JOY UNLEASHED! Freude im Alltag zurückerobern. – Onlinekurs – Beginn: 4. März

Pia Hübinger

Praxis für kontemplative Psychologie

Köln - Bonn - Siegburg

Pia Hübinger

Praxis für kontemplative Psychologie

Köln - Bonn - Siegburg

Mit Tonglen dem Leid in der Welt begegnen

Das Bild zeigt ein Kind inmitten von Trümmern in einem Kriegsgebiet. Als Symbol für Mitgefühl und Liebe sind Seifenblasen übergelegt. Darum geht es bei Tonglen: Leid einatmen und in Freundlichkeit und Hoffnung und Mitgefühl ausatmen. So wird Leid transformiert.

Es gibt Tage, an denen mich das Leid in der Welt tief berührt. Die Angriffe auf Rafah in den letzten Tagen gehören für mich genau so dazu wie der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023.

Die Bilder von Menschen, unabhängig von ihrer Nationalität, Religion oder ethnischen Zugehörigkeit, die Schmerz, Verlust und Leid erfahren, gehen mir nah. Ich frage mich, was ihre Geschichten, ihre Träume und Sehnsüchte waren. Wie wären ihre Biografien unter anderen äußeren Umständen verlaufen?

Es ist eine essenzielle Gemeinsamkeit in unserem Menschsein, dass wir alle glücklich und frei von Leid sein wollen. Dieses Streben nach Glück, Frieden, Sicherheit und Freiheit verbindet uns mit allen fühlenden Wesen auf dieser Erde. Daher berührt es uns im tiefsten Inneren, wenn wir sehen, dass Menschen Leid widerfährt, denn die meisten von uns haben selbst leidvolle Erfahrungen gemacht.

Früher haben mich Berichte von Kriegen, Gewalt oder Naturkatastrophen häufig überwältigt. Ich fühlte mich handlungsunfähig und auch in meinem Alltag stark belastet. Eine meiner ersten sehr deutlichen Erinnerungen daran ist der zweite Golfkrieg, als ich morgens schon vor der Schule vor dem Fernseher saß, um die Nachrichten zu schauen. Ich war damals in der achten Klasse und wollte nicht wegsehen, fühlte mich aber gleichzeitig überfordert und hilflos.

Eine andere Strategie im Umgang mit belastenden Nachrichten, von der ich gerade seit der Corona-Pandemie immer wieder höre und die ich auch selbst kenne, ist das bewusste Ignorieren solcher Berichte. Doch das Ignorieren des Leids anderer Menschen brachte mir keine Erleichterung. Im Gegenteil, es ließ mich noch leerer und machtloser zurück.

In meiner Weiterbildung in kontemplativer Psychologie entdeckte ich die Tonglen-Praxis, eine Methode des Geistestrainings, die mir half, mich dem Leid auf eine völlig neue Weise zu nähern.

Tonglen ist eine alte Meditationstechnik, die Mitgefühl und Achtsamkeit in den Vordergrund stellt. Diese Praxis ermöglicht es uns, auf die Begegnung mit etwas Schwierigem, einem Schmerz, belastenden und schweren Gefühlen wie Angst, Kummer oder Trauer oder existentiellem Leid mit Herzenswärme und Mitgefühl zu reagieren. Dabei kann sie sich sowohl auf die eigene Erfahrung als auch auf leidvolle Zustände anderer oder in der Welt beziehen. Diese kraftvolle Praxis hat mir eine neue Perspektive eröffnet und mich gelehrt, dass ich trotz der empfundenen Machtlosigkeit angesichts von Elend, Not und Leid einen positiven Beitrag leisten kann – sei es durch innere Arbeit oder tatsächliche Hilfsmaßnahmen.

Was ist Tonglen?

Tonglen ist eine Praxis aus dem tibetischen Buddhismus, die übersetzt „Geben und Nehmen“ bedeutet. Sie basiert auf der Idee, durch das bewusste Atmen Mitgefühl und Heilung zu senden und zu empfangen. Für mich hat sich diese Praxis als wirkungsvolles Werkzeug erwiesen, um mit dem Leid in der Welt und in mir selbst auf eine heilsame Weise umzugehen.

Die Praxis des Tonglen beginnt mit einem Moment der Achtsamkeit. Wir setzen uns hin, werden still und nehmen uns Zeit, ganz bewusst im gegenwärtigen Moment anzukommen. Es geht darum, unsere innere und äußere Umgebung aufmerksam wahrzunehmen, ohne zu urteilen. Wir spüren unseren Atem, unsere Gedanken und Gefühle und beobachten sie, ohne uns von ihnen überwältigen zu lassen. Diese wache Präsenz bildet die Grundlage für Tonglen.

In der Praxis nehmen wir bewusst das Leid, den Schmerz oder die Dunkelheit – sei es unser eigener oder der von anderen – mit dem Einatmen in uns auf. Wir stellen uns vor, dass wir dieses Leid durch unser Herz transformieren. Dabei können wir uns vorstellen, dass dieses Leid als dicker, dunkler Rauch in uns einströmt. Beim Ausatmen senden wir Licht, Mitgefühl und Heilung aus. Wir visualisieren, dass unser Ausatmen wie ein Lichtstrahl oder eine warme, heilende Energie ist, die das Leid und den Schmerz lindert.

Dieses bewusste Ein- und Ausatmen ermöglicht es uns, nicht nur das Leid anderer anzunehmen, sondern auch unsere eigene Fähigkeit zur Heilung und zum Mitgefühl zu stärken. Es ist eine Praxis, die Mut erfordert, denn sie fordert uns auf, uns nicht vor dem Schmerz zu verschließen, sondern ihn bewusst wahrzunehmen und zu transformieren.

Tonglen für uns selbst

Besonders kraftvoll an Tonglen ist die Möglichkeit, es auch für uns selbst zu praktizieren. Wenn wir unser eigenes Leid, unsere Ängste oder unsere Schmerzen spüren, können wir diese Praxis nutzen, um uns selbst Mitgefühl und Heilung zu senden. Mit dem Einatmen nehmen wir unser eigenes Leid an, und mit dem Ausatmen senden wir uns selbst Wärme und Licht. Diese Praxis der Selbstfürsorge und Selbstmitgefühl kann tiefgreifende Veränderungen in unserem Umgang mit uns selbst bewirken.

Die wache Präsenz und das achtsame Wahrnehmen sind zentrale Elemente von Tonglen. Sie ermöglichen es uns, nicht nur die Realität des Leids anzuerkennen, sondern auch unsere Fähigkeit zu stärken, Heilung und Mitgefühl zu geben und zu empfangen. Durch diese Praxis können wir eine tiefere Verbindung zu uns selbst und zu anderen aufbauen und lernen, mit dem Leid in der Welt auf eine transformierende Weise umzugehen.

Die Bedeutung von Mitgefühl

Mitgefühl ist eine der zentralen Tugenden im Buddhismus, die tiefes Verständnis und eine bewusste, liebevolle Haltung voraussetzt. Es geht weit über bloßes Mitleid hinaus. Es bedeutet, aktiv das Leid anderer wahrzunehmen und den Wunsch zu entwickeln, ihr Leid zu lindern. Mitgefühl entsteht aus der Erkenntnis, dass wir alle miteinander verbunden sind. Wir alle kennen Leid.

Das Bild zeigt zwei zarte Pflänzchen, die aus der Erde sprießen. Mitgefühl muss wie diese Pflänzchen sorgsam genährt werden. Durch Tonglen können wir dem Leid in der Welt mit Mitgefühl begegnen.
Mitgefühl muss wie ein zartes Pflänzchen sorgsam genährt werden

Der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid

Mitleid entsteht oft unwillkürlich und kann uns in einen Zustand der Schwäche und Hilflosigkeit versetzen. Es kann auch mit einem Gefühl der Überheblichkeit einhergehen, bei dem wir auf das Leid anderer herabblicken. Mitgefühl hingegen stammt aus dem tibetischen Begriff „Nying Je“, was „nobles Herz“ bedeutet. Es ist eine bewusste Entscheidung, dem Leid eines anderen mit Weisheit und Liebe zu begegnen, ohne sich selbst dabei zu verlieren.

Mitgefühl als Transformationskraft durch Achtsamkeit und Präsenz

Mitgefühl erfordert eine Haltung des achtsamen Wahrnehmens und wacher Präsenz. Es bedeutet, im Moment zu sein und sich selbst sowie dem anderen aufmerksam zuzuwenden. Diese bewusste Präsenz ermöglicht uns, auf eine tiefere, authentische Weise mit anderen verbunden zu sein, ohne von eigenen schmerzhaften Reaktionen überwältigt zu werden.

Durch bewusste Praktiken wie Tonglen lernen wir, Leid aufzunehmen und in heilende Energie umzuwandeln. Diese Übung stärkt unsere innere Stabilität und ermöglicht es uns, mit dem Leid der Welt umzugehen, ohne davon weggespült zu werden. Mitgefühl ist somit eine aktive Kraft der Heilung und Transformation, die in Achtsamkeit und Präsenz verwurzelt ist.


Nur wer fühlt, was er sieht, tut, was er kann.

Volker Halfmann

Der Prozess von Tonglen

Tonglen beginnt mit der bewussten Wahrnehmung des eigenen Atems. Beim Einatmen stellen wir uns vor, dass wir das Leid und den Schmerz der Welt – oder unseres eigenen Lebens – in uns aufnehmen. Dabei nehmen wir nicht nur das Leid als abstrakten Begriff auf, sondern auch alle dunklen und schweren Gefühle, die damit verbunden sind. Beim Ausatmen visualisieren wir, dass wir Liebe, Mitgefühl und Heilung ausstrahlen. Dieser Akt des Ein- und Ausatmens wird zu einem Kreislauf des Gebens und Nehmens, der uns hilft, eine tiefere Verbindung zu unserem eigenen Herzen und anderen als fühlende, lebendige Wesen mit den gleichen Bedürfnissen herzustellen.

Anleitung zur Tonglen-Praxis

1. Vorbereitung:
Finde einen ruhigen Ort, an dem du ungestört meditieren kannst. Setze dich bequem hin, schließe die Augen und atme ein paar Mal tief ein und aus. Bringe deinen Geist zur Ruhe und richte deine Aufmerksamkeit nach innen.

2. Visualisierung:
Stelle dir eine Person vor, die Leid erfährt. Das kann jemand sein, den du kennst, oder eine anonyme Person, die in den Nachrichten auftaucht. Visualisiere diese Person so klar wie möglich und stelle dir ihr Leid vor.

3. Einatmen des Leids:
Atme tief ein und stelle dir vor, wie du das Leid dieser Person in Form von dunklem, schwerem Rauch einatmest. Lasse diesen Rauch in dein Herz fließen, wo er transformiert wird.

4. Ausatmen von Liebe und Mitgefühl:
Atme nun aus und stelle dir vor, wie du Licht, Leichtigkeit, Liebe und Mitgefühl aus deinem Herzen aussendest. Dieses Licht umhüllt die leidende Person und bringt ihr Linderung und Heilung.

5. Wiederholung:
Wiederhole diesen Prozess des Ein- und Ausatmens mehrere Male. Bei jedem Atemzug nimmst du das Leid auf und sendest Liebe und Mitgefühl aus. Fange mit 3-5 Atemzyklen an und höre auf, wenn es anfängt, sich anstrengend anzufühlen.

6. Abschluss:
Beende die Meditation, indem du ein paar tiefe Atemzüge nimmst und deinen Geist langsam zurück in den Raum bringst. Öffne die Augen und nimm dir einen Moment, um die Stille und den Frieden nach der Meditation zu genießen.

Die Wirkweise von Tonglen

Tonglen hilft uns, uns aus der Illusion der Trennung zu befreien. Diese Meditation ermöglicht es uns, unser tiefes Gefühl der Verbundenheit mit allen Lebewesen zu kultivieren und zu vertiefen. Wenn wir das Leid anderer wahrnehmen und es bewusst ein- und ausatmen, erkennen wir, dass wir nicht getrennt, sondern durch unser gemeinsames Menschsein miteinander verbunden sind. Diese Erkenntnis ist zentral, um Mitgefühl und Frieden in der Welt zu fördern.

Ausstieg aus dem Gedankenkarussell

Durch den bewussten Moment der Achtsamkeit während der Tonglen-Praxis können wir aus dem endlosen Gedankenkarussell und Katastrophendenken aussteigen. Diese Klarheit ermöglicht es uns, die Situation objektiver zu betrachten und zu erkennen, was in diesem Moment wirklich gebraucht wird. Sei es tatkräftiges Handeln, wie die Unterstützung von Menschen in Krisengebieten, oder finanzielle Hilfe für Hilfsorganisationen. Tonglen schafft die innere Ruhe und Klarheit, die notwendig ist, um geschickt zu handeln.

Gefahren durch ungeschickte Anwendung

Die Praxis von Tonglen erfordert eine gewisse psychische Stabilität und die Fähigkeit, selbständig Meditationsanleitungen auszuführen. Eine ungeschickte Anwendung der Methode kann dazu führen, dass man sich überwältigt oder überfordert fühlt. Daher ist es wichtig, dass du, wenn du diese Anleitung verwendest, dies mit Selbstverantwortung und Achtsamkeit tut.

Es ist wichtig, deine eigenen Grenzen zu kennen und dich nicht zu überfordern. Wenn die Konfrontation mit dem Leid zu stark wird, brich die Praxis ab und kehre zu der Beobachtung deines Atems zurück. Oder begegne dir selbst mit Mitgefühl. Dafür kannst du meine kostenlose Übungsanleitung „Selbstmitgefühl statt Selbstkritik“ verwenden.

Fange mit kurzen Meditationssitzungen an und steigere die Dauer allmählich. Es ist wichtiger, regelmäßig zu üben, als lange zu meditieren. Wenn du merkst, dass starke Emotionen aufkommen, die du alleine nicht bewältigen kannst, suche dir Unterstützung, zum Beispiel von einer in Meditation erfahrenen Therapeutin.

Voraussetzungen für die Praxis

Um die Tonglen-Meditation in guter Weise ausführen zu können, ist es hilfreich, bereits Vorerfahrungen mit der Achtsamkeitsmeditation zu haben. Diese Vorpraxis stärkt die Fähigkeit, im Moment präsent zu sein und das eigene Bewusstsein zu schulen. Ohne diese Grundlagen kann Tonglen überwältigend wirken. Es ist wichtig, die Praxis schrittweise aufzubauen und sich selbst Zeit zu geben, um sich an die Methode zu gewöhnen.

Fazit

Tonglen ist eine kraftvolle und transformative Meditationspraxis, die uns helfen kann, mit dem Leid in der Welt und in uns selbst auf eine heilsame Weise umzugehen. Durch die Kultivierung von Mitgefühl können wir zu einem positiven Wandel in der Gesellschaft beitragen und die negativen Auswirkungen von Hass, Gewalt und EgoismusI reduzieren.

In den letzten zwei Wochen habe ich an meine morgendliche Meditation die Tonglen-Praxis angehängt, um den Menschen in Gaza und Israel sowie den Betroffenen in den Hochwassergebieten Erleichterung, Hoffnung und Mitgefühl zu schicken.

Diese Praxis hilft mir, eine tiefere Verbindung zu den Menschen in Not zu spüren und mich gleichzeitig mental zu stärken. Auf dieser Grundlage kann ich auch mit meinen drei Kindern altersgerecht über die aktuellen Ereignisse zu sprechen.

Es ist mir wichtig, dass meine Kinder keine Angst bekommen, aber auch nicht von den Geschehnissen in der Welt ferngehalten werden. Ich stelle immer wieder den Bezug zu ihrer eigenen Lebenswirklichkeit in der Schule her. Zum Beispiel ermutige ich sie, Mitgefühl mit einem Klassenkameraden zu haben, der geärgert wird, selbst wenn sie ihn nicht mögen. Oder eine in ihren Augen ungerechte Situation einmal durch die Augen des anderen zu betrachten. Durch Tonglen können wir die Welt ein Stück weit heiler und freundlicher machen.

Wie gehst du mit dem Leid in der Welt um? Hast du eine Praxis oder eine Strategie, die dir hilft, damit gut zurechtzukommen? Teile deine Erfahrungen sehr gerne in den Kommentaren. Ich bin gespannt auf deine Perspektive!

22 Antworten zu „Mit Tonglen dem Leid in der Welt begegnen“

  1. Avatar von Heidrun Brüning

    Liebe Pia,

    schon beim Lesen habe ich meine Atmung mit ausgerichtet und eine unglaubliche Ruhe in mir verspürt. Der Begriff war mir bisher unbekannt und habe daher deinen Artikel mit Neugier gelesen. Es gefällt mir sehr, wie du deine Leser mit auf den Weg nimmst und danke dir für diese wunderbare Technik mit Kummer und Leid umzugehen.

    Liebe Grüße
    Heidrun

    1. Avatar von Pia

      Liebe Heidrun,

      ich danke dir herzlich für deinen schönen Kommentar, der mein Herz aufgehen lässt! Wow, wie toll, dass du schon beim Lesen deine Atmung angepasst und dabei eine unglaubliche Ruhe verspürt hast. Das zeigt, wie kraftvoll diese Praxis sein kann.

      Ist es nicht beachtlich, wie diese alte Technik schon so vielen Menschen in so vielen unterschiedlichen Kontexten geholfen hat, mit Kummer und Leid umzugehen? Es freut mich sehr, dass du neugierig auf Tonglen geworden bist und diese Methode als bereichernd empfindest.

      Ich wünsche dir viele positive Erfahrungen.

      Sei ganz herzlich gegrüßt.
      Pia

  2. Avatar von Silke Geissen

    Liebe Pia,

    eigentlich ist schon alles geschrieben. Egal, ich möchte dir auch sagen, wie schön und liebevoll ich deinen wunderbaren Artikel finde. Das Tonglen war mir bisher fremd, wobei ich das mit dem Einatmen und Ausatmen des Negativen irgendwo schon mal gehört und ausprobiert habe. Ich fand es sehr hilfreich und befreiend und nehme deine Anleitung zum Anlass, das Tonglen zu üben.

    Deine Beschreibung berührt mich sehr. Mit dem Thema „Mitleid vs. Mitgefühl“ beschäftige ich mich schon länger, weil ich es als immer wichtiger empfinde, selbst für die eigene seelische Stabilität zu sorgen, um all dem Grauen von außen standhalten zu können und nicht daran zu verzweifeln oder in selbst erstellten Schreckensszenarien zu erstarren. Während ich das schreibe, empfinde ich große Ruhe und fühle, dass es häufig diese Starre oder auf der anderen Seite der blinde Aktionismus ist, die weder uns noch anderen helfen.

    Ich mag auch sehr, dass du die Wortherkunft und Bedeutungen erläuterst, damit kann ich richtig was anfangen.

    Ich schicke mir jetzt gleich deinen Link, um in den nächsten Tagen mit dem Üben anzufangen.

    Ganz herzlichen Dank für deinen schönen Artikel,
    Silke

    1. Avatar von Pia

      Liebe Silke,

      vielen Dank für deinen bereichernden, wertschätzenden Kommentar und deine Zeit. Es freut mich sehr zu hören, dass dich der Artikel berührt hat und du Tonglen ausprobieren möchtest. Deine Gedanken zum Thema „Mitleid vs. Mitgefühl“ sind tiefgründig und treffen genau den Kern der Praxis: Sich selbst zu stabilisieren, um dem Leid in der Welt mit offenen Augen und einem mitfühlenden Herzen begegnen zu können.

      Deine Reflexion über die Starre und den blinden Aktionismus zeigt eine tiefe Einsicht in die Herausforderungen, denen wir alle gegenüberstehen.

      Es freut mich auch, dass dir die Erläuterungen zur Wortherkunft und Bedeutung geholfen haben. Dieses Verständnis ermöglicht auch mir oft einen tieferen Zugang zu der Praxis.

      Diese Ruhe, die du empfindest, während du darüber schreibst, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu innerer Stabilität und Mitgefühl. Ich stimme dir vollkommen zu, dass nur eine stabile innere Basis uns ermöglicht, wirklich hilfreich und unterstützend zu sein – sowohl für uns selbst als auch für andere.

      Ich hoffe, dass das Üben von Tonglen dir ebenso hilfreich und befreiend erscheint wie mir und vielen anderen. Es ist eine wunderbare Praxis, um Mitgefühl zu kultivieren und gleichzeitig unsere innere Stärke zu stärken.

      Ich wünsche dir viel Erfolg und tiefe Erfahrungen mit deiner Praxis.

      Ganz herzlichen Dank für deine lieben Worte und alles Gute.

      Sei sehr herzlich gegrüßt.
      Pia

  3. Avatar von Sylvia Tornau

    Liebe Pia, Danke für diesen Beitrag und die Methode, die ich bisher nicht kannte. Ich kenne das Überwältigt werden vom eigenen Schmerz und vom Schmerz anderer ebenso, wie ich es kenne, mich abzuschotten. Bloß keine Nachrichten schauen, weil das Elend so unaushaltbar scheint, obwohl es mich ja nicht direkt betrifft. Was für ein Trugschluss, denn meine Erfahrung ist so, wie du die deine beschreibst: Abschotten und Ignorieren macht leer, trennt und ich fühlte mich noch machtloser, denn Fakt ist, das Leid und Elend dieser Welt, sei es das eigene, das eines Nachbarn oder eben jenes, welches sich fern von uns abspielt, durch Kriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen, es geht uns etwas an. Alles ist mit allem verbunden und da ich ein Teil von allem bin, bin auch ich mit allem verbunden. Also auch mit dem Schmerz anderer Menschen. In meiner Kindheit führte das zu Allmachtsfantasien: Ich sah mich als Weltretterin mit übernatürlichen Kräften. Zu akzeptieren, dass ich das nicht bin und nie, in diesem Ausmaß wie damals erträumt, sein werde, ließ mich in Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht abstürzen. Mir half damals die Methode der radikalen Akzeptanz, dies zu ändern. Ich musste weder verhärten noch ignorieren – das waren übrigens Tipps von Therapeut:innen, die mir rieten, mich mehr vor dem Elend zu verschließen. Ich akzeptierte meine Rolle als kleines Sandkorn im Universum und verfolge seitdem zwei Wege: Einen liebevollen und wohlwollenden Umgang mit mir selbst und mit den Menschen in meinem Nahfeld und ich gebe mir pro Jahr ein finanzielles und zeitliches Budget für die Unterstützung von Menschen in Krisengebieten. Ich werde Tonglen auf jeden Fall ausprobieren. Danke auch für den kurzen Einblick, wie du mit deinen Kindern altersgerecht über aktuelle Ereignisse sprichst. Wir alle können nur voneinander lernen und damit unsere Kinder stärken. Herzliche Grüße Sylvia

    1. Avatar von Pia

      Liebe Sylvia,

      ganz herzlichen Dank für deinen tiefgründigen und ehrlichen Kommentar. In der Beschreibung deiner kindlichen Allmachtsfantasien verbunden mit dem tiefen Wunsch, die Welt zu retten, finde ich mich sehr wieder, denn ich habe als Kind und Jugendliche sehr ähnlich empfunden.
      Es berührt mich sehr zu lesen, wie du mit den Herausforderungen des Schmerzes und der Ohnmacht umgehst. Deine Erfahrung zeigt, wie wichtig es ist, einen Weg zu finden, der sowohl Mitgefühl als auch Selbstfürsorge vereint.

      Die Methode der radikalen Akzeptanz, die du beschrieben hast, ist unglaublich kraftvoll. Dein Ansatz, liebevoll und wohlwollend mit dir selbst und deinem Umfeld umzugehen und gleichzeitig aktiv Unterstützung für Menschen in Krisengebieten zu leisten, ist sehr inspirierend.

      Ich freue mich, dass du Tonglen ausprobieren möchtest. Diese Praxis kann uns helfen, eine tiefere Verbindung zu unserem Mitgefühl zu finden und uns gleichzeitig zu stärken, um den Herausforderungen dieser Welt mit einem offenen, wachen Herzen zu begegnen.

      Sei sehr herzlich gegrüßt.
      Pia

  4. Avatar von Heiko Metz

    Hallo Pia,
    vielen Dank für diesen Artikel, der mich sehr anspricht und besonders in die aktuelle Situation spricht.
    Ich kannte diese Praxis bisher nicht, bin ja aber auch eher in christlicher Meditation zu Hause (in der es ähnliche Ansätze gibt :-)).
    Mir kam ein Zitat in den Sinn, das gut dazu passt: „Glücklich der Mensch, der seinen Nächsten trägt in seiner ganzen Gebrechlichkeit, wie er sich wünscht, von jenem getragen zu werden in seiner eigenen Schwäche“ (Franz von Assisi)
    Viele Grüße
    Heiko

    1. Avatar von Pia

      Hallo Heiko,

      vielen Dank für deinen wertvollen Kommentar! Es freut mich sehr, dass der Artikel dich anspricht und du Verbindungen zu deiner Praxis der christlichen Meditation findest. Tonglen und christliche Meditation teilen tatsächlich viele ähnliche Werte, insbesondere das Mitgefühl und die Unterstützung für andere.

      Das Zitat von Franz von Assisi ist wunderschön und passt perfekt zu der Idee von Tonglen. Es erinnert uns daran, wie wichtig es ist, einander in unseren Schwächen zu tragen und Mitgefühl füreinander zu haben. Ich denke, diese Haltung ist gerade in der heutigen Zeit von unschätzbarem Wert.

      Vielen Dank, dass du diese tiefgründige Verbindung geteilt hast. 💚

      Ich grüße dich sehr herzlich.
      Pia

  5. Avatar von Alex

    Hallo liebe Pia,
    ich bin über einen Link im Kommentarwellen-Beitrag von Sympatexter-Judith auf das TCS Wheel und das drehen dann auf diesen Beitrag gestoßen und bin jetzt um einige Dinge reicher an Wissen. Ich kannte Tonglen nicht, wusste nicht, was es damit auf sich hatte – bin ein wenig skeptisch ob ich das anwenden könnte, aber wenn ich mal Ruhe finden sollte, dann würde ich mich damit mehr beschäftigen. Vielen Dank jedenfalls für diesen tollen Beitrag.

    Und zack – einen Kommentar mehr nun. Schönen Tag.

    Grüße,
    Alex

    1. Avatar von Pia

      Lieber Alex,

      herzlichen Dank für deinen wertschätzenden Kommentar! Alles hat seine Zeit – vielleicht kommt deine Zeit für Meditation und speziell Tonglen noch 🙂

      Sehr herzlich
      Pia

  6. Avatar von Danielle Berg

    Liebe Pia,
    wow, was für ein spannender und ausführlicher Artikel! Ich denke, es wird immer wichtiger, Strategien für sich zu finden, die helfen, mit den vielen eher unschönen Ereignissen in dieser Welt klarzukommen.
    Ich finde es spannend, auch mich hat der Golfkrieg damals sehr beschäftigt. Damals war ich noch in der Grundschule. Das Tonglen klingt nach einer sehr wirksamen Technik, die ich ganz bestimmt mal ausprobieren werde.

    Danke für diesen wirklich umfangreichen, tiefen Einblick!!

    Liebe Grüße
    Danielle

    1. Avatar von Pia

      Liebe Danielle,

      vielen Dank, dass du deine Gedanken mit mir und den anderen Leser*innen teilst! Du hast recht, in Zeiten voller unschöner Ereignisse ist es wichtiger denn je, Strategien zu finden, um damit umzugehen und gleichzeitig handlungsfähig zu bleiben.

      Der Golfkrieg hat viele von uns tief geprägt. Es war vielleicht das erste Mal, dass so dezidiert und unmittelbar aus einem Kriegsgebiet berichtet wurde. Tonglen ist tatsächlich eine sehr kraftvolle Technik, die helfen kann, Mitgefühl und Heilung in schwierigen Zeiten zu fördern.

      Ich freue mich, dass du es ausprobieren möchtest, und hoffe, dass es dir genauso hilfreich und bereichernd erscheint wie mir.

      Von Herzen
      Pia

    2. Avatar von Mella

      Vielen Dank für diese tolle Methode! Habe es gleich mal ausprobiert und fühle mich gleich ausgeglichener. Man braucht immer mal wieder einen Anstoß von außen, um seine Perspektive zu ändern.
      Alles Liebe für dich, Mella

      1. Avatar von Pia

        Liebe Mella,

        es freut mich außerordentlich zu hören, dass du die Methode gleich ausprobiert hast und dich ausgeglichener fühlst. Ja – manchmal braucht es wirklich nur einen kleinen Anstoß von außen, um unsere Perspektive zu ändern und neue Wege zu entdecken.

        Es ist schön zu wissen, dass Tonglen dir geholfen hat, mehr Balance zu finden. Diese Praxis ist eine kraftvolle Möglichkeit, inneren Frieden und Mitgefühl zu kultivieren.

        Alles Liebe auch für dich,
        Pia

  7. Avatar von Wiebke

    Liebe Pia,
    das Lesen hat mich neugierig gemacht, Tonglen auch auszuprobieren. Denn ich finde es auch sehr schwer, das Leid wahrzunehmen, ohne mich davon überwältigen zu lassen.
    Vielen Dank!
    Wiebke

    1. Avatar von Pia

      Liebe Wiebke,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Es freut mich sehr, dass dich der Artikel neugierig auf Tonglen gemacht hat. Diese Praxis kann dir helfen, mit Leid umzugehen, ohne davon überwältigt zu werden. Sie ermöglicht es, Mitgefühl zu kultivieren und inneren Frieden zu finden. Ich freue mich, wenn du es ausprobierst 🙂 Beginne mit kurzen Sequenzen und bleibe achtsam für das, was in dir wachgerufen wird.

      Herzliche Grüße
      Pia

  8. Avatar von Stefanie Wittiber-Schmidt

    Liebe Pia,

    ein sehr schöner Artikel. Den Begriff Tonglen kannte ich bisher noch nicht; auch den Gedanken, Leid beim Einatmen aufzunehmen und Heilung beim Ausatmen in die Welt zu geben, gefällt mir.
    Ich praktiziere häufiger Metta und Mitgefühls-Meditationen von Christopher Germer, da gibt es ein paar Parallelen. Aber es gibt auch Momente, wo ich die Nachrichten einfach ausmache und nichts mehr hören möchte.
    Herzliche Grüße
    Stefanie

    1. Avatar von Pia

      Liebe Stefanie,

      vielen Dank für deinen schönen Kommentar! Es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat und du den Gedanken von Tonglen ansprechend findest. Metta- und Mitgefühls-Meditationen sind ebenfalls wunderbare Praktiken, und es ist schön zu hören, dass du damit vertraut bist.

      Es ist vollkommen verständlich, dass es Momente gibt, in denen man sich von den Nachrichten und der Welt zurückziehen möchte. Diese Pausen sind wichtig, um unser eigenes Wohlbefinden zu schützen und neue Kraft zu schöpfen. Tonglen kann gerade in solchen Zeiten eine ergänzende Methode sein, um Mitgefühl und Heilung zu fördern.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Freude und Erfüllung in deiner Meditationspraxis.

      Herzliche Grüße,
      Pia

  9. Avatar von Bine

    Liebe Pia,
    was für ein liebevoller und interessanter Artikel – vielen Dank für die Einblicke in diese Meditationen. Auch ich habe von Tonglen bisher nie etwas gehört, ich bin aber was Meditation betrifft auch ein unbeschriebenes Blatt.

    Ich bin neugierig geworden, denn diese Welt und diese Gesellschaft ist voll von Schmerz und schlechten Gefühlen, die man selbst für sich manchmal kaum bewältigen kann. Ich bin selbst ein sehr empathischer Mensch und manche Tage sind für mich sehr schwer zu ertragen und zu verstehen.

    Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe,
    Sabine

    1. Avatar von Pia

      Liebe Sabine,

      vielen Dank für deinen wertschätzenden Kommentar! Es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat und du neugierig auf Tonglen geworden bist. Als empathischer Mensch kann Tonglen dir helfen, dem Schmerz und den negativen Gefühlen dieser Welt anders zu begegnen.

      Diese Meditationstechnik ermöglicht es dir, Mitgefühl für dich selbst und andere zu kultivieren und den Schmerz in etwas Positives zu transformieren. Ich möchte dich ermutigen, Tonglen einmal auszuprobieren. Beginne mit kurzen Sequenzen und überfordere dich nicht.

      Sehr herzlich
      Pia

  10. Avatar von Sabine Landua

    Hallo Pia,
    von Tonglen hatte ich bisher noch nie etwas gehört und fand deinen Artikel daher sehr interessant. Auch wenn ich wenig Übung in Meditation habe, finde ich die Umdeutung der Gedanken auch für mich faszinierend und habe Lust, es einmal auszuprobieren. Deine Anleitung ist dafür sehr hilfreich. Sehr wichtig finde ich auch, dass du auf mögliche Gefahren hinweist, denn dass man sich überwältigt fühlen kann, kann ich mir sehr gut vorstellen. Vielen Dank für diesen neuen Einblick!

    1. Avatar von Pia

      Liebe Sabine,

      vielen Dank für deinen wertvollen Kommentar! Es freut mich sehr zu hören, dass mein Artikel über Tonglen deine Neugier weckt, es einmal auszuprobieren. Diese Praxis kann tatsächlich eine tiefgreifende und bereichernde Erfahrung sein, selbst wenn man noch wenig Übung in Meditation hat.

      Die Umdeutung der Gedanken ist ein faszinierender Aspekt von Tonglen, der vielen hilft, einen neuen, mitfühlenderen Blick auf das eigene Erleben und das Leid anderer zu entwickeln. Es ist schön, dass dich dieser Ansatz anspricht und inspiriert.

      Deine Aufmerksamkeit auf die möglichen Gefahren der Praxis ist sehr wichtig. Die Hinweise darauf sollen sicherstellen, dass jeder, der Tonglen praktiziert, sich seiner eigenen Grenzen bewusst ist und sich nicht überfordert. Es ist immer ratsam, behutsam vorzugehen und bei Bedarf Unterstützung zu suchen, um sich nicht überwältigt zu fühlen.

      Ich wünsche dir viel Erfolg und eine bereichernde Erfahrung mit Tonglen. Solltest du Fragen haben oder Unterstützung benötigen, melde dich sehr gerne bei mir.

      Sehr herzlich
      Pia

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