Das ist nicht nur der Titel eines unterhaltsamen Buches von der Autorin Elena Uhlig, das ich dieses Jahr gelesen habe, sondern steht auch sinnbildlich für das, was ich in diesem Jahresrückblick 2025 festhalten möchte. Wie schon in den letzten beiden Jahren schreibe ich diesen Rückblick im Rahmen der inspirierenden Jahresrückblog-Challenge von Judith Peters. Es ist für mich mittlerweile eine feste Tradition geworden, das Jahr auf diese Weise zu reflektieren und die Erlebnisse der vergangenen Monate in Worte zu fassen.
Auf einen Blick
Mein 2025 in einem Satz: Ein Jahr, in dem ich 50 geworden bin – und klarer, freundlicher und entschlossener auf mein eigenes Tempo höre.
Du findest hier: viele Fotos, meine wichtigsten Learnings und die Entscheidungen, die ich mit nach 2026 nehme.
Themen: Verbindung & Gemeinschaft, neue Projekte/Angebote, Gesundheit & Selbstfürsorge, Reisen & Alltag, innere Arbeit.
Lesetipp: Nimm dir Zeit – oder spring direkt zu den Kapiteln, die dich gerade rufen.
Eigentlich war mein Plan für diesen Meilenstein – die große 50 – ziemlich plakativ. Ich wollte „fit wie ein Turnschuh“ sein, voller Elan auf diese Zahl zusteuern und der Welt (und mir selbst) beweisen, dass man mit 50 physisch auf dem Zenit stehen kann. Die Realität sah oft anders aus. Wenn ich ehrlich bin, bin ich 2025 gegen Wände gelaufen, die ich vorher nicht einmal gesehen habe. Die Perimenopause hat mich nicht höflich gefragt, ob sie willkommen ist, sondern ist mit Symptomen in mein Leben gestürmt, die meinen Schlafrhythmus, meine Konzentration und meine Energie ordentlich zerlegt haben.
Mein Schreibtisch war trotzdem voll. Ich habe (fast) immer „Ja“ gesagt, wenn Projekte spannend klangen, und dabei ignoriert, dass mein Körper eigentlich nach Bewegung oder Zeit in der Natur schrie. Es gab Tage, da fühlte sich das „Tempolimit“ verdammt real an. Nicht, weil ich nicht wollte, sondern weil der Akku schlichtweg leer war. Ich habe am Schreibtisch festgeklebt, während ich eigentlich draußen sein wollte, und habe gemerkt, dass Disziplin allein gegen hormonelles Chaos und einen übervollen Terminkalender manchmal den Kürzeren zieht.
Aber genau hier liegt der Kern dieses Jahresrückblicks 2025: Das (k) im Tempolimit steht für die Erkenntnis, dass 50 kein Grund zum Abbremsen ist, sondern die Aufforderung, den Motor anders einzustellen. Ich habe in diesem Jahr eine radikale Bestandsaufnahme gemacht. Ich habe verstanden, dass Energie keine unendliche Ressource ist, sondern meine wichtigste Währung, die ich aktiv verwalten muss.
Dieser Jahresrückblick ist eine ehrliche Inventur meiner Stolpersteine, meiner Erfolge und der tiefen Dankbarkeit für das, was gehalten hat. Er ist die Basis für alles, was 2026 kommen darf.
Netzwerken und Verbindung: Das Weben am „Großen Wir“
Lange Zeit war das Wort „Netzwerken“ für mich ein kühler Begriff. Er schmeckte nach strategischem Kalkül, nach steifen Visitenkarten-Abenden und oberflächlichem Geplänkel – Dinge, die mir zutiefst fremd sind. Ende 2024 saß ich zu Hause und spürte eine wachsende Sehnsucht nach Resonanz. Mir fehlten die persönlichen Begegnungen mit Menschen, die im selben Boot sitzen wie ich. Menschen, die ebenfalls ein Unternehmen aufbauen, die etwas bewirken wollen und die die Unsicherheiten der frischen Selbständigkeit kennen. Ich suchte nach innovativen Formaten, die mehr Tiefe zulassen, und fand schließlich das Programm #frauenstärken sowie das CoachCamp Köln.
Dort passierte etwas Wesentliches: Ich erkannte, dass ich längst netzwerke; ich hatte es nur nie so genannt. Wie vermutlich viele Frauen habe ich über Jahre hinweg dichte Netze gewebt: rund um meine Kinder, in der Nachbarschaft, in sozialen Projekten. Es war immer schon da, dieses Knüpfen von Verbindungsfäden. Bei #frauenstärken lernte ich, wie man diese Fäden auch digital auf LinkedIn weiterspinnt, und begegnete echten Role Models, die mir zeigten, dass Professionalität und Nahbarkeit kein Widerspruch sind.
Ein absolutes Highlight war mein erstes CoachCamp im Bürgerhaus Stollwerck. Das Motto dort war „Das große Wir“, und selten habe ich ein Motto so unmittelbar verkörpert erlebt. Obwohl ich als „Neuling“ kam, wurde ich herzlich in eine Gemeinschaft aufgenommen, die von lebendigem Austausch und gegenseitiger Unterstützung getragen war. Schon die Vorstellungsrunde mit meinen drei Hashtags – #buddhistischePsychologie, #Körperweisheit und #KölnerKarneval – öffnete Türen zu Gesprächen, die weit über das Übliche hinausgingen.
Beseelt von dieser Energie wagte ich am zweiten Tag etwas: Ich bot spontan eine eigene Session an. Ich stellte eine Supervisionspraxis aus der kontemplativen Psychologie vor – eine Methode, die auf Maitri (liebevoller Güte) basiert. Anstatt Konflikte zu zerreden oder analytisch zu sezieren, lädt diese Praxis die Dynamik einer Beziehung ein, sich im geschützten Raum einfach zu zeigen. Wir nennen das „Austausch“: das direkte, ungehinderte Teilen von Energie.
Es war magisch. Eine Teilnehmerin brachte einen realen Konflikt ein, der sie schon länger beschäftige. Durch die körper- und beziehungsorientierte Arbeit wurde das, was im Verborgenen wirkte, plötzlich für alle im Raum spürbar. Wenn Beziehung nicht mehr nur gedacht, sondern gefühlt wird, entsteht Raum für echte Wandlung. Die tiefe Wertschätzung der Kolleg*innen nach dieser Session hat mich darin bestärkt, diese kraftvolle Arbeit in Zukunft noch viel mehr Menschen zugänglich zu machen.
Eine Übersicht über die verschiedenen Sessions am 2. Barcamp-Tag im Bürgerhaus Stollwerck in Köln.
Diese neue Freude an der Verbindung führte mich schließlich zum Frauennetzwerk Bonn. Es war eine jener Fügungen, die das Jahr 2025 für mich bereithielt: Schon nach meinem ersten Besuch übernahm ich die Rolle der Koordinatorin. Seit Juli halten wir nun monatlich diesen Raum für Austausch, und ich genieße es sehr, zu sehen, wie allmählich aus einzelnen Begegnungen ein tragfähiges Geflecht entsteht. Für 2026 plane ich bereits, den Standort nach Siegburg zu verlegen, um noch mehr Frauen in der Region diesen Raum für ein „Großes Wir“ zu eröffnen.
Was ich in diesem Jahr über das Netzwerken gelernt habe? Es ist keine lästige Pflicht. Es ist die Kunst, den Raum zwischen uns leuchten zu lassen.
Meine Angebote im Jahr 2025
Longevity Lebensfreude – Warum ich für meine Enkelkinder heute schon meinen Geist trainiere
Lange Zeit war der Begriff „Longevity“ für mich eher befremdlich. Ich assoziierte damit das Silicon Valley, Tech-Milliardäre wie Bryan Johnson und eine fast schon obsessive Selbstoptimierung, die Unmengen an Geld verschlingt. Das fühlte sich weit weg an, kühl und irgendwie künstlich. Doch im Laufe dieses Jahres 2025 hat sich meine Perspektive radikal gewandelt. Mir wurde klar: Longevity ist kein Luxusgut für Eliten, es ist eine Entscheidung für das Leben und für die Menschen, die wir lieben.
Für mich geht es nicht nur um die Lifespan (die bloße Anzahl der Jahre), sondern um die untrennbare Verbindung von Healthspan und Joyspan. Was nützen uns viele Jahre, wenn die Gesundheit schwindet oder die Freude am Sein versiegt? Ich möchte lange leben – und zwar voller Energie und Klarheit.
Meine Motivation ist dabei zutiefst persönlich: Ich möchte meine drei Kinder noch lange auf ihrem Weg begleiten. Ich möchte da sein, wenn sie ihre eigenen Wege finden. Und ja, ich möchte irgendwann unsere Enkelkinder aufwachsen sehen. Und das nicht passiv vom Sofa aus, sondern ich möchte eine aktive Rolle in ihrem Leben spielen – so wie meine eigenen Lieblingsgroßeltern es für mich taten. Sie waren für mich weise, geduldige Begleiter, ein sicherer Hafen. Dass sie viel zu früh verstorben sind, ist ein Verlust, den ich heute noch spüre. Ich möchte meinen Kindern und Enkeln (und auch mir selbst) dieses Geschenk der langen, gemeinsamen Zeit machen.
„Longevity Lebensfreude“ ist also mein persönliches Fitnessstudio für den Geist geworden. Es geht darum, heute die Weichen zu stellen, damit wir auch mit 80 oder 90 noch mit leuchtenden Augen am Leben teilnehmen können. Ich bin überzeugt, dass wir keine Unsummen an Geld benötigen, um unsere Vitalität zu fördern, aber wir brauchen Bewusstsein. Sowohl die westliche Wissenschaft als auch die buddhistische Psychologie bieten uns dafür einen riesigen Schatz an Werkzeugen. Mir wird immer deutlicher, wie massiv die Wechselwirkung zwischen einem stabilen Geist, unseren Emotionen und unserem Körper ist. Ein Geist, der im Gedankenkarussell gefangen ist, erzeugt Stress, der den Körper vorzeitig altern lässt. Ein Geist hingegen, der in liebevoller Güte(Maitri), Mitgefühl und Präsenz geschult ist, schafft ein inneres Milieu, in dem Heilung und Vitalität möglich sind.
Wachstumsschmerzen: Das Abenteuer des ersten großen Launchs
Hinter der fertigen Vision von „Longevity Lebensfreude“ steckte in diesem Jahr jedoch auch eine enorme Kraftanstrengung. Der Prozess des Launchs war für mich eine Zeit extremer Herausforderung. Ich bin an meine Grenzen gestoßen – und oft auch darüber hinausgewachsen. Das ging nicht ohne echte Wachstumsschmerzen. Ich habe gelernt, was es bedeutet, sich technisch und strategisch so weit vorzuwagen: Landingpages, E-Mail-Sequenzen, Webinare.
In dieser intensiven Phase war ich zum Glück nicht allein. Meine Mastermind „Smash It“ war mein Rettungsanker. Ein riesiges Dankeschön an Gretel Niemeyer und ihr Team. Ohne diese Unterstützung, diesen geschützten Raum für Zweifel und Zuspruch, wäre der Weg viel einsamer gewesen.
Als dann der Moment kam und der Kurs am Ende nicht zustande kam, war die Enttäuschung erst einmal groß. Da war sie, die Stille nach dem Sturm. Ich musste mir erlauben, traurig zu sein, das Erlebte sacken zu lassen. Doch genau in dieser Stille wurde mir etwas klar: Das Interesse an dem Thema ist groß, das haben mir die Rückmeldungen zum Webinar gezeigt. Vielleicht war nur das Format noch nicht das richtige, oder wir haben die Brücke zwischen der Vision und dem täglichen Bedarf noch nicht klar genug kommuniziert.
Hand aufs Herz: Es hat sich keine Gruppe gebildet. Die Enttäuschung war zunächst groß, denn ich hatte viel Zeit und Herzblut in dieses Programm gesteckt. Eine altbekannte Stimme in mir wurde laut, die von Scheitern und Scham erzählen wollte. Doch schnell wurde ich gnädiger mit mir. Denn schon der Arzt und Psychotherapeut Alfred Adler stellte fest:
Was machst Du als erstes, wenn Du schwimmen lernst? Du machst Fehler, oder? Und dann? Machst Du mehr Fehler. Und wenn Du alle Fehler gemacht hast, die Du überhaupt machen kannst, ohne zu ertrinken – und viele davon wieder und wieder – was findest Du heraus? Dass Du schwimmen kannst? Im Leben ist es genauso wie beim Schwimmen lernen! Hab keine Angst vor dem Scheitern, denn es gibt keinen anderen Weg, wirklich zu leben.
Alfred Adler
Ich durfte erleben, dass Energie nie verloren geht, sie wandelt nur ihre Form. Aus den Interessentinnen für den Kurs entstanden tiefe, wunderbare Einzelbegleitungen in meinem Format „Vertrauensvoll voran“. Es war, als bräuchten diese Frauen gerade nicht die Gruppe, sondern den ganz geschützten Raum des 1:1. Und ich bin dankbar, dass ich genau das nun mit geschärftem Fokus anbieten kann.
Und dann klopfte das Leben an einer ganz anderen Ecke an. Ein Pflegeheim signalisierte Interesse an dem Longevity-Konzept – aber für das Team, für die Pflegenden selbst. Das hat mich tief bewegt. In einem Beruf, der so oft mit dem Gefühl von „minderem Wert“ kämpft und in dem man täglich sieht, wie Bitterkeit im Alter aussehen kann, ist die Frage nach der eigenen geistigen Gesundheit und Lebensfreude essenziell. Ich bin sehr gespannt, was sich im nächsten Jahr aus dieser Idee heraus entwickeln wird.
Lebenswerk ai – Dem Vergessen ein Schnippchen schlagen
Es gibt Ideen, die klopfen nicht leise an, sie stürmen die Tür ein. Als Ende 2024 die Idee zu Lebenswerk ai geboren wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. Es war einer dieser seltenen Momente der Klarheit, in denen ich sofort sah: Das ist es. Das ist das Werkzeug, auf das ich – ohne es zu wissen – schon lange gewartet habe.
Vielleicht mag es im ersten Moment überraschen, dass ich mich als Coachin mit Fokus auf die kontemplative Psychologie nun auch im Feld der Künstlichen Intelligenz bewege. Doch wer mich und meine Arbeit kennt, weiß, dass mich die Arbeit an und mit Biografien schon mein ganzes Berufsleben begleitet.
Die Wurzeln: Biografiearbeit als Lebensaufgabe
Schon in meiner Zeit als Sonderpädagogin in der Frühförderung war ein Schwerpunkt meiner Arbeit biografisch. Es ging darum, Eltern dabei zu begleiten, die Diagnose einer Behinderung ihres Kindes in ihre eigene Lebensgeschichte zu integrieren. Wir haben Anamnesen erstellt, die weit über medizinische Daten hinausgingen, und Glaubenssätze hinterfragt, die oft über Generationen weitergegeben wurden. Denn wenn ein Kind mit einer Hörschädigung, einer Autismus-Spektrum-Störung oder einem genetischen Defekt in eine Familie kommt, greifen die alten Erziehungsmuster nicht mehr. Eltern müssen ihre ursprüngliche Idee von Familienleben loslassen und die eigene Geschichte neu schreiben. Und auch in der Beratung und Begleitung von Erwachsenen ist die Biografie für mich immer der Schlüssel zum Verständnis der Gegenwart.
Die Vision: Technik im Dienste der Menschlichkeit
Als die Idee zu Lebenswerk ai geboren wurde, sah ich hinter der Technik vor allem das Potenzial für die Menschen. Gemeinsam mit meinem Mann Tobias und unserem Freund Florian Burg haben wir ein Werkzeug geschaffen, das eine der komplexesten Aufgaben des Lebens erleichtert: das Erzählen der eigenen Geschichte.
Denn was macht uns als Menschen mehr aus als unsere Geschichten? Das Schreiben der Biografie steht bei vielen auf der Bucketlist, doch der Berg ist oft zu hoch. Es geht nicht nur um das Erinnern, sondern um das Ordnen, Strukturieren, Verschriftlichen und Formatieren. Hier hilft Lebenswerk ai als geduldige Zuhörerin. Damit der Einstieg leichter fällt, haben wir Videos aufgenommen, in denen ich die Nutzer*innen behutsam vorbereite und in die Themen der insgesamt 12 Kapitel einführe. Aus einem Pool von über 1000 Fragen wählt die KI individuell genau die Impulse aus, die relevant sind, So wird nach und nach ein roter Faden sichtbar.
Wie bei einer Kintsugi-Schale werden mit Lebenswerk ai die einzelnen Geschichten und vermeintlichen Bruchstücke des Lebens zu einem einzigartigen Gesamtwerk zusammengesetzt.
Resonanz: Wenn Geschichten lebendig werden
Wie kraftvoll das wirkt, durfte ich in diesem Jahr auf zwei Ebenen erleben. Ein Pflegeheim, das Lebenswerk ai im Rahmen eines Pilotprojekts genutzt hat, organisierte eine Lesung. Ein 92-jähriger Bewohner und eine 86-jährige Bewohnerin lasen aus ihren innerhalb von 6 Wochen erstellten Biografien vor. Es war zutiefst berührend. Im Publikum entstanden sofort Gespräche: „Genau so war es bei mir auch!“ oder „Das habe ich ganz anders erlebt!“ bis hin zu einem staunenden „Stimmt, das hatte ich völlig vergessen.“ Es war eine kollektive Vergewisserung der eigenen Identität.
Und dann war da die persönliche Begegnung. Ich habe Lebenswerk ai meiner Mutter zu ihrem 70. Geburtstag geschenkt. Anfangs war sie skeptisch. Sie fand, sie müsse das alles „selbst“ schreiben, ganz klassisch. Doch wir begannen gemeinsam, und schon bei den ersten fünf Sätzen passierte es: Ich erfuhr etwas völlig Neues über meine eigene Familiengeschichte. Es kam eine dramatische Begebenheit aus der Kriegszeit ans Licht, die mein Elternhaus betraf. Eine Geschichte, die nie erzählt worden war, weil die Erinnerung daran verschüttet war und erst durch die gedankliche Auseinandersetzung mit den biografischen Fragen aktiviert wurde.
Innovation gegen das Vergessen
Lebenswerk ai ist für mich 2025 zum Beweis geworden, dass Technologie dann am wertvollsten ist, wenn sie uns hilft, einander wirklich zuzuhören und das Kostbarste zu bewahren: unsere Geschichten, unsere Würde und unsere Menschlichkeit. In der Pflege gibt es den Menschen ihre Geschichte zurück, die im Alltag manchmal unterzugehen droht.
Für mich persönlich war dieses Projekt auch eine Reise an der Seite von Tobias. Es ist ein ganz eigenes Abenteuer, als Ehepaar gemeinsam an einer Vision zu arbeiten, sich gegenseitig zu fordern und die unterschiedlichen Welten – seine medizinische und unternehmerische Expertise, Florians technisches Know-how und meine psychologische Sicht auf den Menschen – miteinander zu verweben. Innovation ist dann am stärksten, wenn sie ein zutiefst menschliches Problem löst: die Angst vor dem Vergessenwerden.
An vielen Häusern in der Bretagne hängen Fotos und Informationen von verstorbenen Familienmitgliedern. Sie erzählen die Geschichte des Hauses. Und auf Föhr habe ich die „Sprechenden Grabsteine“ in Nieblum entdeckt. Ihre Inschriften erzählen vom Familien- und Berufsleben sowie von besonderen Ereignissen im Leben der Verstorbenen
Bildung als Lebenselixier: Unser Workshop auf dem Light-Up Bildungsfestival
Mitte Juni führte mich mein Weg zum Light-Up Bildungsfestival. Gemeinsam mit meinem Mann durfte ich dort einen Workshop leiten, der uns ein echtes Herzensanliegen war: „Wie Demokratisierung in Gesundheit und Bildung uns länger und gesünder leben lässt“.
Das Festival stand unter der großen Frage, wie wir Schule und alle am Bildungsprozess Beteiligten zukunftsfähig machen können. Für uns war klar: Zukunftsfähigkeit beginnt im Kopf, mit dem sogenannten Growth Mindset. Wer glaubt, dass seine Fähigkeiten und seine Gesundheit in Stein gemeißelt sind, wird sich den Herausforderungen der Zukunft passiv ergeben. Wer aber versteht, dass wir lebenslang lernen und uns entwickeln können, gewinnt die Freiheit, sein Leben aktiv zu gestalten.
In unserem Workshop haben wir die Brücke geschlagen: Ein Growth Mindset ist die Grundvoraussetzung, um zur Expertin oder zum Experten der eigenen Gesundheit zu werden. Wir müssen lernen, die Signale unseres Körpers zu verstehen und die Werkzeuge zu nutzen, die uns heute zur Verfügung stehen. Das ist für mich gelebte Demokratisierung: Wissen und Kompetenz gehören nicht in die Hände weniger Spezialisten, sondern mitten hinein in unser aller Alltag.
Dabei wurde mir wieder einmal bewusst, wie wichtig die Wurzeln sind. Der Grundstein für dieses dynamische Selbstbild wird bereits im Kindesalter gelegt – im Elternhaus, in der Kita, in der Schule. Es ist eine der wichtigsten Future Skills, Kindern die Neugier auf das Lernen und das Vertrauen in die eigene Wandlungsfähigkeit mitzugeben. Wenn wir lebenslanges Lernen nicht als lästige Pflicht, sondern als Schlüssel zu einem gesunden, langen Leben begreifen, verliert das Älterwerden seinen Schrecken. Es wird zu einer kontinuierlichen Entdeckungsreise.
Der Austausch mit den engagierten Menschen auf dem Festival hat mich sehr darin bestärkt, dass meine Arbeit an der Schnittstelle von psychologischer Gesundheit und lebenslanger Bildung genau dort ansetzt, wo die Zukunft gestaltet wird: bei unserer inneren Haltung.
Aus Legosteinen bauen die Teilnehmer*innen ihre Schule der Zukunft. Was braucht Schule, um Kinder und Jugendliche zukunftsfähig zu machen?
Worry Less – Ein kleiner Wegweiser zurück zum inneren Frieden
Ein wunderbarer kreativer Impuls im letzten Quartal des Jahres war die Einladung von Christa Daschnerzu ihrer 5-Tage-Geschenke-Woche „Vital in den Herbst“. Es war eine jener Gelegenheiten, bei denen das Netzwerken und das Erstellen neuer Angebote auf ganz natürliche Weise ineinanderflossen.
In dieser Woche ging es darum, gemeinsam mit anderen Expertinnen Tipps und Hilfestellungen zu teilen, wie man kleine, aber wirkungsvolle Schritte in den Alltag integrieren kann, um sich gerade in der dunkleren Jahreszeit vital, ausgeglichen und wohl im eigenen Körper zu fühlen. In diesem inspirierenden Rahmen sind insgesamt neun verschiedene Freebies zusammengekommen – ein ganzer Werkzeugkasten voller Energie und Leichtigkeit.
Mein eigener Beitrag zu dieser Runde liegt mir besonders am Herzen, da er die Essenz meiner täglichen Arbeit und meiner eigenen Erfahrung bündelt. Hier kannst du dir mein neues Workbook Worry Less – Raus aus dem Sorgenmodus herunterladen.
Wir alle kennen diese Phasen, in denen das Gedankenkarussell Fahrt aufnimmt und uns den Schlaf oder die Konzentration raubt. Mit „Worry Less“ wollte ich ein Werkzeug schaffen, das nicht nur theoretisch erklärt, was da im Kopf passiert, sondern ganz praktisch ansetzt. Es enthält kreative Übungen und achtsame Praktiken, die dabei helfen, negatives Denken sanft zu beruhigen und den Weg zurück zum inneren Frieden zu finden.
Es hat mir große Freude bereitet, diese Inhalte so aufzubereiten, dass sie leicht zugänglich sind. Denn genau darum geht es mir: Mehr Energie und Leichtigkeit in den Alltag zu bringen – ganz egal, wie stürmisch es im Außen gerade zugehen mag.
30 Jahre Abitur: Wer sind diese alten Leute?
Es gibt Begegnungen, die wie ein Brennglas wirken. Auf mein 30-jähriges Abitreffen hatte ich mich riesig gefreut, vielleicht auch deshalb, weil unser 25-jähriges Jubiläum den Corona-Beschränkungen zum Opfer gefallen war. Nun war es so weit, und der Westerwald empfing uns mit strahlendem Sonnenschein.
Der Start war jedoch alles andere als beschaulich. Da meine Mutter am Tag zuvor ins Krankenhaus musste, war die Familienlogistik ordentlich durcheinandergewirbelt worden. So betrat ich den Schulhof fast in letzter Sekunde, mit meinen Sohn an der Hand, den ich kurz darauf zu meiner Tante bringen wollte. In diesem Moment des Ankommens passierte etwas Kurioses: Ich blickte über den Hof und dachte für einen winzigen Augenblick: Wer sind denn all diese alten Leute?
30 Jahre später: Ein Ort, der sich vertraut anfühlt, und Menschen, die Geschichten erzählen. Zeit spielt keine Rolle, wenn man sich etwas zu erzählen hat.
Es war dieser typische „Abitreffen-Moment“. Manche erkannte ich auf den ersten Blick wieder, obwohl ich sie seit zwei oder drei Jahrzehnten nicht gesehen hatte, andere erkannte ich auch nach längerer Betrachtung nicht wieder. Doch kaum hatten wir die ersten Worte gewechselt, schmolz die Zeit dahin. Der Schulleiter führte uns durch das Schulgebäude – ein Mix aus dem vertrauten Alten und beeindruckenden neuen Räumen wie der Aula. Ein besonderer Akt war das Durchstöbern unserer alten Abiturklausuren, die alphabetisch geordnet in einem Klassenraum auslagen. Es ist ein seltsames Gefühl, die eigenen Gedanken von vor 30 Jahren schwarz auf weiß in den Händen zu halten. Ich habe sie mitgenommen und meinen Kindern gezeigt, als Beispiel dafür, dass Schulnoten wenig aussagekräftig sind.
Nach dem offiziellen Teil brachen wir zu einer gemeinsamen Wanderung zum Köppel auf. Der Köppel ist vielleicht kein architektonisches Juwel, aber für uns Unterwesterwälder ein zutiefst vertrauter Ort. Das gemeinsame Hochlaufen war das eigentliche Geschenk: In immer neuen Konstellationen ergaben sich Gespräche, die mal leicht und mal tiefgründig waren. Oben angekommen, pfiff uns der typisch kalter Westerwald-Wind um die Ohren, ehe wir uns bei gutem Essen und kühlen Getränken in der Hütte aufwärmten. Mein persönliches Highlight: Ich stieg mit den sechs Mitschüler*innen, mit denen ich bereits die Grundschulbank gedrückt hatte, auf den Aussichtsturm. Dort oben passierte es: Wir bekamen die exakt gleichen Lachanfälle wie damals in der dritten Klasse. In diesem Moment schien unsere Schulzeit nur einen Wimpernschlag entfernt.
Der Köppel – Mehr als 30 Jahre lang war ich nicht mehr dort. Als Kind habe ich Wanderungen dahin gehasst, aber ich bin mit großer Freude dort hin geritten.
Doch der Tag hatte auch eine andere, leisere Seite. Eine Schulfreundin war zum ersten Mal dabei. Sie erzählte mir sehr offen, wie sehr sie während der Schulzeit gelitten hatte. Als „Zugezogene“ hatte sie sich nie richtig zugehörig gefühlt. Ihre Worte hallten in mir nach. Auch mir war das Gefühl nicht ganz fremd: Obwohl ich mit vielen gut auskam und in verschiedenen Cliquen unterwegs war, hat sich kein Kontakt über die Schulzeit hinaus dauerhaft gehalten.
Auf dem Heimweg wurde ich nachdenklich. Ich dachte an die ehemaligen Mitschüler*innen, die noch nie zu einem Treffen gekommen waren, und mir kamen alte Mobbingvorfälle in den Sinn, die damals einige hart getroffen hatten. In meiner täglichen Arbeit als Coachin begegnen mir diese Geister der Vergangenheit immer wieder. Es ist erschütternd zu sehen, wie tief der Schmerz über soziale Ausgrenzung auch nach Jahrzehnten noch sitzen kann und wie sehr er das heutige Leben einschränken kann. Es ist ein Thema, das oft unterschätzt wird, dessen Auswirkungen ich aber immer wieder in meinen Coachings sehe. Hier habe die Gewaltfolgen im Nervensystem am Fallbeispiel einer Lehrerin in ihren Vierzigern beschrieben.
Das Abitreffen war somit viel mehr als nur ein Ehemaligen-Treffen. Es war eine Erinnerung daran, dass wir alle unsere Rucksäcke tragen und dass es eine lebenslange Aufgabe ist, Frieden mit der eigenen Geschichte zu schließen.
Ein wundervoller Tag geht zuende.
Die buddhistische Jahresgruppe: Warum das Leben keine Generalprobe ist
Erst beim Schreiben dieser Zeilen wird mir bewusst, wie viel Tobias und ich in diesem Jahr gemeinsam unternommen und gestaltet haben. Das gilt auch für einen Bereich, der tief in mein Inneres führt: die buddhistische Jahresgruppe unter der Leitung von Barbara Märtens.
Der Auftakt führte uns an einen Ort, der für mich ein echter Kraftort ist: das Haus Ebersberg. Da ich dort bereits meine dreijährige Weiterbildung in Kontemplativer Psychologie absolviert habe, fühlte sich das Ankommen wie ein Heimkommen an. Es war der Beginn eines neuen Kapitels, und doch gab es viele vertraute Gesichter. Viele in unserer Gruppe haben ebenfalls den Weg der Kontemplativen Psychologie hinter sich – manche zeitgleich mit mir, andere davor oder danach. Diese gemeinsame Basis schafft eine ganz besondere Tiefe im Austausch.
In dieser Jahresgruppe vertiefen wir unsere Meditationspraxis und setzen uns intensiv mit den Lehren des Hinayana- und Mahayana-Buddhismus auseinander. Es ist ein Weg aus Vorträgen, Selbststudium und dem gemeinsamen Forschen. Einmal im Monat treffen wir uns als gesamte Gruppe online via Zoom für Unterweisungen und Praxis; dazwischen finden in Kleingruppen intensive Begegnungen statt, in denen wir das Gelernte in unser Leben integrieren.
Es würde den Rahmen dieses Rückblicks sprengen, all die Erfahrungen im Detail zu schildern – dazu wird es im nächsten Jahr sicherlich den einen oder anderen Blogartikel geben. Doch eine Lehre hat mich in diesem Jahr besonders berührt und begleitet mich täglich in meinem Alltag: die vier Erinnerer. Sie übersetzen die vier edlen Wahrheiten auf eine ganz praktische Ebene:
Schätze dein Leben. Mache etwas Sinnvolles.
Das Leben ist kurz. Lass das Leben eine Feier sein.
Du schaffst deine eigene Realität. Sorge dafür, dass es eine gute ist.
Sich im Kreis zu drehen, ist sinnlos. Wache auf.
Diese Sätze sind für mich mehr als nur Worte. Sie sind Kompassnadeln für ein bewusstes Leben. Besonders der Aufruf, das Leben als Kostbarkeit zu begreifen und die eigene Realität aktiv und gut zu gestalten, war in diesem ereignisreichen Jahr ein wertvoller Anker.
Ich werde 50
Im August bin ich 50 geworden. Es war ein besonderer Schwellenmoment, auch weil er eine neue Phase des Familienlebens einläutete: Es war der erste Geburtstag, an dem zwei meiner Kinder nicht zu Hause waren. Meine 16-Jährige genoss die Freiheit mit ihrer besten Freundin auf Baltrum, und meine 12-Jährige verbrachte eine Woche Reiterferien im Münsterland.
Genau dorthin machten wir – Tobias, unser Sohn und ich – uns am Vorabend meines Geburtstags auf den Weg. Der eigentliche Festtag begann früh und unprätentiös: Nach einem liebevollen Frühstück im Hotel standen wir schon zeitig auf dem Reitplatz. Es war eine Idylle wie aus einer Filmkulisse. Die Sonne schien, die Kinder strahlten, und unsere Tochter zeigte uns voller Stolz und Aufregung, was sie in den letzten Tagen gelernt hatte. Dort am Koppelzaun zu stehen und diese unverfälschte Freude zu sehen, war eines der schönsten Geburtstagsgeschenke für mich.
Wieder zu Hause angekommen, legte ich mich für ein kurzes Nickerchen in die Hängematte, genoss unseren Garten und die warme Nachmittagssonne. Einen kurzen Augenblick lang dachte ich: „Vielleicht hätten wir doch ein paar Gäste einladen können, jetzt wo wir so zeitig zurück sind?“ Doch wir hatten uns ja bewusst für eine große Sause nach den Sommerferien entschieden. Als meine Tochter sich zu mir gesellte und mich mit – wie ich später erfuhr – hinterhältigem Augenzwinkern fragte, ob ich nicht traurig sei, dass niemand käme, verneinte ich ehrlich. Ich genoss die Ruhe und das Zusammensein mit meinen Lieblingsmenschen.
Doch das Leben (bzw. Tobias) hatte andere Pläne. Plötzlich öffnete sich die Gartentür. Ich erwartete Tobias vom Einkaufen, doch dann sah ich ein zweites Beinpaar. Und noch eines. Und noch eines. Tobias hatte heimlich meine Mutter und meine Schwestern samt Familien eingeladen, nachdem er den Zeitplan der Reitstunde kannte. Diese Überraschung war perfekt. Wir grillten, lachten und verbrachten unverhofft einen durch und durch wunderbaren Abend miteinander.
Diese Wärme trugen wir mit in den September, als wir unsere große Sommerparty feierten. Es war ein Fest der drei Anlässe: Mein 50. Geburtstag verschmolz mit unserer Rosenhochzeit. Da wir im Dezember 2015 nur im ganz kleinen Rahmen geheiratet hatten und die ursprünglich geplante kirchliche Hochzeit sich für uns später nicht mehr stimmig anfühlte, war dies nun unser Fest. Wir wollten das Leben, unser Leben feiern. Und als ob das nicht Grund genug wäre, kam ein dritter Meilenstein hinzu: Tobias’ Berufung zum Professor für digitale Gesundheit und Innovation.
Obwohl es bis zum Mittag geregnet hatte, riss pünktlich zum Fest der Himmel auf. Bei strahlendem Sonnenschein feierten wir in unserem Zuhause mit all den Weggefährtinnen und Weggefährten, die unser Leben bereichern. Wenn ich an diesen Tag zurückdenke, fühle ich eine tiefe Verbundenheit. Es ist dieses Netz aus Menschen, das das Leben im Kern ausmacht.
Meine Reisen 2025
Allgäu in den Osterferien
Unsere Reise-Saison 2025 begann in den Osterferien mit einem Besuch bei meinen Schwiegereltern im Allgäu. Es ist ein vertrauter Weg, der uns jedes Mal ein Stück mehr aus dem Alltagstrubel herausführt. In diesem Jahr war uns das Wetter besonders gewogen. Die Sonne strahlte über den noch leicht verschneiten Gipfeln und schenkte uns die perfekte Kulisse für unsere Zeit im Freien.
Ein absolutes Highlight war unser Besuch im Skywalk Allgäu. Dort oben, auf Höhe der Baumkronen, die frische, klare Luft zu atmen und den Blick weit über das Voralpenland schweifen zu lassen, hatte etwas zutiefst Befreiendes. Es ist dieser Moment, in dem die Perspektive wechselt und die eigenen Sorgen im Vergleich zur Weite der Natur ganz klein werden. Die restlichen Tage verbrachten wir ganz gemütlich, jeder so, wie es ihm gut tat: unsere Tochter mit den Nachbarskindern, unser Sohn im Kuhstall beim Bauern Seppi und ich mit ausgedehnten Spaziergängen mit unserer Hündin durch die erwachende Frühlingslandschaft. Es gibt kaum etwas Regenerativeres, als das rhythmische Gehen auf weichem Waldboden, während der Hund sichtlich glücklich über die Wiesen tobt.
Bei strahlendem Sonnenschein über den Baumwipfeln laufen auf dem Skywalk im Allgäu.
Natürlich darf bei einem Allgäu-Besuch auch der Genuss nicht zu kurz kommen. Ein fester Pflichttermin war unser Ausflug nach Kempten in unser absolutes Lieblingscafé: das Sissi. Dort scheint die Welt noch ein wenig in Ordnung zu sein. Wir ließen es uns bei den leckersten Torten und Kuchen gut gehen und genossen den hervorragenden Kakao in gemütlicher Atmosphäre.
Im Café Sissi in Kempten ist (fast) alles rosa und glitzert. Sogar die Schlagsahne auf dem Kakao.
Sommerabenteuer Bretagne: Gelebte Freundschaft und die Weite des Nordens
Unsere Sommerreise begann mit einem ganz bewussten Zwischenstopp in Paris, um die französische Gastfamilie unserer Tochter kennenzulernen. Uns ist es wichtig, dass unsere Kinder den europäischen Gedanken verinnerlichen, dass ihr Blick weit und offen bleibt. Die deutsch-französische Freundschaft ist gerade einmal 60 Jahre alt; sie ist ein kostbares Gut, das wie jede andere Freundschaft aktiv gepflegt werden muss.
Wir waren glücklich zu erleben, dass die französische Familie dies genau so sieht. Besonders berührt hat mich, dass die Mutter von ihren eigenen Austauschen mit unserer Heimatstadt berichtete. Umso bedauerlicher ist es, dass der offizielle Austausch zwischen den Schulen aktuell ruht – nur weil eine einzige Person das nötige Engagement nicht mehr aufbringen will. Dass wir diesen Kontakt nun privat so intensiv leben, ist ein großes Glück. Zwar war Léonie, die Tochter im Alter unserer Mittleren, im August nicht da, doch der Grundstein war gelegt. In den Herbstferien besuchten uns die beiden Schwestern in Siegburg, und die Verbindung wächst weiter.
Nach dem hitzigen Trubel des 14. Juli in Paris, den wir um Mitternacht mit dem Anschauen des Feuerwerk über dem Eiffelturm krönten, zog es uns weiter in die Bretagne. Wir waren zum ersten Mal dort und haben uns sofort in die Region verliebt. Die raue Schönheit der Steilküsten, die versteckten Buchten mit klarem Wasser und die pittoresken Städtchen haben uns richtig gut gefallen. Es ist eine Gegend, die erdet und den Kopf frei macht. Die Zeit verflog viel zu schnell, aber wir wissen, dass wir ganz sicher zurückkehren werden.
Nordseebrise und Inselglück auf Föhr
Im Herbst zog es mich für eine Woche nach Föhr. Dieses Mal war ich allein mit den Kindern unterwegs. Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können. Es waren nur noch zwei Wochen bis zu meinem großen Webinar, und nach den intensiven Monaten der Vorbereitung hatte ich Erholung dringend nötig.
Die Insel empfing uns mit ihrer ganz eigenen, beruhigenden Energie. Es war einfach herrlich, den Alltag für ein paar Tage komplett hinter sich zu lassen. Wir genossen lange, ausgiebige Spaziergänge am Strand, bei denen der Wind den Kopf so richtig freipustete. Ein absolutes Highlight war unsere dreistündige Wattwanderung. Dieses tiefe Eintauchen in den Rhythmus der Gezeiten und das Gefühl, dem Meer ganz nah zu sein, erdet mich immer wieder auf eine besondere Weise.
Am Strand ließen wir Drachen steigen und schauten zu, wie sie gegen den herbstlichen Himmel tanzten. Und dann war da noch meine persönliche Premiere: das Tandemfahren. Gemeinsam mit meinen Kindern gegen den Nordseewind anzuradeln, erforderte zwar anfangs etwas Koordination und Vertrauen, hat uns aber wahnsinnig viel Spaß gemacht.
Gewohnt haben wir in der Jugendherberge, was für mich den ultimativen Luxus bedeutete: mal nicht kochen müssen, sich einfach an den gedeckten Tisch setzen. Die Abende verbrachten wir ganz gemütlich bei Gesellschaftsspielen. Diese Woche mit wertvoller Familienzeit hat mir genau die Kraftreserven zurückgegeben, die ich für den Endspurt des Jahres brauchte.
Tandemfahren macht SpaßEndlose WeiteWeit und breit keiner außer unsZwischenstopp in einem hübschen CaféFotoshooting am StrandBurgenbauen und Steine werfenWährend der Wattwanderung haben wir allerlei Tiere gesehenIn Nieblum gibt es so viele schöne EckenFackelwanderung während der Führung „Sagen & Mythen“
Pariser Weihnachtsmärchen
Kurz vor Weihnachten kehrten wir zurück nach Paris. Während unsere Töchter nun endlich beide in der Gastfamilie lebten und zwei Tage lang eine französische Schule besuchten, konnten Tobias und ich mit unserem Sohn die Stadt in ihrem festlichen Gewand erleben.
Paris im Dezember ist ein echtes Erlebnis. Wir bewunderten die kunstvoll geschmückten Fenster der Galerie Lafayette und den riesigen, prachtvollen Tannenbaum im Inneren des Kaufhauses. Die Champs-Élysées war wunderbar beleuchtet und die Stimmung auf den Weihnachtsmärkten, die wir besuchten, war mit den prachtvoll dekorierten Buden, den vielen geschmückten Tannenbäumen und regionalen Spezialitäten sehr besonders. Ein ganz persönlicher Höhepunkt war unser Besuch auf dem Triumphbogen an unserem Hochzeitstag. Von dort oben haben wir den Blick über die weihnachtlich strahlende Metropole genossen.
Ein weiteres Highlight war der Aufstieg auf Eiffelturms mit meinem Sohn – und das völlig ohne Warteschlange. Ich selbst war noch nie dort oben, weil mich das stundenlange Anstehen abgeschreckt hat. Da oben zu stehen, während die Stadt unter uns funkelte, war der perfekte Abschluss für dieses Jahr. Diese Reise war weit mehr als ein beruflicher Termin; sie war das Erleben einer Freundschaft, die Grenzen überwindet und unseren Kindern zeigt, wie wertvoll ein gemeinsames Europa ist.
Weitere schöne und besondere Momente in 2025
Im Januar waren wir im Kölner Zoo zum China Lights Festival mit zauberhaften Lichtinstallationen. Auch in diesem Jahr habe ich wieder den Kunstradverein meiner Kinder beim Rosenmontagszug begleitet.Meine Tochter hat mit dem Schulchor das Musical „Der kleine Tag“ einstudiert und nicht nur einen Auftritt in der Schule, sondern auch auf einer Theaterbühne in Köln.Das sind die Schließfächer in meiner alten Schule. Erstaunlich: Selbst nach 30 Jahren steht noch mein Name auf „meinem“ Schließfach (2. Reihe v. links, 3. Fach v. oben)Wir feiern den 12. Geburtstag unserer Mittleren.Auf den allerletzten Drücker habe ich schweren Herzens meinen alten Führerschein gegen den neuen eingetauscht.Wir feiern den 70. Geburtstag meiner Mutter.Auch in diesem Jahr fand wieder unser Intervisionswochenende statt, dieses Mal in einem wunderschönen Seminarhaus in Naumburg.Im wunderschönen Naumburger Dom mit persönlicher Führung von einer lieben Freundin und Kollegin.Wir haben die Ninja-Parcour- und Boulderhalle bei uns in der Nähe entdeckt.Meine Kinder haben an der Vereinsmeisterschaft im Kunstradfahren teilgenommen.
Mein 2025-Fazit
Worauf ich 2025 stolz bin
Wenn ich am Ende dieses Jahres innehalte und mich frage, was mich wirklich mit Stolz erfüllt, dann sind es nicht nur die großen, sichtbaren Erfolge. Es ist vielmehr eine Mischung aus Mut, Durchhaltevermögen und der Fähigkeit, das Leben in all seiner Komplexität anzunehmen.
Die Geburtsstunde von Radical Belonging
2025 ist das Jahr, in dem all meine Erfahrungen aus meiner sonderpädagogischen Arbeit, der kontemplativen Psychologie, der Biografiearbeit und der systemischen Beratung endlich ein gemeinsames Zuhause gefunden haben. Ich habe meine eigene Methode entwickelt: Radical Belonging. Es ist weit mehr als ein Konzept; es ist eine Haltung, die uns daran erinnert, dass wir bereits dazugehören, mitten in der „vollen Katastrophe“ des Lebens. Dass ich dieses Herzstück meiner Arbeit nun klar benennen und in die Welt bringen kann, erfüllt mich mit großem Stolz. Es ist das Fundament, auf dem alles andere aufbaut.
Der Mut zum „Ja“
Besonders stolz bin ich in diesem Jahr auf meinen Mut, „Ja“ zu sagen. Auch und gerade dann, wenn ich ein mulmiges Gefühl im Bauch hatte. Ich habe mich bewusst Herausforderungen gestellt, bei denen ich vorher nicht genau wusste, was mich erwartet. Dazu gehörte mein „Ja“ zum Coach Barcamp, bei dem ich mich auf völlig offene Formate eingelassen habe, ebenso wie die Entscheidung, die Koordination des Frauennetzwerks zu übernehmen. Auch die Moderation des neuen Formats „Theater der Zukunft“ hier vor Ort war ein Sprung ins kalte Wasser. Jedes dieser Male hat mich Überwindung gekostet, aber das Gefühl danach – es gewagt und gemeistert zu haben – ist unbezahlbar. Diese Erfahrungen haben mir einmal mehr gezeigt, wie viel Wachstum möglich ist, wenn man dem Neuen mit Vertrauen begegnet.
Moderation des neuen Formats: Theater der Zukunft – Ein offener Bürgerdialog
Die Entstehung von Lebenswerk ai
Ich bin unglaublich stolz darauf, dass wir Lebenswerk ai in die Welt gebracht haben. Ein absoluter Höhepunkt war es, unser Projekt auf der größten Pflegemesse Deutschlands in Kassel vorstellen zu dürfen. Es war ein Wagnis, als Coachin den Schritt in die Welt der Künstlichen Intelligenz zu gehen. aber das Feedback dort hat mich bestätigt. Technik muss kein Selbstzweck sein, sondern kann als Werkzeug für mehr Menschlichkeit und Würde dienen. Zu sehen, wie Menschen durch dieses Tool ihre Stimme finden, ihre Geschichte in ihren eigenen Worten erzählen und schließlich voller Stolz ihr ganz persönliches Lebenswerk in Händen halten, ist zutiefst erfüllend.
Die Meisterschaft der kleinen Schritte
Ein ganz leiser, aber wachsender Stolz betrifft meine tägliche Routine. Seit März 2025 lerne ich ohne Unterbrechung Französisch mit Duolingo. Was als Vorbereitung auf unseren Urlaub in Frankreich begann, hat sich zu einer festen Übung in Beständigkeit entwickelt. Auch wenn es oft nur wenige Minuten am Tag sind, zeigt mir dieses Dranbleiben: Ich bin fähig zu lebenslangem Lernen. Es ist ein schönes Gefühl, sich eine Sprache Stück für Stück zurückzuerobern und im Alltag zu erleben, wie der eigene Horizont mit jedem neuen Wort ein bisschen weiter wird.
Ein offenes Haus
Ich bin stolz darauf, dass unser Zuhause weiterhin ein Ort der Begegnung ist. Es erfüllt mich mit großer Freude zu sehen, wie meine Teenager-Tochter ihre Freund*innen ganz selbstverständlich zu uns einlädt. Ob es die wirklich große Halloween-Party war, ein aufwendig geplantes Krimidinner oder ein gemütliches Essen, zu dem jeder etwas beisteuert: Zu erleben, dass sich junge Menschen bei uns wohlfühlen und unser Haus als einen sicheren, willkommen heißenden Ort wahrnehmen, ist ein schönes Kompliment. Dazu kamen die geselligen Treffen mit den internationalen Gästen aus dem Erasmus-Projekt, die dem Alltag ein ganz besonderes Flair verliehen haben. Ich will ehrlich sein: Manchmal stresst mich der Trubel und die Logistik, die dahintersteht. Aber am Ende überwiegt immer das Gefühl, wie sehr auch wir als Eltern von dieser Energie und dem Austausch profitieren. Das macht unser Leben so viel bunter und reicher.
Konflikte souverän meistern
Ein persönlicher Erfolg, der mir besonders am Herzen liegt, betrifft meine innere Haltung in schwierigen Momenten. Ich bin stolz darauf, dass es mir immer besser gelingt, Konflikte ruhig und sehr freundlich im Umgang, aber gleichzeitig sehr klar in der Sache zu lösen. Diese Balance zu finden – den Menschen wertzuschätzen, während man in der Sache keine faulen Kompromisse macht –, gibt mir eine große innere Sicherheit. Es ist eine Form der Souveränität, die nicht nur meine berufliche Arbeit als Coachin, sondern auch mein privates Miteinander ungemein bereichert.
Meine drei Kinder
Und schließlich erfüllt mich ein ganz besonderer Stolz, wenn ich auf meine Kinder blicke. 2025 durfte ich einmal mehr miterleben, wie sie mutig ihre eigenen Wege gehen: Sei es beim Musical-Auftritt auf einer Kölner Bühne, mit vollem Einsatz bei Handballspielen und der Vereins-Kunstradmeisterschaft, mit strategischer Ruhe bei Schachturnieren oder beim Eintauchen in eine fremde Sprache und Kultur. Sie dabei zu beobachten, wie sie ihre Talente entfalten und mutig und neugierig die Welt entdecken, zeigt mir, dass unser Vertrauen in sie Früchte trägt. Sie wachsen zu engagierten, offenen Menschen heran. Das ist für mich das größte Geschenk dieses Jahres.
Wofür ich 2025 besonders dankbar bin
Es gibt vieles, für das ich in diesem Jahr dankbar bin: für inspirierenden Begegnungen, für berufliche Erfolge, für viele schöne Erlebnisse mit meiner Familie und für die kleinen, kostbaren Momente in der Natur sowie in der Stille in meiner Meditationspraxis. Doch wenn ich ganz tief in mich hineinhöre, ist das Wichtigste in diesem Jahr etwas, das man oft erst bemerkt, wenn es plötzlich fehlt: die Unversehrtheit.
In einer Welt, die sich im Außen zunehmend unsicher, komplex und oft erschütternd unruhig anfühlt, blieb mein privater Raum 2025 von den großen Stürmen verschont. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Nach Jahren, die in denen wir lernen mussten, mit Unsicherheit und Verlusten umzugehen, war dieses Jahr eine Zeit des Verschnaufens.
Ich bin zutiefst dankbar dafür, dass wir als Familie unversehrt geblieben sind. Dass wir verschont blieben von schweren Diagnosen, von schmerzhaften Abschieden oder existenziellen Krisen im Freundes- und Verwandtenkreis. Dieses leise Glück, dass das Fundament gehalten hat, ist für mich das kostbarste Geschenk des Jahres. Es ist eine Dankbarkeit, die keinen lauten Jubel braucht. Sie fühlt sich eher an wie ein tiefes, ruhiges Ausatmen am Ende eines langen Tages.
Ich weiß, dass diese Stabilität das Privileg ist, aus dem heraus ich überhaupt erst die Kraft schöpfe, kreativ zu sein, Menschen zu begleiten und mich für andere einzusetzen. Diese Unversehrtheit ist mein Ankerplatz. Sie erinnert mich täglich daran, wie wertvoll die Gesundheit und der Frieden im Kleinen sind , Und sie nährt meine Hoffnung, dass wir diese Form von Sicherheit und Wohlwollen auch wieder mehr im großen gesellschaftlichen Gefüge finden können.
Drei literarische Highlights, die mich 2025 bewegt haben
In diesem Jahr habe ich meinen Lesegewohnheiten einen neuen Rahmen gegeben und an Erika Magyarosis Challenge „52 Weeks – 52 Books“ teilgenommen. Auch wenn ich die magische Zahl 52 nicht ganz erreicht habe, bin ich mit der Menge und vor allem der Qualität der gelesenen Bücher sehr zufrieden. Die Challenge hat mir geholfen, regelmäßiger zum Buch zu greifen und meinen Lesefokus zu weiten.
Dabei bin ich meiner Entscheidung aus den letzten Jahren treu geblieben: Wenn mich ein Buch nicht packt, lasse ich es los. Lebenszeit ist zu kostbar für Geschichten, die nicht resonieren. Mein Rhythmus bleibt phasenweise ein Wechselspiel aus dem Eintauchen in fremde Welten und dem gezielten Studium von Fachliteratur.
Hier sind meine drei persönlichen Highlights aus diesem Jahr:
„Und Großvater atmet mit den Wellen“ von Trude Teige
„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ von Mimi Lawrence
„Biografiearbeit als Schatzsuche“ von Hubert Klingenberger & Erika Ramsauer
Meine drei meist gelesenen Blogartikel
Es ist immer wieder spannend zu sehen, welche Themen bei meinen Leser*innen am stärksten resonieren. Diese drei Artikel wurden im vergangenen Jahr am häufigsten geklickt, gelesen und geteilt. Sie scheinen genau die Fragen zu beantworten, die viele von euch 2025 bewegt haben
Durchschnittliche Schrittzahl pro Tag: 6200 (letztes Jahr: 6400)
Duolingo-Score: 20
Mein Ausblick auf 2026
Was ich 2026 besser mache
Mein Ziel, bis zu meinem 50. Geburtstag „fit wie ein Turnschuh“ zu sein, habe ich 2025 nicht erreicht. Die Perimenopause hat mir mit unerwarteten Symptomen einen Strich durch die Rechnung gemacht und mich gezwungen, erst einmal zu verstehen, was mein Körper gerade eigentlich braucht.
Ich habe 2025 zu oft am Schreibtisch „festgeklebt“, weil ich zu so vielen spannenden Projekten „Ja“ gesagt hatte. Die Leidenschaft für meine Arbeit hat dazu geführt, dass die große Hunderunde oder die Krafttrainingseinheit hintenangestellt wurden. Das soll sich 2026 ändern.
Die Strategie: Struktur statt Willenskraft
Krafttraining macht mir (noch) keinen Spaß. Deshalb werde ich mich nicht mehr auf meine Motivation verlassen, sondern auf Struktur setzen:
Fest im Kalender verankert: Sportzeiten werden wie berufliche Termine behandelt; sie sind nicht verhandelbar.
Micro-Habits: Statt riesiger Workouts breche ich die Übungen, die ich mir bereits rausgesucht habe, in winzige Einheiten herunter. Lieber 10 Minuten konsequent, als eine Stunde, die ich aus Zeitnot streiche.
Hunderunden als Priorität: Mein Hund ist mein bester Coach für Bewegung an der frischen Luft. Die Morgenrunde wird zum festen Ritual. Im Frühjahr, wenn es morgens wieder früher hell ist, erledige ich sie wieder, ehe ich die Kinder um 7.00h wecke. Solange es dafür morgens noch zu dunkel ist (ich habe Angst vor den Wildschweinen hier im Wald, deren Spuren ich bis zu den letzten Häusern sehe), gehe ich mittags eine Stunde, wenn mein Energielevel ohnehin niedrig ist.
Neustart mit Scheinfasten
Nachdem ich im September die positiven Effekte des Scheinfastens gespürt habe, es dann aber im Trubel des Herbstes aus den Augen verloren habe, mache ich im Januar und Februar den Neustart. Für mich sind dabei drei Vorteile entscheidend:
Zellverjüngung (Autophagie): Der Körper bekommt die Chance, „Müll“ abzubauen und die Zellen zu regenerieren.
Stoffwechsel-Reset: Gerade in der hormonellen Umstellungsphase hilft es, den Insulinspiegel zu regulieren und das Bauchfett (Viszeralfett) zu reduzieren.
Mentale Klarheit: Das bewusste Fasten bringt einen Fokus zurück, der mir hilft, auch bei der restlichen Ernährung disziplinierter zu sein.
Die Familienküche „light“
Die unterschiedlichen Schulzeiten, Hobbies und Essenswünsche meiner Kinder bleiben eine logistische Herausforderung. Aber wir sind auf einem guten Weg: Mein Ziel ist es, Rezepte zu etablieren, die gesundes „Meal-Prep“ ermöglichen, sodass ich nicht mehr zwischendurch ungesund snacke, nur weil es schnell gehen muss.
Mein Hebel für 2026: Ich erkenne an, dass Selbstfürsorge die Basis für meine Arbeit ist. Wenn ich für meine Klient*innen und meine Projekte strahlen will, muss ich meinen eigenen Akku zuerst laden.
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Alles, was ich in diesem Jahr gelernt und vertieft habe – die freundliche Klarheit, die mentale Stabilität und die Kraft der Präsenz –, fließt direkt in meine Arbeit mit dir ein. Wenn du 2026 Lust hast, ein Stück deines Weges gemeinsam mit mir zu gehen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Mein 1:1 Coaching: „Vertrauensvoll voran“
Ich habe das Herzstück meines Angebots neu überarbeitet. In Vertrauensvoll voran begleite ich Menschen in Umbruch- und Veränderungsprozessen, Freude und Lebendigkeit nicht aufzuschieben, sondern jetzt, mitten im Alltag, zu leben. Mitten in der Erschöpfung, der Wut, der Unsicherheit, der Sehnsucht. Mitten im echten Leben.
Ich arbeite mit Menschen, die sich nicht mehr zusammenreißen wollen. Die oft zu spät merken, dass sie sich selbst wieder nur ganz hinten angestellt und dabei den Kontakt zu sich selbst verloren haben. Die sich nach einem Leben sehnen, das ihr eigenes ist. Dabei geht es nicht um Selbstoptimierung oder Leistungsdruck, sondern um echte Veränderung.
Ich stelle keine Diagnosen und erteile keine Ratschläge. Ich öffne einen Raum, in dem du dir selbst begegnen kannst. Unzensiert, ungefällig, unverstellt. In meiner Arbeit nutze ich hierfür die von mir entwickelte Methode Radical Belonging – einen achtsamkeitsbasierten, körper- und bindungsorientierten Prozess, der dich lehrt, mitten im Sturm Wurzeln zu schlagen. Denn lebendige Beziehungen beginnen immer dort, wo du aufhörst dich zu verstecken. Wo du hinschaust, wo es weh tut. Wo du den Mut findest, nicht mehr wegzulaufen und dich selbst mit dem gleichen gütigen Blick siehst, den ich auf dich richte.
Wenn diese Worte eine Sehnsucht in dir berühren, lass uns miteinander sprechen. In einem ersten, unverbindlichen Gespräch finden wir heraus, ob mein Raum der richtige für deinen Prozess ist.
Fallsupervision „Beziehungsknoten lösen“
In meiner achtsamkeitsbasierten Fallsupervision Beziehungsknoten lösen biete ich dir und deinem Team die Möglichkeit, eine festgefahrene oder konflikthafte berufliche Beziehung neu zu bewerten – ganz ohne die Anwesenheit der anderen Person.
Dieses Angebot richtet sich an Fachkräfte in sozialen, pädagogischen oder beratenden Berufen (z. B. im Umgang mit schwierigen Elterndynamiken, Klienten oder in komplexen Betreuungssituationen). Oft haben wir Situationen schon zu Genüge analysiert, ohne dass sich etwas ändert. Hier setzen wir an:
Perspektivwechsel durch Präsenz: Wir lassen die Dynamik im Raum lebendig werden, um sie jenseits der reinen Theorie zu erfassen.
Muster unterbrechen: Du lernst, deine eigenen, oft unbewussten Reaktionsmuster wahrzunehmen und zu unterbrechen.
Handlungsfähigkeit zurückgewinnen: Ziel ist es, einen neuen, mitfühlenden und gleichzeitig klaren Zugang zu der Beziehung und der Situation zu finden.
Du veränderst nicht die andere Person, sondern deine eigene innere Haltung. Dadurch kehrst du professionell gestärkt, emotional entlastet und entscheidungsfähig in die echte Begegnung zurück.
Workshops & Impulse
Ich liebe es, komplexe psychologische Themen in lebendige, praxisnahe Impulse zu übersetzen. Meine Workshops sind keine trockene Wissensvermittlung, sondern bieten Raum für echte Erfahrung und sofort anwendbare Werkzeuge. Für 2026 biete ich folgende Schwerpunkte an:
Raus aus dem Gedankenkarussell! – Wege zu mentaler Ruhe und Fokus
Oft hindert uns das ständige Grübeln über Vergangenes oder Zukünftiges daran, im Hier und Jetzt präsent zu sein. Ich vermittle wirksame Achtsamkeitstechniken aus der kontemplativen Psychologie, die dabei helfen, den „Autopiloten“ zu verlassen und die eigene Konzentrationskraft sowie die Schlafqualität spürbar zu verbessern.
Nähe und Distanz – Professionelle Beziehungsgestaltung im Arbeitsalltag
Gerade in helfenden und pädagogischen Berufen ist die Balance zwischen Empathie und notwendiger Abgrenzung eine tägliche Herausforderung. Ich vermittle, wie wir eine tragfähige Nähe aufbauen, ohne uns selbst im Prozess zu verlieren. Ein essenzieller Workshop zur Burnout-Prävention und zur Stärkung der professionellen Rolle.
Growth Mindset – Fehlerkultur und Potentialentfaltung
In pädagogischen Settings ist die Haltung entscheidend: Sehen wir nur Defizite oder das Potenzial zur Entwicklung? Basierend auf dem Growth-Mindset-Konzept erarbeiten wir Strategien, um Schülern, Eltern und uns selbst mit einer Wachstumshaltung zu begegnen. Ziel ist eine Kultur, in der Fehler als notwendige Lernschritte begriffen werden und die Freude am Entdecken im Vordergrund steht..
Führung durch Selbstführung
Echte Führungskraft entsteht nicht durch Methoden, sondern durch eine reflektierte innere Haltung. In diesem Impuls schauen wir darauf, wie Selbstwahrnehmung und Selbstregulation die eigene Wirkung auf andere verändern. Wer sich selbst sicher führen kann, strahlt auch in schwierigen Führungssituationen Souveränität und Ruhe aus.
Hilfe, ein Säbelzahntiger! – Ach nein, nur ein Kalender mit Größenwahn
Früher war es der Säbelzahntiger. Heute sind es Termine, Erwartungen und zwischenmenschliche Spannungen: die Abgabe-Deadline für ein Projekt, ein zusätzlicher Termin im ohnehin übervollen Kalender, ein schwieriges Gespräch, unser Kind, das Grenzen testet, oder der Umgang mit einem schwierigen Kollegen oder Kunden. Doch unser Nervensystem reagiert noch immer so, als ginge es um unser Überleben. Dieser Workshop hilft Lehrkräften und Führungskräften, Stress bewusster zu bewältigen und Resilienz aufzubauen, damit sie gelassener bleiben, klar kommunizieren und gute Entscheidungen treffen, auch wenn der Alltag herausfordernd ist.
Ich liebe maßgeschneiderte Lösungen. Wenn dich ein Themenfeld anspricht, lass uns kurz sprechen. Ich freue mich auf deine Nachricht!
Medien & Kooperationen
Ich schlage Brücken zwischen östlicher Weisheitslehre und moderner Psychologie. Für Interviews, Podcasts und Gastbeiträgen stehe ich als Expertin zu folgenden Schwerpunkten zur Verfügung:
Longevity & Lebensfreude: Wie wir durch gezielte Selbstfürsorge, Ernährung und Mindset nicht nur älter werden, sondern vital und voller Energie bleiben.
KI-gestützte Biografiearbeit: Wie Künstliche Intelligenz helfen kann, Lebensgeschichten zu bewahren und Würde in der Pflege zu stärken.
Achtsamkeit & Buddhistische Psychologie: Praktische Ansätze aus der kontemplativen Psychologie für mehr mentale Stabilität und Klarheit in einer komplexen Welt.
Wenn dich eines meiner THemen anspricht oder du interesse an einer Zusammenarbeit hast, schreib mir einfach eine Nachricht an pia.huebinger[at]beziehungsweise.cologne. Ich freue mich darauf, von dir zu hören und gemeinsam auszuloten, was wir 2026 bewegen können!
Meine 7 Ziele für 2026: Mit Mut, Klarheit und voller Energie gestalten
Ich spüre, dass ich in einen neuen Lebensabschnitt eingetreten bin. Es geht mir nicht mehr nur darum, auf das zu blicken, was ich bisher erreicht habe, sondern aktiv zu entscheiden, was ich noch gestalten will. Mit Mut, Entschlossenheit und Weisheit. Ich möchte kein Leben führen, das von bloßen Routinen oder Zurückhaltung geprägt ist. Mein Ziel ist ein Leben, das von Lebendigkeit, ständiger Weiterentwicklung und der Kraft, wirklich etwas zu bewegen, getragen wird.
Es ist mir wichtig, mutige Entscheidungen zu treffen, die sich an dem ausrichten, was wirklich zählt: meine Gesundheit, meine Beziehungen und eine Arbeit, die mich erfüllt. Ich möchte meine Fähigkeiten und meine Erfahrung nutzen, um für andere Menschen einen echten Unterschied zu machen – sei es in der Verbindung zu sich selbst, in der Gestaltung von Beziehungen oder in der Arbeit mit Gruppen.
Dafür muss ich mir selbst den Raum für Entwicklung und Reflexion geben. Gesundheitlich und mental stark zu sein, ist für mich nicht nur eine Grundlage, sondern eine Verpflichtung mir selbst gegenüber, um die Dinge zu tun, die mir am Herzen liegen. Für mich bedeutet das, körperlich, geistig und emotional in Bewegung zu bleiben. Ich sehe diesen Abschnitt meines Lebens nicht als einen Zeitpunkt, an dem es ruhiger wird, sondern als den Moment, um die Weichen ganz bewusst neu zu stellen.
🎯 Meine körperliche Fitness zur Priorität machen
Ich habe in diesem Jahr noch stärker bemerkt, wie sich mein Körper durch die Perimenopause verändert. Das ist eine natürliche Entwicklung, die ich annehme, aber gleichzeitig aktiv mitgestalten will. Mein Ziel, „fit wie ein Turnschuh“ zu sein, bleibt bestehen, denn ich habe 2025 gemerkt, dass hier noch viel Luft nach oben ist.
Gerade jetzt ist der Moment, diese Priorität absolut ernst zu nehmen. Ich werde eine Bewegungsroutine festigen, die mich stärkt und mir Freude macht. Ein ganz klarer Fokus liegt dabei auf dem Krafttraining. Ich weiß, wie essenziell das gerade jetzt ist, um Muskelmasse zu erhalten, die Knochen zu stärken und mich einfach wieder voller Energie zu fühlen. Leider macht es mir (noch) keinen Spaß, deshalb werde ich dieses Ziel in Micro-Habits herunterbrechen.
Wer jetzt keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen.
Sebastian Kneipp
Das trifft den Kern. Ich schenke mir und meinem Körper die Aufmerksamkeit, die wir verdienen. Mein Ziel für 2026 ist es, meine Ausdauer spürbar zu steigern, Kraft aufzubauen und mit einer ganz neuen Energie in meine Projekte zu starten.
🎯 Mentale Stabilität durch vertiefte Meditationspraxis
In stürmischen Zeiten wie diesen ist das Training meines Geistes für mich keine Option, sondern eine Notwendigkeit. Sowohl in meinem privaten Umfeld als auch in der Arbeit mit meinen Klientinnen und Klienten habe ich 2025 viel Unsicherheit gespürt, ausgelöst durch die weltpolitische und wirtschaftliche Lage und die vielen Krisen um uns herum. Natürlich bin auch ich selbst nicht frei von diesen Sorgen.
Doch ich bin fest davon überzeugt: Es hilft niemandem, wenn ich mich von dieser Nervosität anstecken lasse. Um wirklich hilfreich und präsent zu sein, brauche ich ein stabiles inneres Fundament. Deshalb werde ich 2026 meine Meditationspraxis nicht nur beibehalten, sondern gezielt vertiefen und erweitern.
Mein Geistestraining ist die Basis für meine Resilienz. Es erlaubt mir, auch in der Unsicherheit einen klaren Kopf zu bewahren und aus einer Haltung der Ruhe statt der Angst zu agieren. Nur wenn ich innerlich stabil bleibe, kann ich für andere der Anker sein, den sie in stürmischen Zeiten brauchen.
🎯 Sichtbarkeit und Vernetzung – Freude und Zuversicht in die Welt tragen
Im letzten Jahr habe ich mir vorgenommen, meine Themen mutiger nach außen zu bringen, und das ist mir gelungen: Mein Blog wird gelesen, und auf LinkedIn und Instagram bin ich als Expertin präsent. Doch 2026 möchte ich diesen Radius erweitern. Es geht mir nicht mehr nur um die eigenen Kanäle, sondern um echte Kooperationen und den Sprung auf andere Bühnen.
Mein Ziel ist es, als Gast in verschiedenen Podcasts zu sprechen und Gastartikel für Fachmagazine, andere Blogs oder reichweitenstarke Plattformen zu schreiben. Ich möchte den Austausch mit Kolleg*innen suchen und strategische Kooperationen aufbauen, um dort Veränderung anzustoßen, wo Menschen nach Orientierung suchen.
Dabei konzentriere ich mich auf die Themen, in denen meine größte Erfahrung und Leidenschaft liegen:
Lebenswerk ai & Biografiearbeit: Wie wir Technik nutzen können, um Menschen ihre Geschichte erzählen zu lassen
Kontemplative Psychologie & Meditation: Praktische Wege zu mentaler Stabilität und innerer Ruhe in krisenhaften Zeiten.
Longevity Lebensfreude: Wie wir die 2. Lebenshälfte aktiv so gestalten können, dass unser 80- oder 90jähriges Ich zufrieden zurückblickt und sagen kann: „Ja! Genau so wollte ich leben!“
Wenn du einen thematisch passenden Blog oder Podcast hast und auf der Suche nach Gastautor*innen oder Interviewpartner*innen bist: Melde dich bei mir unter pia.huebinger[@]beziehungsweise.cologne
🎯 Lebenswerk ai als Brückenbauer
Nach dem Erfolg auf der Pflegemesse in Kassel möchte ich Lebenswerk ai noch weiter in die Welt bringen. 2026 wird das Jahr, in dem ich erkunde, welche sinnvollen Einsatzfelder es über die klassische Pflege hinaus noch gibt. Besonders wichtig ist mir dabei die Synergie mit meiner therapeutischen Arbeit: Ich möchte ausloten, wie ich dieses Tool nutzen kann, um mein 1:1 Angebot zu bereichern. Technik soll hier als Brücke dienen, um Lebensgeschichten sichtbarer zu machen und die biografische Arbeit mit meinen Klient*innen in würdevoller Weise festzuhalten.
🎯 Das regionale Frauennetzwerk zum Wachsen bringen
Die Koordination des Netzwerks ist mir eine Herzensangelegenheit. Mein Ziel für 2026 ist es, diese Gemeinschaft lebendiger, vielfältiger und verlässlicher zu machen. Ich strebe 30 bis 40 Teilnehmerinnen pro Treffen an, mit einem festen Stamm von 20 bis 25 Frauen, die regelmäßig dabei sind. Ich möchte, dass dieses Netzwerk eine kraftvolle Anlaufstelle für Austausch und gegenseitige Unterstützung wird, von der jede einzelne Frau profitiert.
🎯 Bewusstes JA und radikale Selbstfürsorge
Ende 2024 habe ich bewusst entschieden, dass 2025 ein Jahr voller „Jas“ werden soll. Das hat mir viele Wege eröffnet, die ich sonst vielleicht nicht gegangen wäre. Doch 2026 werde ich meine Entscheidungskraft noch feiner justieren. Mein Ziel ist ein radikal ehrlicher Umgang mit meinen eigenen Ressourcen. Ich sage „Ja“ zu Projekten, die mein Herz zum Leuchten bringen und die wirklich mit meinen Werten korrespondieren. Aber ich sage genauso entschieden „Nein“, wenn etwas nicht passt. Ich werde so aufmerksam auf meine Energiereserven achten, dass Erschöpfungsphasen, wie ich sie vor meinem Urlaub auf Föhr gespürt habe, gar nicht erst entstehen. Stattdessen plane ich rechtzeitige „Insel-Momente“ fest in mein Jahr ein, um aufzutanken, bevor die Kraft zu Ende geht. Selbstfürsorge ist für mich die Voraussetzung, um langfristig mit Freude und Klarheit wirken zu können.
🎯 Einen Frauenkreis als heilenden Raum erschaffen
Ich folge meiner Sehnsucht und baue einen Frauenkreis hier vor Ort in Siegburg auf. Ich wünsche mir einen zutiefst freundlichen Ort, an dem Frauen sich gegenseitig zeigen und stärken. Einen geschützten Raum für Meditation und Lebensfreude, für achtsames Sprechen und echtes Zuhören. Dieser Kreis soll sich an den Zyklen der Natur orientieren und uns helfen, wieder mehr in Einklang mit unserem eigenen Rhythmus zu kommen. Es geht mir darum, eine Gemeinschaft zu schaffen, in der wir uns in unserer Verletzlichkeit wirklich begegnen können.
Klingt das für dich interessant? Dann melde dich für meinen Newsletter Kindful Moments an und erfahre als Erste, wann es losgeht:
lautet Energy is my strategy; presence is my power.
Dieses Jahr war ein wichtiger Schritt auf einem Weg, der immer mehr an Klarheit gewinnt. Ich nehme die Erfahrungen der letzten Monate mit und freue mich darauf, 2026 meine Visionen mit Fokus und einem starken Fundament Wirklichkeit werden zu lassen.
Dabei begleitet mich die tiefe Hoffnung, dass das kommende Jahr für uns alle mehr Ruhe bringt. Dass wir Wege finden, einander mit mehr Wohlwollen und Mitgefühl zu begegnen, und dass die Welt – im Kleinen wie im Großen – für mehr Menschen ein freundlicherer, friedlicherer Ort wird.
Dein Weg durch dieses Jahr: Welche Spuren hat es hinterlassen?
Ein Rückblick ist immer auch eine Einladung, innezuhalten. Wie fühlst du dich, wenn du auf dein Jahr 2025 schaust? Welche Momente haben dich stolz gemacht, wofür bist du dankbar?
Was möchtest du im neuen Jahr mit neuer Energie gestalten? Hast du vielleicht auch ein Motto, das dich durch die nächsten Monate begleiten darf?
Ich freue mich riesig, wenn du deine Gedanken mit mir teilst – egal, ob es ein großer Meilenstein oder eine kleine Erkenntnis ist. Lass uns gemeinsam mutig und präsent in das neue Jahr starten!
18 Antworten zu „Jahresrückblick 2025: 50 ist (k)ein Tempolimit“
vielen Dank für diesen ausführlichen, ehrlichen, unterhaltsamen und facettenreichen Rückblick. Ich lese voller Bewunderung all die Jahresrückblicke, die auch von etwas erzählen, was nicht geklappt hat, auch wenn sich die Schreibenden sehr darum bemüht haben. Beim Lesen kommt mir der Gedanke, dass ich ganz schnell keine Energie mehr in Projekte investiere, die vielleicht scheitern könnten. Damit ich hinterher nicht erleben muss, dass ich viel versucht habe und es trotzdem nicht geklappt hat. Möglicherweise halte ich diese Version von Kontrollverlust nicht aus.
Voller Bewunderung bin ich auch für die Länge deines Rückblicks. Meiner ist dieses Jahr recht übersichtlich geworden, damit ich auch noch ein bisschen freie Zeit genießen konnte Ende des Jahres. Mal sehen, ob ich für den Jahresrückblick 2026 das richtige Maß finde.
Freue mich, weiter von dir zu lesen und werde gleich deinen Newsletter abonnieren.
dein Jahresrückblick sprüht nur so vor Energie – so viele tolle Projekte hast du 2025 umgesetzt! Beim 30jährigen Abitreffen musste ich schmunzeln, denn dieses habe ich dieses Jahr. Ich habe tatsächlich Bedenken, ob ich bei den „ganzen alten Leuten“ überhaupt noch jemanden erkennen werde 😉 Auch das Thema „Mobbing“ hat sich in meine Gedanken geschlichen, als eine ehemalige Mitschülerin mir schrieb, dass sie nicht zum Abbitreffen kommen werde, weil sie „sich nichts mehr beweisen“ müsse und die Zeit hinter sich lassen möchte. Das hat mir zu denken gegeben und gezeigt, dass andere ganz andere Erinnerungen mit ihrer Schulzeit verbinden als ich.
Für 2026 wünsche ich dir viele tolle Begegnungen und Erlebnisse!
Liebe Pia, ich habe beim Lesen mehrfach genickt, du hast mich richtig in dein Jahr reingezogen. Dein Bild vom „Gegen Wände laufen, die man vorher nicht gesehen hat“ kenne ich gut. Wie lange bin ich der Überzeugung gefolgt, dass Durchhalten eine Tugend ist? Und dann kommt der Körper und sagt: So nicht mehr. Auch dein Bild „nicht abbremsen, sondern den Motor anders einstellen“ nimmt mich sofort mit und ich höre dazu ein sehr erfreutes „Ja“ in mir. Du machst aus der 50 keine Bühne, sondern eine Schwelle für einen weichen Übergang in eine andere Lebensqualität. Das nehme ich mir als Schwingung mit in dieses Jahr, in dem ich 60 werde.
Was mich außerdem richtig gefreut hat: dein Blick auf Verbindung. „Das große Wir“. Das wirkt bei dir wie gelebte Gemeinschaft, anstrengend und bereichernd. Auch deine Erfahrungen, die Projekte, an denen du arbeitest – zu Lebenswerk ai will ich unbedingt mehr wissen – und dein Umgang mit der Enttäuschung nach dem Launch mit der folgenden Öffnung für das, was da noch kommt, berühren und begeistern mich.
Grinsen musste ich bei „Wer sind diese alten Leute“. Das erinnerte mich an eine Situation in meinen 40ern. Ich lief an einem Café vorbei, ganz in Gedanken versunken, und fühlte mich beobachtet. Sah eine „alte Frau“ die mich direkt ansah, in meinem Kopf der Satz: „Was glotzt die Alte denn so?“ und dann das erstaunte und befreiende Lachen darüber, dass es mein eigenes Spiegelbild war, das mich da anglotzte.
Ach, dein Rückblick ist so voll, so lebendig geschrieben, ich bin gerade ganz erfüllt von deiner Energie. Die Wärme und Intensität, mit der du über deine Familie schreibst, über euer Miteinander und die Entwicklung der Kinder. Ich sage einfach: Danke fürs Teilen!
Bis hoffentlich bald einmal auf einem anderen Kanal. Herzliche Grüße
Sylvia
was für ein reicher, tiefer und inspirierender Jahresrückblick!
Du hast in diesem Jahr wahrhaftig viel bewegt – innerlich wie äußerlich!
Es war eine große Freude, deinen Weg durch dieses besondere Jahr lesend mitzuverfolgen und zu sehen, was du mit Offenheit, Mut, Verbundenheit und Gestaltungsfreude alles erlebt und geschaffen hast!
Dein Blick auf viele Themen, die mich auch bewegen, ist sehr bereichernd und inspirierend. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns in 2026 persönlich treffen – vielleicht ja bei dem diesjährigen TCS-Treffen 🙂 – und bei Gelegenheit in tieferen Austausch gehen.
Ich wünsche dir für 2026 von Herzen in jeder Hinsicht das Beste!
Liebe Pia,
ein ganz herzliches Dankeschön für diesen auch sehr privaten Jahresrückblick. Besonders die vier edlen Wahrheiten haben mich sehr berührt. Ich werde sie ausdrucken, einrahmen und an einen prominenten Ort für mich aufhängen.
Das Thema Menopause ist mir sehr bekannt, inzwischen lasse ich mich mit naturidentischen Hormonen nach Rimkus behandeln. Zusammen mit Methoden aus dem Ayurveda hat sich zumindest mein Schlaf deutlich verbessert.
Wenn ich lese, wie du deine Netzwerke nutzt, werde ich sehr nachdenklich. Ich habe meine Verbindungen auch aus Angst vor Verurteilungen nicht genutzt und mein Business aufgegeben. Vielleicht zu früh und vielleicht komme ich auf ein ne Coaching mit dir zurück.
Jetzt erst einmal alles Gute, Gesundheit, Liebe und Freude für 2026, herzliche Grüße, Birgit
hab vielen Dank für deine so ehrlichen und persönlichen Zeilen. Es berührt mich sehr, dass die vier Erinnerer einen so besonderen Platz bei dir finden werden. Sie sind auch für mich immer wieder ein wichtiger Kompass, wenn es im Außen stürmisch und unübersichtlich ist. Gerade weil sie so greifbar und gleichzeitig profund wahr sind.
Danke auch für den Tipp mit Ayurveda und den Hormonen; der Schlaf ist ja oft der erste Stein, der in Bewegung kommen muss, damit auch der Rest wieder in Balance kommt. Schön, dass du da einen Weg für dich gefunden hast. Das wird auch mein Thema sein in diesem noch ganz frischen Jahr.
Was du über dein Business und die Netzwerke schreibst, berührt mich sehr. Es braucht viel Mut, das so offen auszusprechen. Die Angst vor Verurteilung ist eine Hürde, die ich gut kenne und die viel zu oft wertvolles Potenzial klein hält. Wenn du spürst, dass es an der Zeit ist, da noch einmal freundlich Blick hinzuschauen, melde dich sehr gerne bei mir. Manchmal hilft ein wohlwollendes Gegenüber, um ganz unverbindlich zu schauen, was sich dort vielleicht wieder bewegen möchte.
Ich wünsche dir für 2026 von Herzen einen guten Raum für alles, was bei dir gerade entstehen oder sich festigen möchte, und freue mich sehr, wenn wir in Kontakt bleiben.
ich freue mich riesig über deinen Kommentar! Danke für deine lieben Worte zu meinem Rückblick. Ich freue mich schon sehr auf unser nächstes echtes Treffen und drück dich bis dahin aus der Ferne!
Liebe Pia, welch ein epischer Jahresrückblick. Nachträglich alles Gute zu deinem halben Jahrhundert.
Deine beiden Zitate stimme ich voll zu. Bei meiner Adventskalender-Automation habe ich genauso gelernt. Netzwerktreffen mache ich auch sehr gerne.
Ich wünsche dir weiterhin viel Freude und Erfolg, ein gesegnetes, gesundes und glückliches neues Jahr.
hab vielen Dank für deine lieben Wünsche zu meinem „halben Jahrhundert“!
Dass wir bei einigen Themen (z.B. der Einrichtung von Automationen) ganz ähnliche Lernkurven durchlaufen, verbindet sehr. Es ist beruhigend zu wissen, dass man mit diesen technischen Herausforderungen nicht allein ist. Auch der Austausch in den verschiedenen Netzwerken war für mich 2025 ein echter Anker – die Verbindung zu Kolleginnen wie dir macht den digitalen Raum erst lebendig.
Ich freue mich darauf, das wir uns auch 2026 gegenseitig inspirieren und begleiten, das macht das Schreiben erst so richtig wertvoll.
Ich wünsche dir ebenfalls ein glückliches, gesundes und kraftvolles neues Jahr!
Wow, liebe Pia, was für ein fulminanter Jahresrückblog! Und ja, ich sehe unsere Ähnlichkeiten auch. So schön! Lass uns gerne im neuen Jahr im Kontakt bleiben und vielleicht eine Idee entwickeln. Vorerst mal ein gutes, erfolgreiches neues Jahr und auf bald!
Herzliche Grüße aus Tirol (10 Min vom Allgäu entfernt 😉)
Gudrun
hab vielen Dank für deine lieben Worte!
Es freut mich riesig, dass die Energie der Themen auch über den Text bei dir am Bodensee ankommt. Ich schicke dir ganz herzliche Grüße zurück an den See und wünsche dir einen wundervollen, energievollen Start in das neue Jahr!
ich kein Dein „volle Kraft voraus auf die 50!“ so gut nachvollziehen! So ging es mir letztes Jahr, 2024. Das hat mich auch sehr geprägt, ich fühle mit Dir.
Super mutig finde ich, wie Du mit Deinem Launch umgegangen bist. Nicht verzweifeln (im ersten Moment traurig sein, klar), aber dann schauen: Was hab ich geschafft? Und was wird daraus? Was hat das Universum vielleicht auch im Köcher für mich, an das ich nicht gedacht habe? Das ist ein großartiges Mindset. Damit beschäftigst Du Dich ja auch.
Es hat mich sehr inspiriert, Deinen Jahresrückblick zu lesen. Vielen Dank dafür!
vielen Dank für deine Rückmeldung! Es ist beruhigend zu hören, dass ich mit dem „Anlauf auf die 50“ und den dazugehörigen Lektionen nicht alleine bin – 2024 scheint bei dir ja ein ähnlicher Wegweiser gewesen zu sein.
Ja, das mit dem Launch war ein echter Lernprozess. Im ersten Moment ist es natürlich hart, aber genau wie du sagst: Die Frage nach dem „Was wird nun daraus?“ öffnet Türen, die man vorher gar nicht gesehen hat. Dieses Vertrauen darauf, dass das Universum oft einen Plan hat, der über das eigene Notion-Board hinausgeht, hilft mir enorm dabei, weich zu bleiben, anstatt hart zu werden.
Ich wünsche dir einen wundervollen Start in ein kraftvolles 2026! Rutsch gut rüber und alles Liebe nach Wien.
Wow, liebe Pia, du hast ein ähnliches Tätigkeitsfeld und ich muss mir wirklich mal mehr Zeit nehmen, um tiefer in deinen Rückblick einzutauchen. Auch ich beschäftige mich mit der Psyche und Langlebigkeit sowie Zukunftsskills. Ich persönlich glaube ja nicht an Zufälle, somit wird das Universum sich sicher etwas dabei gedacht haben, dass Judith uns mit ihrem Blog-Event zusammengeführt hat :-).
herzlichen Dank für deinen Kommentar! Das haben wir ja wirklich eine große Schnittmenge.
Es freut mich, dass Judiths Jahresrückblog-Challenge uns zusammengeführt hat. Manchmal braucht es genau solche Anstöße, um Gleichgesinnte zu finden. Nimm dir gerne die Zeit zum Stöbern, wenn es bei dir passt – ich bin gespannt, welche Resonanzpunkte du noch entdeckst.
Lass uns gerne in Kontakt bleiben, ich schaue mir deinen Rückblick auch auf jeden Fall noch an.
Einen guten Rutsch und einen kraftvollen Start ins neue Jahr!
Pia Hübinger ist Pädagogin, Coach und Trainerin für Achtsamkeit, Mitgefühl und achtsamkeitsbasierte Kommunikation. In ihrer Arbeit verbindet sie westliche und buddhistische Psychologie, Körperweisheit und Nervensystemarbeit zu einem heilsamen Prozess des Wieder-Ganz-Werdens. Sie ist davon überzeugt, dass Heilung und Veränderung dort beginnen, wo wir aufhören, uns selbst zu bekämpfen und lernen, uns mit liebevoller Präsenz zu begegnen.
Ihr Ansatz Radical Belonging verbindet psychologische Klarheit mit der Bereitschaft, auch schwierigen Erfahrungen nicht auszuweichen. Sie erteilt keine Diagnosen und keine Ratschläge, sondern schafft einen Rahmen, in dem Menschen ihrem eigenen Erleben begegnen können. Unzensiert, unverstellt, ungefällig. Denn nur wenn Veränderung an die eigene Erfahrung angebunden ist, hat sie Bestand.
Mehr über die Autorin erfährst du hier.
Ich bin Diplompädagogin, psychologische Beraterin und Karuna-Trainerin im Rhein-Sieg-Kreis.
Ich unterstütze dich, lebendige, freundliche Beziehungen mit dir selbst und Anderen aufzubauen und auch in schwierigen Situationen dem Leben mit Wertschätzung und Zuversicht zu begegnen.
Da Beziehungen überall dort eine Rolle spielen, wo sich Menschen begegnen, arbeite ich sowohl mit Einzelpersonen, Paaren und Familien als auch mit Kindergärten, Schulen und Unternehmen.
Egal, welches Anliegen dich hierhergeführt hat: Ich heiße dich herzlich willkommen!
Leben ist nicht immer leicht. Manchmal geraten wir in Krisen und stecken fest in unseren Gefühlen und Gedanken. In geschütztem Rahmen begleite und unterstütze ich dich in herausfordernden Lebenssituationen.
Vorwürfe, Distanz, ständig wiederkehrende Konflikte belasten deine Paarbeziehung oder dein Familienleben? Du fühlst dich nicht gehört, nicht gesehen, nicht verstanden?
Menschen in sozialen und helfenden Berufen, die ihre Arbeit dem Wohlergehen Anderer widmen, finden hier einen geschützten Raum für die professionelle Reflexion ihrer Arbeit.
Schön, dass du dir diesen Raum schenken möchtest. Mit deiner Anmeldung bekommst du ab dem 1. Dezember täglich eine kleine Erinnerung, innezuhalten und dir selbst liebevoll zu begegnen.
Nachdem du deine E-Mail-Adresse bestätigt hast, erhältst du ab dem 1. Dezember deinen Adventskalender. Mit der Anmeldung bekommst du auch meinen Newsletter „Kindful Moments“ – und damit auch alle meine weiteren Impulse rund um Stressbewältigung und Selbstfürsorge! Du kannst dich jederzeit mit nur einem Klick aus meinem Newsletter austragen.
Tragen Sie sich jetzt in den Newsletter ein und erhalten Sie die Übungsanleitung "Selbstmitgefühl statt Selbstkritik" zum direkten Anhören!
Der Newsletter-/E-Mail-Versand erfolgt entsprechend meiner Datenschutzerklärung über den Anbieter ActiveCampaign.
In meinem Newsletter geht es um Themen rund um Achtsamkeit, Beziehungsgestaltung und Kommunikation. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Schreibe einen Kommentar