Ein Gastbeitrag von Inga Eichmann
Manchmal kommen Impulse von Menschen, deren Blick auf das Leben wunderbar zu den eigenen Themen passt. Deshalb freue ich mich sehr, heute Inga Eichmann hier auf meinem Blog begrüßen zu dürfen.
Inga ist Kräuterpädagogin und schreibt über Wildkräuter, Pilze und das Leben im Rhythmus der Jahreszeiten. Ich mag ihren aufmerksamen und zugewandten Blick auf die Natur und die damit verbundene Einladung, wieder genauer wahrzunehmen, was um uns herum und in uns selbst geschieht.
Deshalb habe ich Inga gefragt, ob sie ihr Wissen hier mit uns teilen möchte und ich freue mich sehr, dass sie meiner Einladung gefolgt ist. Gerade jetzt, wenn die Tage kürzer werden und viele von uns die Herbstmüdigkeit spüren, finde ich ihren Blick besonders wertvoll und hoffe, dass du darin die eine oder andere Anregung findest, die dich gut durch diese Jahreszeit begleitet. Weitere Impulse, wie du mit Achtsamkeit dem Winterblues begegnen kannst, habe ich in diesem Beitrag zusammengestellt.
Denn auch die Beziehung zu uns selbst beginnt für mich mit Wahrnehmen: Wie geht es mir gerade? Was brauche ich? Und welchen Rhythmus gibt mir das Leben vielleicht gerade vor? Mit solchen Fragen fängt es an, gerade dann, wenn Selbstfürsorge immer wieder auf der Strecke bleibt.
Und damit übergebe ich an Inga.
Liebe Inga, herzlich willkommen auf meinem Blog beziehungsweise! Und dir, liebe Leserin, lieber Leser, viel Freude beim Lesen und Entdecken.
Auf einen Blick: Herbstmüdigkeit entsteht vor allem durch fehlendes Licht: Der Körper bildet auch tagsüber mehr Melatonin. Heimische Wildkräuter können dich jetzt unterstützen – Brennnesselsamen, Löwenzahn, Gundermann und Minze, dazu als Bonus die Hagebutte.
Sammle nur, was du sicher erkennst, am besten mittags und zu zweit: So tankst du nebenbei Licht, Bewegung und Nähe. Und manchmal darf Müdigkeit auch einfach sein.
Wenn die Tage kürzer werden
Der Nebel hängt morgens noch lange über den Wiesen, die Sonne kämpft sich durch den Nebel und schafft es manchmal erst gegen Mittag hindurch, und ich stehe mit meinem Kräuterkorb am Wegesrand und gähne. Schon wieder.
Kennst du das auch? Kaum werden die Tage kürzer, fühlt sich alles ein bisschen schwerer an: der Kopf, die Beine, manchmal auch das Herz.
Ich freue mich sehr, heute bei Pia zu Gast zu sein. Denn Herbstmüdigkeit hat auch mehr mit Beziehung zu tun, als man zunächst denkt: mit der Beziehung zu unserem Körper, zu den Jahreszeiten und zu den Menschen, mit denen wir diese dunklere Zeit verbringen
Die Inhalte dieses Blogartikels:
ToggleWarum macht uns der Herbst so müde?
Die Antwort steckt im Licht. Oder besser gesagt darin, dass es fehlt. Wenn es morgens länger dunkel bleibt und der Himmel grau in grau hängt, bildet unser Körper mehr Melatonin. Ein Hormon, das uns abends sanft in den Schlaf wiegt. Nur eben jetzt auch tagsüber. Gleichzeitig kommt der Gegenspieler, das „Gute-Laune-Hormon“ Serotonin, etwas schwerer in Schwung. Das Ergebnis? Wir fühlen uns schlapp, antriebslos und manchmal auch ein bisschen dünnhäutig.
Und ganz ehrlich: Ein bisschen Rückzug darf sein. Die Natur macht es uns vor, sie zieht ihre Kraft gerade in die Wurzeln zurück. Aber wenn du dich mit Müdigkeit durch den Tag schleppst, lohnt sich ein Blick auf den Wegesrand. Denn dort wachsen ein paar grüne Helferlein, die dich sanft unterstützen können.
Brennnesselsamen: Kleine Protein-Power-Pakete
Im Sommer brennt sie uns an freiliegenden Knöcheln und Waden, im Herbst beschenkt sie uns. Jetzt hängen an der weiblichen Brennnessel die Samenstände in dichten, grün-bräunlichen Rispen, und in diesen winzigen Körnchen steckt erstaunlich viel: Eiweiß, wertvolle Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine. Nicht umsonst gelten Brennnesselsamen in der Volksheilkunde als kräftiges Stärkungsmittel bei Erschöpfung. Kleine Körnchen, große Wirkung. Ein ausführliches Porträt zur Brennnessel, wie du sie erkennst und von ähnlichen Pflanzen unterscheidest, erfährst du auf meinem Blog.
So nutzt du sie: Samenstände der weiblichen Pflanze (die hängenden) abschneiden, kopfüber in einer Papiertüte trocknen lassen und die Samen dann durch ein grobes Sieb reiben. In ein Schraubglas füllen und jeden Morgen einen Teelöffel über dein Müsli, deinen Salat oder den Quark streuen. Sie schmecken leicht nussig und machen sich auch wunderbar im selbstgebackenen Brot.
Tipp am Rande: Entweder beherzt zupacken und den ein oder anderen Stich in Kauf nehmen (hilft volksheilkundlich bei Gicht) oder Handschuhe an! Denn die Brennhaare sitzen auch jetzt noch an Stielen und Blättern.
Weil die Samen anregend wirken, genieße sie lieber morgens oder mittags und fange erstmal mit kleinen Mengen an.

Löwenzahn: Bitter macht munter
Den Löwenzahn kennt jedes Kind, und doch übersehen wir ihn im Herbst gern. Die Blüten sind verblüht, die Pusteblumen sind verblasen. Wir können ihn jetzt nur noch an der eng am Boden liegenden Blattrosette erkennen. Aber nicht verzagen, denn jetzt ist Wurzelzeit! Die Pflanze hat den ganzen Sommer über Kraft gesammelt und sie nach unten geschickt. Genau dort holen wir sie uns ab.
In Blättern und Wurzeln stecken Bitterstoffe, die Verdauung, Galle und Leber anregen. Und wenn die Verdauung gut arbeitet, fließt auch die Energie im Körper wieder freier. Das ist kein Hokuspokus, sondern ganz handfest: Wer gut verdaut, fühlt sich weniger träge. Bitter macht eben munter.
Darüber hinaus habe ich bereits in meinem Beitrag zum Löwenzahn über eine deutsche Labor-Studie geschrieben. Darin zeigte ein wässriger Extrakt aus Löwenzahnblättern in Zellversuchen eine hemmende Wirkung auf die Bindung von SARS-CoV-2-Spikeproteinen an ACE2-Rezeptoren. Ob und inwieweit sich diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen, ist damit jedoch nicht geklärt.
Ich selbst nutze seit der Coronazeit immer wieder eine Löwenzahnwurzel-Tinktur und verbinde damit persönlich gute Erfahrungen. Das ist meine individuelle Beobachtung und natürlich kein Beleg dafür, dass die Tinktur vor einer Infektion schützt oder diese verhindern kann, zumal sich die genannte Studie auf Blattextrakte bezog
So nutzt du ihn: Die Wurzeln ausgraben, gründlich waschen und bürsten, klein schneiden und trocknen. Für einen Tee einen Teelöffel Wurzelstückchen mit einer Tasse kaltem Wasser aufsetzen, kurz aufkochen und zehn Minuten ziehen lassen. Wer mag, röstet die Stückchen vorher in der Pfanne, dann schmeckt der Tee fast wie Kaffee. Die jungen Blätter aus der Rosettenmitte wandern klein geschnitten in den Salat.
Ein warmer Becher Löwenzahntee am Nachmittag wärmt von innen und weckt die Lebensgeister. Und er bringt dich dazu, kurz innezuhalten. Auch nicht schlecht, oder?

Wichtig: Bei Gallensteinen oder Gallenwegs-Erkrankungen bitte vorher ärztlich abklären!
Gundermann: Der unscheinbare Muntermacher
Gundermann ist so ein Kraut, an dem die meisten achtlos vorbeigehen. Er kriecht am Boden entlang, unter Hecken, an der Häuserwand, mit kleinen, runden, gekerbten Blättern. Zerreib mal eins zwischen den Fingern. Riechst du das? Würzig, ein bisschen minzig, ein bisschen herb. In diesen kleinen Blättern stecken wertvolle Bitterstoffe, ätherische Öle und reichlich Vitamin C. Gundermann regt den Stoffwechsel an und bringt etwas Frische in träge Tage. Und das Schöne: Man findet ihn oft bis weit in den Herbst hinein, manchmal sogar im milden Winter.
So nutzt du ihn: Ein paar junge Blätter und Triebspitzen fein schneiden und in jeden herbstlichen Salat, über Kürbissuppe oder in den Kräuterquark geben. Sparsam dosieren, denn sein Aroma ist kräftig, aber als Würzkraut ist er jetzt genau richtig.


Minze: Frischer Wind für den Kopf
Wenn der Kopf sich anfühlt wie in Watte gepackt, ist Minze meine erste Wahl. Ob Pfefferminze aus dem Garten oder Wasserminze vom Bachufer* (beachte dazu den Hinweis im nächsten Absatz): Ihre ätherischen Öle wirken erfrischend, belebend und krampflösend. Ein Hauch davon, und schon ist man ein bisschen wacher.
So nutzt du sie: Einen Teelöffel getrocknete oder eine Handvoll frische Blätter mit heißem Wasser übergießen, abgedeckt fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Der Deckel hält die ätherischen Öle in der Tasse. Mein Lieblingstrick für trübe Nachmittage: Löwenzahnwurzel und Minze zusammen aufgießen. Bitter trifft frisch. Wärmt von innen und weckt die Lebensgeister gleich doppelt.
Und wenn es mal schnell gehen muss: Ein frisches Minzblatt zwischen den Fingern zerreiben und tief einatmen. Drei Atemzüge, die dich zurück ins Hier und Jetzt holen. (Für Babys und Kleinkinder ist Pfefferminze wegen des Menthols nicht geeignet.)

*Aber ACHTUNG vor Verwechslung der Wasserminze mit dem giftigen Gemeinen Wasserdost. Dieser enthält Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen können. Das BfR rät davon ab, ihn innerlich anzuwenden. Ein weiterer potentieller giftiger Verwechslungspartner ist die leberschädigende Polei-Minze, die das giftige Pulegon, enthält. EMA – Use of herbal medicinal products containing pulegone and menthofuran


Auf diesen zwei Bildern kann man den Unterschied gut erkenne. Links die Blüten der Wasserminze in Nahaufnahme und rechts die Blüten des Wasserdosts in Nahaufnahme. Der Wasserdost bildet seine Blüten an einer schirmartigen Doldenrispe und hat daran kleine Körbchen mit vielen kleinen Blüten (Korbblütler) und die Wasserminze hat Blütenquirle mit vielen Blüten (Lippenblütler)
Ein Minzblatt zwischen den Fingern zu zerreiben dauert keine Minute, und du bist wieder im Moment. Nach demselben Prinzip wirken kurze Meditationen im Alltag.
Bonus: Hagebutte – leuchtendes Rot gegen das Grau
Wenn schon alles grau ist, dann bitte wenigstens mit roten Tupfen! Die Hagebutten leuchten jetzt an den Heckenrosen und sind echte Vitamin-C–Bomben. Sie enthalten ein Vielfaches dessen, was eine Zitrone mitbringt. Dazu kommen Carotinoide und Fruchtsäuren. Genau das Richtige, wenn Körper und Abwehrkräfte in die kalte Jahreszeit starten.
So nutzt du sie: Am besten vor dem ersten Frost sammeln, denn danach sind sie zwar süßer, aber überwiegend matschig. Eher geeignet für einen Wandersnack. Für die feste Variante gibt es zwei Verarbeitungsmöglichkeiten:
- Halbieren, die Kerne mit den kratzigen Härchen herausholen (Erinnerst du dich noch an das Juckpulver aus Kindertagen? Genau das. 😅) und die Schalen bei Zimmertemperatur, im Dörrautomaten oder Ofen bei höchstens 40 °C trocknen. Für den Tee zwei Teelöffel mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen.
- Halbieren und mitsamt den Kernen an einem warmen Platz mehrere Tage trocken oder bei nicht mehr als 40°C im Dörrautomaten oder Ofen trocknen. Dann in einer Kaffeemühle mahlen. Die weiche Hülle wird dabei zu Pulver, die harten Kerne bleiben weitgehend unversehrt. Das Pulver kannst du dann durch ein Sieb von den Kernen und den Härchen trennen. Das Pulver kannst du über Müsli streuen in Joghurt oder Smoothies etc. mischen. Die Kerne kannst du in einem Kernlesetee aufbrühen.
Und ganz nebenbei: Schon allein das Rot an einem grauen Novembertag hebt die Stimmung. Probier’s aus!



Reich an Vitamin C
Und wenn das Grau trotzdem bleibt: dem Novemberblues freundlich begegnen.
Mein Extra-Tipp: Geht zu zweit sammeln
Der beste Wachmacher wächst nicht im Korb, sondern auf dem Weg dorthin. Tageslicht ist das natürlichste Mittel gegen zu viel Melatonin. Es ist selbst an einem bedeckten Herbsttag draußen um ein Vielfaches heller als in der Wohnung. Wer also mittags eine halbe Stunde zum Kräutersammeln rausgeht, tankt ganz nebenbei Licht, Bewegung und frische Luft.
Und jetzt kommt der Teil, der mir besonders am Herzen liegt: Nimm jemanden mit. Deine Freundin, deinen Partner, dein Kind, die Nachbarin, mit der du schon ewig mal wieder quatschen wolltest. Gemeinsam langsam gehen, gemeinsam schauen, sich gegenseitig Pflanzen zeigen, die Nase in ein Gundermannblatt stecken und lachen. Das verbindet. Und schwuppdiwupp ist der Nachmittag schon heller.
Und zuhause? Da wird aus den Schätzen ein Tee gebraut, zwei Becher, ein Sofa, ein Gespräch ohne Handy. Ein kleines Herbstritual, das nicht nur deinem Körper guttut, sondern auch deinen Beziehungen.
Darf ich auch einfach müde sein?
Ja. Unbedingt. Der Herbst ist die Zeit des Loslassens, die Bäume machen es vor, Frucht für Frucht und auch schon bald Blatt für Blatt. Nicht jede Müdigkeit muss weggetrunken oder weggestreut werden. Manchmal ist sie einfach ein freundlicher Hinweis, dass wir einen Gang runterschalten dürfen. Die Kräuter sind für mich deshalb keine Wundermittel, sondern immer kleine Begleiter: ein Teelöffel Samen am Morgen, ein warmer Becher am Nachmittag, ein Spaziergang zu zweit. Und genau darin liegt für mich ihr eigentlicher Zauber.
Der Herbst macht es uns vor. Was Loslassen aus buddhistischer Sicht bedeutet, kannst du in diesem Artikel nachlesen.
Welches Kraut begleitet dich durch den Herbst? Und mit wem gehst du als Nächstes raus?
Grüne Grüße
Inga
Gut zu wissen: Sammle nur Pflanzen, die du sicher bestimmen kannst, und nur an unbelasteten Standorten (nicht direkt am Straßenrand oder an Hundewiesen). Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Vorerkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sprich bitte vorher mit Arzt/Ärztin oder den Apothekenmitarbeitenden. Und wenn die Müdigkeit über Wochen anhält oder dich richtig runterzieht, gehe bitte zum Arzt, denn, ohne medizinisch zu beraten, kann dahinter auch ein Eisen- oder Vitamin-D-Mangel stecken.
Über die Autorin
Inga Eichmann ist Kräuterpädagogin aus Potsdam und schreibt auf ihrem Blog WildKrautBraut über Wildkräuter, Pilze und das Leben im Rhythmus der Jahreszeiten. Ihr Anliegen: Menschen wieder mit der Natur vor der Haustür in Verbindung bringen, mit Neugier, Achtsamkeit, Respekt und Umsicht.
Quellen
Rheumaliga Schweiz, https://www.rheumaliga.ch, https://share.google/UMiYF0nQTSS4Y3utt
Steffen Guido Fleischhauer, Jürgen Guthmann, Roland Spiegelberger, Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen, AT Verlag 2020, 14. Auflage 2023, S. 401.
Dr. Eva-Maria Dreyer, Essbare Wildkräuter & ihre giftigen Doppelgänger, Wildkräuter sammeln, aber richtig, Kosmos Verlag 2020, S. 59, 67.
Bildnachweis: Alle Fotos wurden von Inga Eichmann aufgenommen und für diesen Gastartikel zur Verfügung gestellt. Die Bildrechte liegen bei der Fotografin. Eine weitere Verwendung ist nur mit ihrer ausdrücklichen Zustimmung gestattet.
Vom Lesen ins Tun
Mich hat Ingas Artikel gleich inspiriert: Gemeinsam mit meinen Kindern habe ich bereits die ersten Brennnesselsamen gesammelt. Und in den nächsten Tagen werde ich sicherlich auch noch Ausschau nach Gundermann halten – der fühlt sich in unserem Garten ohnehin ausgesprochen wohl.
Vielleicht ist das das Schönste an solchen Impulsen: dass etwas hängen bleibt und seinen Weg in den eigenen Alltag findet.
Was ist bei dir hängen geblieben? Welches Kraut möchtest du ausprobieren? Oder gibt es vielleicht sogar eines, das dich schon lange durch den Herbst begleitet?
Schreib es gerne in die Kommentare. Inga und ich freuen uns, von dir zu lesen.
Ein Moment für dich
Und vielleicht nimmst du neben all den Kräuterideen noch eine andere Frage mit: Was brauche ich gerade eigentlich?
Solche kleinen Momente des Innehaltens sind auch das Herzstück meines Newsletters Kindful Moments: ein freundlicher Moment mitten in deiner Woche – über das Menschsein, das Leben und alles dazwischen.
Wenn du dir davon mehr in deinem Alltag wünschst, freue ich mich, wenn du dabei bist.
Pia Hübinger ist Pädagogin, Coach und Trainerin für Achtsamkeit, Mitgefühl und achtsamkeitsbasierte Kommunikation. In ihrer Arbeit verbindet sie westliche und buddhistische Psychologie, Körperweisheit und Nervensystemarbeit zu einem heilsamen Prozess des Wieder-Ganz-Werdens. Sie ist davon überzeugt, dass Heilung und Veränderung dort beginnen, wo wir aufhören, uns selbst zu bekämpfen und lernen, uns mit liebevoller Präsenz zu begegnen.
Ihr Ansatz Radical Belonging verbindet psychologische Klarheit mit der Bereitschaft, auch schwierigen Erfahrungen nicht auszuweichen. Sie erteilt keine Diagnosen und keine Ratschläge, sondern schafft einen Rahmen, in dem Menschen ihrem eigenen Erleben begegnen können. Unzensiert, unverstellt, ungefällig. Denn nur wenn Veränderung an die eigene Erfahrung angebunden ist, hat sie Bestand.
Mehr über die Autorin erfährst du hier.



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