Adventskalender: Sei dir gut! Mit Freude und innerer Balance durch den Advent

Meine To-Want Liste für das 1. Quartal 2026

Das Bild zeigt Straßenschilder mit den Beschriftungen Dream big, Goals und Action. Es trägt den Titel: Vergiss Neujahrsvorsätze

Mitte Januar hat so eine ganz eigene Stimmung: Das neue Jahr ist noch frisch, überall hängt dieses „Jetzt aber!“ in der Luft, und gleichzeitig sind wir… nun ja, immer noch mitten im Winter. Die Tage sind kurz, der Körper ist oft eher auf Sparflamme, und wenn du gerade nicht vor Energie strotzt, ist das kein Zeichen von persönlichem Versagen. Die Natur macht es uns vor: Die Bäume haben ihre Blätter abgeworfen. Sie versuchen nicht direkt wieder auszutreiben, sondern ziehen ihre Energie nach innen und warten auf den Frühling. Dein Körper kennt diese Weisheit.

Genau hier kippen Neujahrsvorsätze für viele Menschen. Nicht, weil wir grundsätzlich zu undiszipliniert wären, sondern weil Vorsätze oft so formuliert sind, als hätten wir ab dem 1. Januar ein neues Nervensystem, einen leeren Kalender und ein Leben ohne Verpflichtungen und Reibung. Und dann kommen der Alltag, das Wetter und vielleicht noch eine Erkältung. Und die innere Trägheit, die auch einfach Schutz vor Überforderung sein kann.

Im Kalender der kuriosen Feiertage, den meine Tochter letztes Jahr aus dem Englischunterricht mitgebracht hat, steht der 17. Januar als „Wirf-deine-Neujahrsvorsätze-über-Bord-Tag“. Das klingt erst mal witzig, ist aber auch ein ziemlich treffender Kommentar darauf, wie wir oft planen. Wir setzen uns am 1. Januar Ziele, als hätten wir ab diesem Tag bessere Bedingungen als im Dezember.

Ich glaube inzwischen: Der Knackpunkt ist selten die Zielsetzung. Der Knackpunkt ist das Dranbleiben. Auch dann, wenn eine Woche völlig anders läuft als geplant. Oder die eigene Energie schwankt und Verpflichtungen rufen. Genau hier hilft mir das Konzept des Zwölf-Wochen-Jahres von Brian Moran. Statt ein Jahr lang auf ein diffuses Ziel hinzuarbeiten, arbeite ich seit Beginn meiner Selbständigkeit in einem klaren Quartalsrhythmus: überschaubar, konkret, messbar. 12 Wochen sind kurz genug, dass ich nicht ausweiche – und lang genug, dass Veränderung wirklich greifen kann.

Und ich will noch etwas dazu sagen, das mir wirklich wichtig ist: Nichts ist so schwer wie Veränderung. Wir reden darüber oft so leicht, als müsste man sich nur endlich mal entscheiden und dann läuft das. In der Realität ist Veränderung meistens unbequem. Sie fordert Energie, Aufmerksamkeit und Wiederholung. Und sie scheitert selten daran, dass wir es nicht verstanden hätten, sondern daran, dass die Umsetzung im echten Leben wirklich anspruchsvoll ist.

Die Prinzipien des 12-Wochen-Jahres, so wie ich sie nutze

Ich setze nicht jeden Schritt aus dem Buch um, sondern nutze die Prinzipien so, dass sie zu meinem Alltag passen.

  • Ich plane in 12 Wochen. Ich entscheide: Was soll bis zum Ende dieses Quartals wirklich passiert sein?
  • Ich formuliere meine Ziele messbar. Nicht kleinlich, sondern so, dass ich am Ende ehrlich sagen kann, ob ich sie umgesetzt habe.
  • Ich schaue auf die Handlungen, nicht nur auf das Ergebnis. Also: Was tue ich regelmäßig, damit das Ergebnis wahrscheinlicher wird?
  • Ich plane wöchentlich. Jede Woche entscheide ich bewusst, welche drei bis fünf Handlungen mich meinen Zielen näher bringen.
  • Ich setze tägliche Fokusziele. Pro Tag nehme ich mir ein bis drei Dinge vor, je nachdem, wie groß sie sind.
  • Ich blocke Termine im Kalender. Was wichtig ist, bekommt einen Platz. Sonst gewinnt fast immer das Dringende. Das ist für mich die größte Herausforderungen, denn mit drei Schulkindern läuft viel Dringendes auf, was ich nicht selbst steuern kann.
  • Ich mache meine Ziele sichtbar. Ich veröffentliche sie hier als meine Form von Verbindlichkeit.
  • Ich erinnere mich täglich daran. Ich drucke die Liste aus und hänge sie an meinen Schrank im Arbeitszimmer.
  • Ich bleibe flexibel. Wenn ich ein Ziel nicht erreiche, überprüfe ich, ob es für mich noch relevant ist oder nicht. Es ist nicht schlimm, wenn ich nicht 100% erreiche. Auch, wenn ich (wie im vergangenen Quartal) nur etwa 70% meiner Ziele umsetze, erreiche ich sehr viel.

Warum ich diese Liste „To-Want-Liste“ nenne

Ich nenne die Punkte auf dieser Liste bewusst nicht To-dos, sondern To-wants. Oder Tadaas.

Manche Punkte könnten auch auf einer To-do-Liste stehen, das stimmt. Für mich ist der Unterschied trotzdem groß: Hier stehen Vorhaben, die ich umsetzen will, weil sie meiner Vision dienen.

Ich habe mich schon vor langer Zeit entschieden, den Satz „Ich muss“ so oft wie möglich durch „Ich will“ zu ersetzen. Nicht als Schönrederei, sondern als Perspektivwechsel, der wirklich etwas verändert. „Ich muss“ fühlt sich oft eng an und erzeugt inneren Widerstand. „Ich will“ erinnert mich daran, dass ich (fast) immer eine Wahl habe. Und dass hinter vielen Aufgaben ein echtes Motiv steckt: etwas, das mir wichtig ist, auch wenn der Weg dorthin manchmal aus eher unglamourösen Schritten besteht.

In der buddhistischen Psychologie gibt es einen Leitsatz, der mich dabei immer wieder erdet:

Du erschaffst deine eigene Realität. Sorge dafür, dass es eine gute ist.

Der 3. Erinnerer

Für mich bedeutet das ganz praktisch: Ich füttere mein Leben nicht nur mit dem, was dringend ist oder kurzfristiges Vergnügen bereitet, sondern auch mit dem, was nachhaltig gut ist. Ein Beispiel hierfür ist mein immer wiederkehrender Punkt, mehr Krafftrainig zu etablieren. Es macht mir keine Freude, aber ich weiß, dass mein zukünftiges Ich meinem heutigen Ich sehr dankbar sein wird, dass ich nicht locker gelassen habe und drangeblieben bin.

Meine drei wichtigsten Vorhaben

  1. In meinem 1:1 Coaching „Vertrauensvoll voran“, das ich grundlegend überarbeitet habe, habe ich 8 freie Plätze für Frauen 40+, die nachts wachliegen und tagsüber funktionieren, und die stattdessen wieder Energie, innere Klarheit und Lebensfreude zurückgewinnen wollen.
  2. ✅Ich nehme an dem 9-wöchigen Programm #frauenstärken powered by Working out loud®. Das übergeordnete Thema Joint Generations spricht mich sehr stark an. In dieser Zeit werde ich meine Sichtbarkeit noch einmal deutlich erhöhen und meine Netzwerkfähigkeiten erweitern.
  3. Ende Februar biete ich für die Diakonie Rhein-Sieg einen Workshop für Ehrenamtliche an zum Thema „Nähe und Distanz im Ehrenamt„.

Berufliche Ziele, die ich bis zum 31. März erreichen will

  1. Am 30. und 31. Januar nehme an der Jubiläumsveranstaltung des CoachCamps in Köln statt. Letztes Jahr war ich zum ersten Mal dort und begeistert von der herzlichen und konstruktiven Atmosphäre dieses Barcamps. Das Motto – „das große WIR“ – wird von den beiden Veranstalterinnen Annette Bauer und Dr. Anne Werner mit Herzblut gelebt. Ich werde auch in diesem Jahr wieder eine eigene Session anbieten.
  2. ✅Ich finde eine neue Location für das Frauen Netzwerktreffen in der Region Bonn/ Rhein-Sieg-Kreis.
  3. Ich moderiere die Kick-Off Veranstaltung der Diakonie für das Aktionsjahr 2026 unter dem Motto: „Gemeinsam statt einsam: Ehrenamt wirkt.“
  4. Da ich es im letzten Quartal nicht geschafft habe, werde ich in diesem Quartal mein Trainerinnenprofil erstellen, um noch besser für Workshops, Seminare oder Moderationen gefunden zu werden.
  5. ✅Am 22. Januar nehme ich – bereits zum dritten Mal – am digitalen Netzwerkevent Coffee-Speed Networking von Gretel Niemeyer und Laura Roschewitz teil und freue mich sehr darauf. Die Teilnahme ist kostenlos und die Stimmung grandios.
  6. Ich habe meine Mitgliedschaft in der TCS von Judith Peters verlängert und werde dort einige Aufgaben aus „Double your blog“ nachholen sowie…
  7. an der Blogdekade im Februar teilnehmen. Insgesamt möchte ich in diesem Quartal 10 Blogartikel schreiben.
  8. Passend zu meinem Jahresmotto „Energy is my strategy, presence is my power“ werde ich mich in diesem Jahr intensiv mit dem Thema Energiefluss beschäftigen.
  9. Im März findet das fünftägige Abschluss-Retreat meiner buddhistischen Jahresgruppe statt. Ich bin gespannt, wie es danach weitergeht.

Meine Sport- und Gesundheitsziele

  1. ✅Meine morgendliche Meditationspraxis werde ich mit der Kriya Bezaubernde Schönheit aus dem Kundalini-Yoga verbinden. Ist das nicht ein inspirierender Name?!
  2. Ich plane an drei Tagen (Montag – Mittwoch – Freitag) die Woche eine zumindest kurze Krafttrainingseinheit ein.
  3. Meine durchschnittliche Schrittzahl will ich auf mindestens 7000, besser auf 8000 Schritte pro Tag erhöhen. Das ist gar nicht so leicht, wenn man überwiegend zu Hause arbeitet.
  4. Ich werde in diesem Quartal zwei Mal für 5 Tage Scheinfasten machen, einmal im Februar nach Aschermittwoch und einmal Mitte/ Ende März.
  5. Meine Tochter hat zu Weihnachten ein neues Einrad bekommen und mich angespornt, auch Einradfahren zu lernen. Challenge accepted.
  6. Nach meinem 50. Geburtstag bekam ich mehrfach Post von meiner Krankenkasse mit dem Hinweis auf Vorsorgeuntersuchungen. Ich vereinbare Termine sowohl für die Darmkrebs- als auch für die Brustkrebsvorsorge.

Zeit mit Lieblingsmenschen, die ich bewusst nehmen und gestalten will

  1. ✅Ich begleite hier vor Ort die Sternsingeraktion, bei der mein Sohn als diesjähriges Erstkommunionkind teilnimmt.
  2. ✅Am 29. Januar gehe ich mit meinen Kölner Freundinnen zu „Deine Sitzung„. Mit der Kostümidee haben wir uns in diesem Jahr schwer getan, denn das Motto lautet Helvetia-Helau.
  3. ✅Und dann geht es im Februar weiter mit der 5. Jahreszeit im Rheinland: Mit allen drei Kindern gehe ich auf den Schull- und Vedelszooch in Köln und
  4. ✅einen Tag später gehe ich im Rosenmontagszug hier vor Ort mit dem Siegburger Radsportverein mit, in dem meine Kinder Kunstradfahren machen.
  5. Wir lösen einen Gutschein ein, den ich zu meinem 50. Geburtstag bekommen habe und verbringen als Paar einen Tag in der Bad Emser Therme.
  6. Am Valentinstag feiere ich mit einer engen Freundin ihren 50. Geburtstag.
  7. Die Klasse meiner mittleren Tochter richtet ein Konzert aus, bei dem wir natürlich dabei sein werden.

Kreative Projekte, die ich im 1. Quartal 2026 realisieren will

  1. Das angenadelte Paar Socken aus November werde ich fertig stricken.
  2. Ich habe Lust zu malen und will die Pastellkreiden wieder auspacken.
  3. Jeden Monat will ich drei Bücher lesen.
  4. Und ich freue mich darauf, wenn das Gartenjahr wieder beginnt. Mal sehen, welches Projekt wir in diesem Jahr beginnen werden. Auf jeden Fall werde ich wie in den letzten Jahren Bärlauch-Pesto machen, den das lieben hier alle.

Und jetzt bin ich neugierig auf dich: Was sind deine To-Wants für die nächsten Wochen? Nicht die Vorsätze, die „man halt haben sollte“, sondern das, was du wirklich in dein Leben einladen willst. Wenn du magst, nimm dir kurz Zeit und schreib dir drei Dinge auf. Und wenn es sich stimmig anfühlt: Teile eines davon in den Kommentaren – ich freue mich auf darauf!

6 Antworten zu „Meine To-Want Liste für das 1. Quartal 2026“

  1. Avatar von Angela

    Liebe Pia,
    ich wünsche dir, dass du diese ToWants realisieren wirst. Vor allem das Einradfahren klingt toll, das gibt bestimmt super Photos 🙂
    Liebe Grüße
    Angela

    1. Avatar von Pia Hübinger

      Liebe Angela,

      vielen lieben Dank! Das Einradfahren muss leider wetterbedingt noch etwas warten. Aber ich bin zuversichtlich 🙂

      Sehr herzlich
      Pia

  2. Avatar von Dr Laila Schmidt

    Liebe Pia,
    deine Struktur gefällt mir sehr – sie ist ruhig und geordnet. Das macht das Lesen sehr angenehm. Und deine Ziele gefallen mir sehr. Danke fürs Teilen.

    1. Avatar von Pia Hübinger

      Liebe Laila,

      ich danke dir von Herzen für deine wertschätzende Rückmeldung!

      Alles Liebe für dich.
      Pia

  3. Avatar von Monika Köhler

    Liebe Pia, mein lieber Mann, deine Liste ist ja picke packe voll 😅. Ich drück dir die Daumen, dass dir sie Umsetzung gelingt. Mir gefällt besonders gut der erste Teil. Wie du die Dinge so klar beim Namen benennst und so eine planvolle Strategie ausgewählt hast. Ich denke, das sind genau die Maßnahmen, die dich letzendlich auch zum (verdienten) Erfolg führen werden. Ich wünsche es dir!!!
    Herzlich Monika 💚

    1. Avatar von Pia Hübinger

      Liebe Monika,

      herzlichen Dank für deinen wertschätzenden Kommentaren. Ich habe viele Semester lang an Hochschulen Lern- und Kognitionspsychologie gelehrt – das kommt mir sowohl in meiner Selbständigkeit als auch in der Begleitung meiner drei Schulkinder sehr zugute. Und ich bedauere, dass nicht alle Schüler*innen das schon während der Schulzeit lernen.
      Ich wünsche auch dir gutes Gelingen all deiner Vorhaben für dieses erste Quartal im neuen Jahr!

      Sehr herzlich
      Pia

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