dass dich der Satz über die Frau, die ich mit achtzig sein werde, so angesprochen hat. Genau dieser Gedanke trägt für mich viel von dem in sich, worum es in dem Artikel geht: dass unser späteres Leben nicht irgendwann beginnt, sondern längst in unseren heutigen Entscheidungen, Beziehungen und kleinen Mutausbrüchen mitwächst.

      Gerade weil das Thema Älterwerden schnell schwer oder abstrakt werden kann, wollte ich darüber so schreiben, dass darin auch Weite, Lebendigkeit und Gestaltungslust spürbar bleiben.

      Danke, dass du dir die Zeit für diesen ausführlichen Kommentar genommen hast. Solche Rückmeldungen sind für mich ein großes Geschenk.

      Von Herzen
      Pia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Hallo - schön, dass du hier bist!

Mein Name ist Pia Hübinger.

Ich bin Diplompädagogin, psychologische Beraterin und Karuna-Trainerin im Rhein-Sieg-Kreis.

Ich unterstütze dich, lebendige, freundliche Beziehungen mit dir selbst und Anderen aufzubauen und auch in schwierigen Situationen dem Leben mit Wertschätzung und Zuversicht zu begegnen.

Da Beziehungen überall dort eine Rolle spielen, wo sich Menschen begegnen, arbeite ich sowohl mit Einzelpersonen, Paaren und Familien als auch mit Kindergärten, Schulen und Unternehmen.

Egal, welches Anliegen dich hierhergeführt hat: Ich heiße dich herzlich willkommen!

Leben ist nicht immer leicht. Manchmal geraten wir in Krisen und stecken fest in unseren Gefühlen und Gedanken. In geschütztem Rahmen begleite und unterstütze ich dich in herausfordernden Lebenssituationen. 

Vorwürfe, Distanz, ständig wiederkehrende Konflikte belasten deine Paarbeziehung oder dein Familienleben? Du fühlst dich nicht gehört, nicht gesehen, nicht verstanden? 

Menschen in sozialen und helfenden Berufen, die ihre Arbeit dem Wohlergehen Anderer widmen, finden hier einen geschützten Raum für die professionelle Reflexion ihrer Arbeit. 

Tragen Sie sich jetzt in den Newsletter ein und erhalten Sie die Übungsanleitung "Selbstmitgefühl statt Selbstkritik"
zum direkten Anhören!

Der Newsletter-/E-Mail-Versand erfolgt entsprechend meiner Datenschutzerklärung über den Anbieter ActiveCampaign. 

In meinem Newsletter geht es um Themen rund um Achtsamkeit, Beziehungsgestaltung und Kommunikation. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.