JOY UNLEASHED! Freude im Alltag zurückerobern. – Onlinekurs – Beginn: 4. März

Pia Hübinger

Praxis für kontemplative Psychologie

Praxis für kontemplative Psychologie

Köln - Bonn - Siegburg

Mit Freundlichkeit und Selbstfürsorge dem Novemberblues begegnen

Morgens im Dunkeln zur Arbeit und nachmittags im Dunkeln wieder heim. Dazu Nebel und Regen. Die Erinnerungen an die Leichtigkeit des Sommers verblassen allmählich.

Der November, eine Zeit des Übergangs, in der die Tage kürzer werden und die Dunkelheit früher hereinbricht. Für viele von uns kann dieser Monat den sogenannten „Novemberblues“ auslösen, ein Gefühl der Melancholie und Energielosigkeit, das uns in dieser dunklen Jahreszeit heimsucht. Beschwerden wie Müdigkeit, Kopfweh, Antriebslosigkeit und melancholische Stimmung, bis hin zu leichten oder sogar schweren Depressionen, können dann auftreten.

Der November erinnert uns daran, wie wichtig es ist, gut für uns selbst zu sorgen und Mitgefühl, sowohl für uns selbst als auch für andere, in unser Leben zu integrieren.

Wir können diese Jahreszeit als Einladung betrachten, unsere innere Kerze zu entzünden und uns selbst mit Freundlichkeit und Fürsorge zu begegnen. Während draußen die Blätter fallen und die Welt sich zu verlangsamen scheint, können wir in uns selbst einen Ort des Trostes und der Wärme finden.

In diesem Blogartikel lade ich dich ein, dich mit mir auf eine Reise zu begeben, auf der wir Wege erkunden, wie wir die dunkle Jahreszeit achtsam und mit Mitgefühl für uns selbst durchwandern können. Lasse uns gemeinsam Licht in den Novemberblues bringen.

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade der Fotografin Barbara Knie. Hier findest du weitere Blogbeiträge in den Kommentaren, mit Tipps rund um den Herbst-Blues: https://barbara-knie.at/blogparade-herbstblues-ade/

33 Tipps, um gut durch die dunkle Jahreszeit zu kommen

  1. Abreißkalender bis zur Wintersonnenwende am 22. Dezember erstellen. Ab diesem Tag kehrt ganz allmählich das Licht zurück. Die Tage werden langsam wieder länger und heller.
  2. Jeden Tag mindestens 20 Minuten draußen bei Tageslicht verbringen. Egal, wie grau und trüb der Himmel erscheint: Mache in der Mittagspause einen Spaziergang mit deiner Lieblingskollegin, deinem Lieblingskollegen. Die Kombination aus Tageslicht, Bewegung und frischer Luft, am besten in wohlwollender Begleitung, wirkt garantiert stimmungsaufhellend.
  3. ein warmes Fußbad am Abend, vielleicht mit gut duftendem Badezusatz. Gut geeignet ist zum Beispiel Lavendel, der beruhigend wirkt.
  4. lange Herbstspaziergänge oder andere Ausflüge in die Natur an den Wochenenden
Ein Naturmandala auf einem Baumstumpf. Das Bild stellt eine Eule aus Eicheln, Ästen, Blättern und Samen dar. Krreatives Gestalten ist ein gutes Gegenmittel gegen den Novemberblues.
  1. Puzzeln, stricken, malen, Brot backen – kreative Tätigkeiten mit den Händen erfordern genau das richtige Maß an Fokussierung, die uns entspannen lässt ohne zu kollabieren. Und das Ergebnis, das wir anschließend konkret vor uns haben, schenkt uns eine Erfahrung der Selbstwirksamkeit.
  2. eine Teepause bewusst einplanen, dabei vielleicht eine Kerze anzünden
  3. gemeinsam Urlaubfotos anschauen
  4. die Übung Selbstmitgefühlspause durchführen, wenn du Stress hast oder mit Herausforderungen kämpfst. Die Übung enthält 3 Komponenten, die dir helfen, einen freundlicheren Blick auf dich selbst zu entwickeln: Achtsamkeit, Mitmenschlichkeit und liebevolle Güte für dich selbst. Hier findest du eine von mir eingesprochene Übungsanleitung.
  5. früh schlafen gehen und damit dem größeren Ruhebedürfnis Beachtung schenken
  6. In manchen Gegenden gibt es Lichtshows in der dunklen Jahreszeit, die man besuchen kann. Zum Beispiel das Parkleuchten im Grugapark Essen, das Lichtkunst-Projekt Collumina in Köln, das Lichterfest Lumagica in Hattingen und Hückelshoven, das Winterleuchten im Westfalenpark Dortmund.
Lichtinstallation zu Allerheiligen auf dem Nordfriedhof in Siegburg. Die bunten Lichter und die stimmungsvolle Atmosphäre vertreiben den Novemberblues.
  1. Blumenzwiebeln stecken in Vorfreude auf den nächsten Frühling
  2. sich mit der Idee von Rückzug und Ausruhen anfreunden und sich als Teil eines größeren zyklischen Prozesses zu sehen. Die Natur zieht sich zurück, viele Tiere halten Winterschlaf oder Winterruhe. Und auch wir sind ein Teil dieser Natur.
  3. mit jemandem zum Museumsbesuch verabreden, entweder mit der Familie oder mit Freund*innen
  4. besonders schöne Herbstblätter sammeln und zu Hause aufhängen
  5. in die Sauna gehen
  6. einen schönen Pflanzkübel mit winterharten Pflanzen anlegen
  7. viel trinken. Durch die trockene Heizungsluft laufen wir Gefahr, dass unser Körper austrocknet. Dies hat zur Folge, dass wir uns matt, abgeschlagen und unmotiviert fühlen. Deshalb ist es auch in der kalten Jahreszeit wichtig, genug Flüssigkeit zu uns nehmen.
  8. Gerüche wirken auf unsere Stimmung. Wir können den wohltuenden und stimmungsaufhellenden Duft von Zimt, Orangen oder Bergamotte unterstützend einsetzen, um unser Wohlbefinden zu verbessern. Entweder durch ätherische Öle in einem Duftlämpchen, einem elektrischen Aroma-Diffusor oder auch getrockneten Orangenscheiben und Zimtstangen in einer dekorativen Schale.
  9. Innehalten und atmen. So banal es klingt: Wenn wir einige Male am Tag bewusst innehalten und uns für zwei, drei Atemzüge mit uns selbst verbinden und spüren, wie es uns in diesem Moment eigentlich gerade geht, können wir zur Ruhe kommen und Kraft tanken.
  10. einfache, nahrhafte und wärmende Gerichte kochen und essen, zum Beispiel eine cremige Suppe, Eintöpfe oder Aufläufe. Zutaten wie Ingwer und Zimt wärmen zusätzlich von innen.
  11. es sich mit Decke und einem guten Buch auf dem Sofa gemütlich machen. Meine drei Buch-Favoriten in diesem Jahr waren bisher: Der Buchspazierer von Carsten Henn, Gefangen und frei. Der Buddhist in der Todeszelle von David Sheff und Eine Frage der Chemie von Bonnie Garmus.
  12. dem inneren Kritiker/ der inneren Kritikerin freundlich Auszeiten verordnen und stattdessen der wohlwollenden Fürsprecherin/ dem wohlwollenden Fürsprecher Gehör schenken
  13. ein Dankbarkeitstagebuch einführen und abends drei Dinge aufschreiben, für die du dankbar bist. Kurz, gerne in Stichpunkten. Mache keine Mammutaufgabe daraus!
  14. Musik bewusst einsetzen, egal ob fröhlich oder melancholisch. Musik reguliert unsere emotionale Verfassung. Vertraue auf dein Gefühl, welche Art Musik dir guttut.
  15. mit dem Partner/ der Partnerin/ den Kindern/ Freund*innen am Feuer sitzen; entweder am Kamin oder draußen an der Feuerschale, was besonders bei klarem Himmel noch stimmungsvoller ist

Extra-Tipps für Familien mit Kindern

Ein Kind sitzt mit großer Freude in einer großen Pfütze, bekleidet mit Matschhose und Regenjacke. Draußen sein bei Wind und Wetter hilft gegen den Novemberblues.
  1. einen Martinszug besuchen, zum Beispiel im Freilichtmuseum Kommern
  2. Drachen steigen lassen
  3. einen Familien-Spieleabend veranstalten mit deinen eigenen Lieblingsspielen und denen der Kinder.
  4. Matschhose und Regenjacke an und nach draußen gehen. Pfützen hüpfen, Steine in einen Bach werfen, ein Mandala aus Naturmaterialien machen. In der Natur reguliert sich das Nervensystem. Die frische Luft schenkt neue Energie. Es gibt keinen Streit um Spielsachen, denn die Natur ist großzügig und steht uns allen zur Verfügung mit ihrem Reichtum an bunten Blättern, Eicheln, Kiefern- und Tannenzapfen.
Naturmandala: Ein Gesicht aus Lehm, Moos, Blättern und Samen an einem Baumstamm.
  1. Steine anmalen und beim nächsten Spaziergang auslegen, um anderen eine Freude zu machen.
  2. mit Laternen oder Taschenlampen eine kleine Nachtwanderung nach dem Abendessen machen
  3. im Wald oder im Park einen riesigen Laubhaufen zusammentragen und sich reinfallen lassen
  4. eine Thermoskanne mit Tee einpacken und einen neuen Spielplatz erkunden

Fazit

In dieser dunklen Jahreszeit ist es so wichtig, sich selbst mit Freundlichkeit zu begegnen. Die kleinen Gesten der Selbstfürsorge, die leicht in deinen Alltag integriert werden können, sollten niemals ein zusätzlicher Punkt auf deiner To-Do-Liste und so zur Pflichtübung werden. Lasse sie zu einem natürlichen und liebevollen Teil deines Lebens werden, ganz ohne Druck und Anspruch auf Perfektion.

Denke daran, dass du nicht alleine bist. Wenn die trüben Gedanken zu stark werden und du dich übermäßig antriebslos oder überfordert fühlen, zögere bitte nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sich Unterstützung zu suchen, ist ein weiterer Akt der Selbstfürsorge und Stärke.

Die Dunkelheit draußen mag noch eine Weile anhalten, aber in deinem Inneren kannst du dein eigenes Licht entzünden. Die kleinen Schritte, die du unternimmst, um dir selbst mit Freundlichkeit zu begegnen, können eine große Wirkung haben. Nimm dir die Zeit, ein Buch zu lesen, das du schon immer lesen wolltest, mache abends einen gemütlichen Spaziergang, um die frische Luft zu genießen oder verbringe Zeit mit lieben Menschen.

Denn du verdienst es, dich selbst mit derselben Freundlichkeit zu behandeln, die du anderen entgegenbringen. In diesem Sinne: Möge die dunkle Jahreszeit eine Zeit der Selbstfürsorge und des inneren Lichts für dich sein.

Sei dir gut!

Auch das hilft gegen den Novemberblues: Steine bemalen und im Wald auslegen, um anderen eine unverhoffte Freude zu bereiten.

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Eine Antwort zu „Mit Freundlichkeit und Selbstfürsorge dem Novemberblues begegnen“

  1. Avatar von Barbara Knie

    Hallo Pia!
    Herzlichen Dank für deinen tollen Artikel und die vielen Tipps und dass du bei meiner Blogparade dabei bist!
    Alles Liebe
    Barbara

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